Bachelorarbeit, 2024
87 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Definition von Kinderrechten nach der UN-Kinderrechtskonvention
2.2 Definition von häuslicher Gewalt
2.3 Relevante Gesetze
2.3.1 Bestimmungen der Istanbul Konvention:
2.3.2 Bestimmungen im Gesetz zum Schutz vor häuslicher Gewalt
2.3.3 Bestimmungen im Gesetz zum Kinder- und Jugendschutz
2.3.4 Die Rechte der Eltern
3. Aktuelle Studienlage
3.1 Frauenhäuser
3.1.1 Rahmenbedingungen der Frauenhäuser
3.1.2 Unterstützung von Kindern und ihren Rechten in Frauenhäusern
3.2 Häusliche Gewalt
4. Empirischer Teil
4.1 Aufstellung von Interviewfragen
4.2 Methodisches Vorgehen
4.3 Vorstellung der Interviewpartnerinnen
4.4 Kernaussagen aus den Interviews
4.4.1 Kernaussagen von Interviewpartnerin 1
4.4.2 Kernaussagen von Interviewpartnerin 2
4.5 Abgleich zwischen den Thesen, Fragen und Interviews
4.6 Schlussfolgerungen
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten zur Sicherung von Kinderrechten in Frauenhäusern. Dabei wird analysiert, inwiefern Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind und in einem Frauenhaus untergebracht werden, in ihren Rechten geschützt werden können und welche Faktoren dabei eine entscheidende Rolle spielen.
1 Einleitung
„Er […] hat immer geredet, er würde sie erschießen […] und umbringen. Und wenn er sie finden auch und wenn sie im Frauenhaus ist und wenn sie zur Arbeit geht, daß[sic] er sie, hat er mir noch erzählt, töten wird und uns wir stehlen“ (Strasser, 2001, S. 92). Dieses Zitat stammt von einem zwölfjährigen Jungen, welcher über seinen Vater spricht. Es zeigt eindrücklich, mit welchen Themen und Ängsten sich Kinder und Jugendliche, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, beschäftigen müssen, während ihre Freunde draußen Fußball oder drinnen Gesellschaftsspiele spielen. Auf diese Kinder und Jugendlichen wird in dieser Bachelorarbeit genauer geschaut. Dabei wird sich dafür entschieden, sich auf die Kinder und Jugendlichen in Frauenhäusern zu spezialisieren.
Sobald man sich mit Frauenhäusern beschäftigt, stehen zuerst die Frauen im Vordergrund, jedoch dürfen die Bedürfnisse und Rechte der Kinder und Jugendlichen nicht übersehen werden. Dabei wird die Mutter auch beleuchtet, da dies nicht separat voneinander betrachtet werden kann. Die zentrale Fragestellung dieser Bachelorarbeit lautet: Wie können Kinderrechte in Frauenhäusern gesichert werden?
Die Fragestellung wurde in diesem konkreten Zusammenhang wissenschaftlich noch nicht hinreichend untersucht. Dennoch wird sie für sehr entscheidend gehalten, da häusliche Gewalt überall auftreten und damit jeden betreffen kann. Die betroffenen Kinder werden in diese Situation hineingeboren und ihr Zuhause, welches ein geschützter Raum sein sollte, wird zu einem Raum der Angst. Dies zeigt, dass die Kinder Schutz benötigen, den ihnen ihr Elternhaus nicht geben kann. Deshalb sind Schutzeinrichtungen, wie ein Frauenhaus sehr relevant, denn sie können den Frauen und Kindern, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind, einen Zufluchtsort und eine Perspektive für die Zukunft bieten.
Zudem sind Kinder die Zukunft unserer Gesellschaft, weshalb ihr Schutz und ihre Rechte im Vordergrund stehen müssen. Im Frauenhaus steht die Sicherheit der Kinder im Vordergrund. Trotzdem haben die Kinder noch weitere Rechte und Bedürfnisse. Beispielsweise das Recht auf Bildung, das Recht auf angemessene Lebensumstände, das Recht angehört zu werden, aber auch das Recht, beide Elternteile zu sehen. Es stellt sich also die Frage, wie und ob alle Rechte im Frauenhaus gesichert werden können, und ob eine Priorisierung stattfinden muss.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der häuslichen Gewalt und deren Auswirkungen auf Kinder ein, stellt die zentrale Forschungsfrage und begründet die Relevanz der Untersuchung für die pädagogische Praxis in Frauenhäusern.
2. Theoretischer Rahmen: Hier werden zentrale Definitionen von Kinderrechten und häuslicher Gewalt sowie die für die Arbeit maßgeblichen Gesetze, wie die Istanbul Konvention und das Gewaltschutzgesetz, fundiert dargelegt.
3. Aktuelle Studienlage: Dieses Kapitel beleuchtet die institutionellen Rahmenbedingungen von Frauenhäusern und fasst den aktuellen Erkenntnisstand zur Unterstützung und Situation der betroffenen Kinder zusammen.
4. Empirischer Teil: Die Methodik wird erläutert und die Kernaussagen aus zwei Experteninterviews mit Frauenhausleiterinnen werden vorgestellt, um die theoretischen Aspekte mit der gelebten Praxis abzugleichen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Bachelorarbeit zusammen und zieht Schlussfolgerungen aus der theoretischen Analyse sowie der empirischen Untersuchung.
Kinderrechte, Frauenhaus, häusliche Gewalt, Kindeswohl, UN-Kinderrechtskonvention, Istanbul Konvention, Gewaltschutz, Umgangsrecht, Kinderschutz, Pädagogische Unterstützung, Traumatisierung, Familiengericht, Elternrechte, Kindeswohlgefährdung, Qualitative Inhaltsanalyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Sicherung von Kinderrechten für Jungen und Mädchen, die aufgrund von häuslicher Gewalt gemeinsam mit ihren Müttern in Frauenhäusern Schutz suchen.
Zentrale Themen sind die rechtliche Verankerung von Kinderrechten, die Auswirkungen von häuslicher Gewalt auf Kinder sowie Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützung in Schutzeinrichtungen.
Das Hauptziel ist es, herauszufinden, wie Kinderrechte in Frauenhäusern konkret gesichert werden können, angesichts der schwierigen Lebensumstände der Betroffenen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu rechtlichen Grundlagen und Studien sowie einer qualitativen Inhaltsanalyse basierend auf Experteninterviews mit zwei Frauenhausleiterinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil mit Definitionen und Gesetzen, eine Darstellung der aktuellen Studienlage sowie einen empirischen Teil, in dem die Interviewergebnisse reflektiert werden.
Wichtige Begriffe sind Kinderrechte, Frauenhaus, häusliche Gewalt, Kindeswohl, Umgangsrecht, Traumatisierung und Schutzkonzepte.
Die Autorin arbeitet heraus, dass das Umgangsrecht, wenn es erzwungen wird, den gewalttätigen Vater in Kontakt zu den Schutzsuchenden bringt, was eine fortgesetzte Bedrohung und Manipulation darstellen kann.
Bildung ist ein zentrales Recht, das jedoch im Frauenhausalltag durch den Sicherheitsfokus und fehlende Kapazitäten oft erschwert ist; die Arbeit zeigt auf, wie Frauenhäuser versuchen, diesen Mangel auszugleichen.
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