Diplomarbeit, 2008
95 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Gesundheitswesen in Deutschland
2.1 Definition des Krankenhausbegriffs
2.1.1 Historische Auffassung eines Krankenhauses
2.1.2 Heutige Definition vom Krankenhaus
2.2 Gründe für das Krankenhauscontrolling
3 Krankenhausfinanzierung
3.1 Historie der Krankenhausfinanzierung
3.2 Duale Krankenhausfinanzierung
3.2.1 Finanzierung von Investitionen
3.2.2 Finanzierung der Betriebskosten
3.2.2.1 Grundzüge der Diagnostis Related Group
3.2.2.2 Zusatzentgelte
4 Kosten- und Leistungsrechnung
4.1 Aufgaben und Ziel der Kosten- und Leistungsrechnung
4.1.1 Basis für betriebswirtschaftliche Entscheidungen
4.1.2 Ermittlung des Periodenerfolges
4.1.3 Kontrolle der Wirtschaftlichkeit
4.1.4 Preiskalkulation und Preisbeurteilung
4.1.5 Bewertung von Wirtschaftsgütern
4.2 Krankenhausbezogene Kosten- und Leistungsrechnung
4.2.1 Betriebsinterne Steuerung
4.2.2 Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit
4.2.3 Ermittlung der DRG relevanten Kosten
4.2.4 Erstellung der Leistungs- und Kalkulationsaufstellung
4.3 Erweiterungsmöglichkeiten der Kosten- und Leistungsrechnung
4.3.1 Kostenträgerrechnung auf Teilkostenbasis
4.3.2 Fallmixoptimierung
4.3.3 Prozesskostenrechnung
5 Clinical Pathways
5.1 Konzeption der Clinical Pathways
5.1.1 Definition der Clinical Pathways
5.1.2 Vorteile und Probleme der Clinical Pathways
5.2 Ziele der Clinical Pathways
5.2.1 Kostenorientierte Ziele
5.2.2 Qualitätsorientierte Ziele
5.2.3 Weitere Ziele
5.3 Entwicklungsschritte von Clinical Pathways
5.3.1 Grundlagenphase
5.3.2 Entwicklungsphase
5.3.3 Umsetzungsphase
5.3.4 Pfadmanagementphase
5.4 Internationale Nutzung
5.4.1 Verbreitung der Clinical Pathways
5.4.2 Metastudie über wirtschaftliche Effekte der Clinical Pathways
5.5 Beispiel aus der deutschen Krankenhaus Praxis
5.5.1 Praktische Maßnahmen der Pfadeinführung
5.5.2 Untersuchung und Auswertung der Pfadnutzung
5.5.3 Amortisationsdauer des Clinical Pathways
6 Personalcontrolling
6.1 Konzeption des Personalcontrollings
6.1.1 Operatives Personalcontrolling
6.1.2 Strategisches Personalcontrolling
6.2 Ziele des Personalcontrollings
6.3 Aufgaben des operativen Personalcontrollings
6.3.1 Personalbezogene Informationsversorgung
6.3.2 Personalkostencontrolling
6.3.3 Controlling von Personalprogrammen
6.4 Instrumente des Personalcontrollings
6.4.1 Kennzahlen im Personalcontrolling
6.4.1.1 Kennzahlen des Personalbedarfs
6.4.1.2 Kennzahlen des Personaleinsatzes
6.4.1.3 Kennzahlen der Personalkostenplanung
6.4.2 Personalbeurteilung
7 Finanz- und Investitionscontrolling
7.1 Finanzcontrolling
7.2 Investitionscontrolling
7.2.1 Definition einer Investition
7.2.2 Alternative Finanzierungsmöglichkeiten für Investitionen
7.2.3 Investitionsrechnungsverfahren
7.2.3.1 Investitionsrechnungsverfahren für Einzelobjektentscheidungen
7.2.3.2 Investitionsrechnungsverfahren für Programmentscheidungen
7.2.4 Beispiel einer Scoring-Nutzenwertrechnung
8 Marketingcontrolling
8.1 Grundlagen des Marketingcontrollings
8.2 Aufgaben und Ziele des Marketingcontrollings
8.3 Instrumente des Marketingcontrollings
8.3.1 Operatives Marketingcontrolling: Kennzahlen
8.3.2 Marketing Scorecard
8.4 Probleme und Grenzen des Krankenhausmarketings
8.4.1 Kausalkettenbestimmung
8.4.2 Unelastische Nachfragefunktion
8.5 Marketingcontrolling in der deutschen Krankenhauspraxis
9 Fazit
Die Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen moderner Controlling-Instrumente im deutschen Krankenhauswesen vor dem Hintergrund zunehmenden ökonomischen Drucks und struktureller Veränderungen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie spezialisierte Controlling-Ansätze zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung beitragen können.
3.2.2.1 Grundzüge der Diagnostis Related Group
Das System der Diagnostis Related Group (DRG) ist eine medizinische und ökonomische Klassifizierung von Patienten. Innerhalb dieses Klassifizierungssystems bildet eine DRG aus ökonomischer Perspektive eine kostenhomogene Fallgruppe. Die Einteilung der Patienten aus medizinscher Perspektive erfolgt primär durch die medizinische Diagnose und die gewählte Behandlung. In der Gesamtheit ergibt sich ein Fall- bzw. Patientenklassifikationssystem, das zu einer bestimmten DRG führt. Der Begriff einer DRG kann somit als diagnosebezogene Fallgruppe ins Deutsche übersetzt werden.
Die theoretischen Grundlagen wurden bereits vor über 50 Jahren, von einer Forschergruppe um Robert Fetter, an der US-amerikanischen Yale Universität gelegt. Im Jahr 1965 wurde mit der Messung und der Evaluation der Krankenhausleistungen und deren Ressourcenverbrauch begonnen. Die Forschung mündete schließlich 1969 in der Yale-DRG, auf deren Basis schließlich 1983 der erste praktische Einsatz in der US-amerikanischen Medicare-Versicherung erfolgte.
Die in Deutschland angewandte DRG-Version basiert ursprünglich auf dem australischen DRG-System. Durch die kontinuierliche Anpassungen und konsequente Weiterentwicklung des Fallgruppenkatalogs durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) wird heute von einer eigenständigen deutschen Version gesprochen. Deren primäre Aufgabe ist es ein durchgängiges patientengerechtes und leistungsorientiertes Vergütungssystem, für das Gesundheitswesen im Krankenhausbereich, bereitzustellen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Controlling im Krankenhaus, um den Herausforderungen durch gesetzliche Regulierungen und ökonomischen Druck zu begegnen.
2 Gesundheitswesen in Deutschland: Dieses Kapitel definiert den Krankenhausbegriff und legt die Rahmenbedingungen dar, die ein Krankenhaus-Controlling erforderlich machen.
3 Krankenhausfinanzierung: Es wird die duale Finanzierung und deren Entwicklung in Deutschland erläutert, inklusive der grundlegenden Funktionsweise des DRG-Systems.
4 Kosten- und Leistungsrechnung: Das Kapitel behandelt die Methoden der internen Kostenrechnung und deren Spezifika bei der Ermittlung von DRG-relevanten Fallkosten.
5 Clinical Pathways: Hier werden Behandlungspfade als Controlling-Instrument zur Prozessoptimierung und Qualitätsverbesserung im Krankenhausalltag detailliert beschrieben.
6 Personalcontrolling: Dieses Kapitel widmet sich dem Einsatz von Kennzahlen zur Steuerung des wichtigsten Kostenfaktors im Krankenhaus, dem Personal.
7 Finanz- und Investitionscontrolling: Der Fokus liegt auf der Planung von Finanzmittelflüssen und rationalen Investitionsentscheidungen zur Sicherung der Krankenhausinfrastruktur.
8 Marketingcontrolling: Es werden Methoden zur Messung der Marketingaktivitäten vorgestellt, um den steigenden Wettbewerb zwischen den Kliniken erfolgreich zu steuern.
9 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz einer strategischen Controlling-Denkweise für eine zukunftsfähige Krankenhausführung zusammen.
Krankenhauscontrolling, DRG, Fallpauschalen, Clinical Pathways, Kosten- und Leistungsrechnung, Personalcontrolling, Finanzcontrolling, Investitionscontrolling, Marketingcontrolling, Prozessoptimierung, Gesundheitsökonomie, Krankenhausfinanzierung, Qualitätsmanagement, Pfadmanagement, Leistungssteuerung.
Die Arbeit analysiert die Anwendungsmöglichkeiten von Controlling-Instrumenten im Krankenhaus, um wirtschaftliche Leistungserbringung und medizinische Qualität in Einklang zu bringen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Kosten- und Leistungsrechnung, Clinical Pathways, Personal-, Finanz-, Investitions- sowie Marketingcontrolling im Krankenhauskontext.
Das primäre Ziel ist es, Controlling-Maßnahmen aufzuzeigen, die Krankenhäusern helfen, sich im wettbewerbsintensiven deutschen Gesundheitsmarkt effizient zu positionieren.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Fallstudien, etwa zum Einsatz von Clinical Pathways im Bundeswehrkrankenhaus.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Finanzierung, KLR, Clinical Pathways, Personalmanagement und Marketing, wobei jeweils Konzepte und Kennzahlen besprochen werden.
Wesentliche Begriffe sind Krankenhauscontrolling, DRG-System, Fallmixoptimierung, Prozesskostenrechnung und strategische Steuerungsinstrumente im Klinikmanagement.
Durch Standardisierung von Diagnose- und Therapieabläufen reduzieren sie Prozesskosten, verkürzen Verweildauern und fördern die interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Da Personal den größten Kostenblock darstellt, dient das Personalcontrolling dazu, Personaleinsatz und -planung datengestützt zu optimieren, ohne die Versorgungsqualität zu gefährden.
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