Bachelorarbeit, 2022
23 Seiten, Note: 2,7
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Einleitung
2. Der Utilitarismus nach John Stuart Mill
2.1 Mills erste Kontakte mit dem Utilitarismus Jeremy Benthams und seine Weiterentwicklungen
2.2 Die Grundaussagen des Millschen Utilitarismus
3. Die deontologische Ethik nach Immanuel Kant
4. Sterbehilfe – Definition und Problematiken
4.1 Passive, indirekte und aktive Sterbehilfe
5. Aktive Sterbehilfe – Utilitarismus vs. Deontologie
6. Passive/indirekte Sterbehilfe – Utilitarismus vs. Deontologie
7. Fazit
8. Quellen
Diese Bachelor-Arbeit untersucht die moralische Vertretbarkeit von Sterbehilfe durch eine vergleichende Analyse der ethischen Positionen des Utilitarismus nach John Stuart Mill und der deontologischen Ethik nach Immanuel Kant, um zu klären, ob diese Handlungen aus den jeweiligen philosophischen Perspektiven als moralisch legitim bewertet werden können.
Die deontologische Ethik nach Immanuel Kant
Immanuel Kant wurde am 22. April 1724 in Königsberg im damaligen Königreich Preußen geboren und war ein deutscher Philosoph der Aufklärung. Kant studierte mehrere Fächer, wie Philologie, Theologie und Naturphilosophie in seiner Heimat in Königsberg. Bis heute zählt Kant zu den bekanntesten Philosophen der Menschheitsgeschichte. Sein bekanntestes Werk Kritik der reinen Vernunft kennzeichnete einen Wendepunkt in der Philosophiegeschichte und den Beginn der modernen Philosophie. Kant gilt als Hauptvertreter und Begründer der deontologischen Ethik, wie wir sie heute kennen. Deontologien sind klassische Gegenpositionen zum Utilitarismus und verstehen sich als ethische Pflichtlehre. Vertreter dieser ethischen Denkweise verstehen sich meist nicht als Teil einer homogenen Denkrichtung. Geeint werden sie aber vom Glauben, dass der moralische Status einer Handlung nicht immer durch ihre Konsequenzen bestimmt ist. Handlungen können moralisch richtig sein, auch wenn ihre Folgen nicht immer ausnahmslos das Gute fördern.
Kant war nun Zeit seines Lebens davon überzeugt, dass das Gute durch das moralische Gesetz bestimmt wird. Seine These zur Ermittlung von moralisch gutem Verhalten lautete zusammengefasst wie folgt: Mithilfe eines apriorischen Prinzips der Vernunft, also einem Prinzip, das nicht auf Erfahrungen basiert, und einem damit verbundenen Verfahren der moralischen Reflexion wird erforscht, wie wir handeln sollen. Das Gesetz spielte in Kants Lebenswerk eine generell übergeordnete Rolle. Um moralisches Handeln einem grundlegenden Gesetz zu unterstellen, formulierte er in seiner Grundlegung zur Metaphysik der Sitten seinen wohl populärsten Satz, den kategorischen Imperativ: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz ethischer Fragestellungen ein und erläutert die Zielsetzung der Untersuchung, die Sterbehilfe anhand der Lehren von Mill und Kant zu diskutieren.
2. Der Utilitarismus nach John Stuart Mill: Das Kapitel zeichnet Mills philosophische Entwicklung nach und erarbeitet die Kernprinzipien seines qualitativen Utilitarismus sowie dessen Abgrenzung zu Jeremy Bentham.
3. Die deontologische Ethik nach Immanuel Kant: Hier werden die Grundlagen der Kantschen Pflichtenethik, insbesondere der kategorische Imperativ und das Konzept des guten Willens, systematisch dargelegt.
4. Sterbehilfe – Definition und Problematiken: Dieser Teil differenziert definitorisch zwischen aktiver, passiver und indirekter Sterbehilfe und ordnet die rechtlich-medizinische Problematik kontextuell ein.
5. Aktive Sterbehilfe – Utilitarismus vs. Deontologie: Das Kapitel analysiert die moralische Beurteilung aktiver Sterbehilfe durch die Anwendung utilitaristischer Folgenabwägung und deontologischer Pflichtenprüfung anhand eines Fallbeispiels.
6. Passive/indirekte Sterbehilfe – Utilitarismus vs. Deontologie: Analog zu Kapitel 5 wird hier die passive bzw. indirekte Sterbehilfe auf ihre ethische Vertretbarkeit innerhalb der beiden gewählten Positionen untersucht.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt auf, dass beide theoretischen Gegenpositionen überraschenderweise zu einer moralischen Akzeptanz der Sterbehilfe in bestimmten Situationen gelangen können.
8. Quellen: Das Quellenverzeichnis führt die wissenschaftliche Literatur auf, die dieser Bachelor-Arbeit zugrunde liegt.
Sterbehilfe, Utilitarismus, John Stuart Mill, Deontologie, Immanuel Kant, kategorischer Imperativ, Nützlichkeitsprinzip, Ethik, Moral, aktive Sterbehilfe, passive Sterbehilfe, indirekte Sterbehilfe, guter Wille, Pflichtenethik, Lebensende
Die Arbeit untersucht die moralische Bewertung von verschiedenen Arten der Sterbehilfe und hinterfragt, ob diese aus der Sicht klassischer ethischer Strömungen als vertretbar gilt.
Die zentralen Felder sind die Gegenüberstellung von Mills Utilitarismus und Kants Deontologie sowie die ethische Einordnung von aktiver, passiver und indirekter Sterbehilfe.
Das primäre Ziel ist es, durch die philosophische Analyse zu klären, ob zwischen den beiden theoretischen Gegenpositionen ein Konsens hinsichtlich der moralischen Rechtfertigung der Sterbehilfe besteht.
Es wird eine ethische Diskursanalyse verwendet, die theoretische Grundbegriffe auf konkrete Handlungssituationen (Fallbeispiele) anwendet.
Die Arbeit gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Mill und Kant sowie eine anwendungsorientierte Diskussion der Sterbehilfeformen unter den Gesichtspunkten individueller Freiheit, Pflicht und Konsequenzethik.
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Autonomie, moralische Pflicht, qualitativer Utilitarismus, kategorischer Imperativ und humanitäre Sterbehilfe gekennzeichnet.
Beide Ansätze gelangen zu dem Ergebnis, dass in ausweglosen, schmerzhaften Situationen die Sterbehilfe moralisch legitimiert werden kann, wobei die Argumentationswege – einmal über das Glücksprinzip und einmal über die Pflicht zur Hilfe – unterschiedlich verlaufen.
Ja, der Autor hinterfragt kritisch die Auswirkungen der Entscheidung auf das medizinische Personal, kommt jedoch zu dem Schluss, dass die moralische Güte der Handlung primär aus dem Willen zur Hilfe bzw. der Pflicht zur Erfüllung des Patientenwunsches resultiert.
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