Magisterarbeit, 2004
93 Seiten, Note: cum laude
EINLEITUNG
1. KRIMINALITÄT ALS SOZIALABWEICHENDES PHENOMEN
1.1 POLITISCHMOTIVIERTE KRIMINALITÄT
1.2 STAATLICHE KRIMINALITÄT
1.3 ALLGEMEINE KRIMINALITÄT
2. HISTORISCHE HINTERGRÜNDE
2.1 HERKUNFT DER ALBANER
2.2 HERKUNFT DER SERBEN
2.3 DIE VERTREIBUNG DER ALBANER
3. DIE LANDESSTRUKTUR
3.1 DIE BEVÖLKERUNG
3.2 DAS TERRITORIUM
3.3 DIE RECHTSSTATLICHKEIT
4. DIE BEHÖRDEN DIE KRIMINALITÄT BEKÄMPFEN
4.1 KFOR (KOSOVO IMPLANATION FORCE)
4.2 UNMIK (UNITED NATIONS INTERIM ADMINISTRION MISSION IM KOSOVO)
4.3 DER KOSOVO-POLIZEI DIENST (SHPK)
4.4 TRUPAT MBROJTESE TE KOSOVES (TMK), KOSOVO PROTECTION CORPS (KPC) ODER DAS KOSOVO-SCHUTZKORPS (Die jetzige Rolle als Notdienstagentur)
5. DIE ENTWICKLUNG DER KRIMINALITÄT IM KOSOVO IN DREI ZEITABSCHNITTEN
5.1 DIE ERSTE PERIODE: DER ZEITABSCHNITT VON DER AUFHEBUNG DER AUTONOMIE DES KOSOVO AM 28. März 1989 BIS HIN ZU DEN NATO-LUFTANGRIFFEN GEGEN JUGOSLAWIEN AM 23. MÄRZ 1999
5.2 DER ZWEITE ZEITABSCHNITT: DIE ZEIT ZWISCHEN DEM BEGIN DER NATO-LUFTANGRIFFEN AM 23. MÄRZ 1999 UND IHRER BEENDIGUNG AM 10. JUNI 1999
5.3 DER DRITTE ZEITABSCHNITT: DIE ZEIT DES EINRÜCKENS DER KFOR-TRUPPEN IN DEN KOSOVO AB DEM 12. JUNI 1999
6. ZUSAMMENFASSUNG
6.1. AUSBLICK
Die Arbeit analysiert die Kriminalitätsentwicklung im Kosovo im Zeitraum von 1989 bis 2002. Dabei untersucht der Autor den Einfluss der prekären geschichtlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie die Auswirkungen staatlicher Unterdrückung auf das Kriminalitätsaufkommen in dieser Region.
1. KRIMINALITÄT ALS SOZIALABWEICHENDES PHENOMEN
Das Wort Kriminalität kommt aus dem lateinischen „crimen“, also „Verbrechen“. Letzteres bedeutet die Summe der strafrechtlich missbilligten Handlungen. Sie werden gewöhnlich nach Raum (national, regional, lokal), Zeit, Umfang (Zahl der Delikte), Struktur (Art und Schwere der Delikte) und Entwicklung beschrieben.
Der Verbrechensbegriff bestimmt das Wesen der Kriminalität als strafrechtlichen Rechtsbruch. Es gibt viele Definitionen, die von verschiedenen Autoren und Ämtern stammen. Die meisten Autoren einigten sich darauf, dass unter Kriminalität „sozialabweichendes Verhalten“ zu verstehen sei. Jedoch gibt es unterschiedliche Ansätze und Theorien, die sich mit der Definition von kriminellem Handeln befassen.
Jede Gesellschaft hat eigene definierte Regeln, die ein System der Verhaltensnormen bilden. Viele Abweichungen von diesen Regeln werden als strafbar bezeichnet. Andere Zuwiderhandlungen, die auch gegen die Regeln der Gesellschaft und damit ebenfalls gegen die Normen und Sitten oder das „ungeschriebene Gesetz“ verstoßen, werden nicht als kriminell verstanden, sondern werden höchstens als illegitim bezeichnet. Durch Prozesse der Neu- oder Entkriminalisierung können im Laufe der Geschichte Gesetze neu entstehen oder entfallen.
Man kann keine Personen oder Verhaltensweisen als kriminell benennen, wenn keine Rechtsform existiert, die Gesetze vorschreibt gegen die man verstoßen würde. Durkheim behauptet, dass Kriminalität nicht mit biologischen Phänomenen eines Menschen erklärbar sei. Sie sei ein Zustand der Regellosigkeit, der durch einen Zusammenbruch der gesellschaftlichen Regeln hervorgerufen wird. Als Gründe für diese Entwicklung nennt Durkheim plötzliche wirtschaftliche Depressionen oder Wertewandel. Diesen Zustand der Regellosigkeit definiert er als Anomie. Die Gesellschaft sei für diesen Zustand, in der das Ausmaß des abweichenden Verhaltens sehr hoch ist, verantwortlich, denn sie sei nicht fähig, die Normensysteme schnell und den wirtschaftlichen Entwicklungen entsprechend zu verändern.
EINLEITUNG: Der Autor führt in das Thema ein und skizziert den methodischen Aufbau sowie die wesentlichen Zeitabschnitte der Arbeit.
1. KRIMINALITÄT ALS SOZIALABWEICHENDES PHENOMEN: Es werden grundlegende kriminologische Definitionen diskutiert und der Zusammenhang zwischen sozialem Zusammenbruch, Anomie und abweichendem Verhalten theoretisch hergeleitet.
2. HISTORISCHE HINTERGRÜNDE: Dieses Kapitel beleuchtet die langjährigen Spannungen zwischen Albanern und Serben und analysiert die Ursprünge der gegenseitigen Ansprüche auf das Kosovo-Territorium.
3. DIE LANDESSTRUKTUR: Der Autor beschreibt die sozioökonomische Lage des Kosovo, einschließlich der demografischen Verhältnisse, der wirtschaftlichen Probleme und der Situation der Rechtsstaatlichkeit.
4. DIE BEHÖRDEN DIE KRIMINALITÄT BEKÄMPFEN: Es folgt eine Vorstellung der internationalen Akteure wie KFOR und UNMIK sowie der Aufbau lokaler Institutionen wie des Kosovo-Polizeidienstes.
5. DIE ENTWICKLUNG DER KRIMINALITÄT IM KOSOVO IN DREI ZEITABSCHNITTEN: Das Kernkapitel der Arbeit gliedert die Kriminalitätsentwicklung in die Zeit vor dem Krieg, die Zeit der NATO-Angriffe und die Zeit nach dem Einrücken der KFOR-Truppen.
6. ZUSAMMENFASSUNG: Der Autor fasst die historischen und politischen Erkenntnisse zusammen und resümiert die Auswirkungen staatlicher Gewalt auf die aktuelle Sicherheitslage.
6.1. AUSBLICK: Das Schlusskapitel beurteilt die Zukunftsaussichten für den Kosovo, insbesondere im Hinblick auf den Rückkehrprozess von Vertriebenen und die Notwendigkeit stabiler staatlicher Strukturen.
Kosovo, Kriminalität, Sozialabweichung, Anomie, Milosevic-Regime, ethnische Säuberung, KFOR, UNMIK, UÇK, Menschenrechte, Menschenhandel, Genozid, Rechtsstaatlichkeit, Balkan, Politik.
Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse der Kriminalitätsentwicklung im Kosovo zwischen 1989 und 2002, eingebettet in den geschichtlichen und politischen Kontext der Region.
Die zentralen Themen umfassen die Definitionen von Kriminalität, die historische Wurzeln des serbisch-albanischen Konflikts, die Rolle internationaler Institutionen sowie die Folgen von Krieg und Unterdrückung.
Das Ziel ist es, die Ursachen für die hohe Kriminalitätsrate im Kosovo aufzuzeigen und dabei insbesondere die Rolle des serbischen Staates sowie die wirtschaftliche Instabilität zu beleuchten.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse, die historische Quellen, soziologische Theorien (z.B. Durkheims Anomie-Begriff) sowie statistische Daten von Polizei- und Menschenrechtsorganisationen kombiniert.
Im Hauptteil werden die Struktur des Kosovo, die Sicherheitsbehörden und die Entwicklung der Kriminalität in drei spezifischen Phasen – vor, während und nach dem Kosovo-Krieg – detailliert dargestellt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kosovo, Kriminalität, ethnische Säuberung, UNMIK, KFOR, Menschenrechte, Genozid und Anomie charakterisiert.
Das Milosevic-Regime wird als Hauptverursacher der Instabilität identifiziert, das durch gezielte Diskriminierung, Repression und staatlich geförderte Kriminalität die sozialen Strukturen im Kosovo systematisch zerstörte.
Der Autor zeigt auf, dass der Aufbau einer funktionierenden Justiz und Verwaltung durch internationale Missionen langwierig war und die Behörden initial mit den ethnisch motivierten Spannungen und einem Rechtsvakuum überfordert waren.
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