Masterarbeit, 2009
33 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffe und erkenntnistheoretische Einordnung
2.1. Systeme (N. Luhmann)
2.2. Kommunikation (P. Watzlawick)
2.3. Systemischer Konstruktivismus (K. Reich)
3. Anforderungen an einen kooperativen Lernprozess
3.1. Kooperative Lernsysteme
3.1.1. Problemlösungsorientiert/Lernprozessorientiert
3.1.2. Zusammensetzung
3.2. Kommunikation in Lernsystemen
3.2.1. Reflexion/Metakommunikation (P. Watzlawick)
3.2.2. Beziehungsaspekt im kollektiven Lernprozess (K. Reich)
3.3. Lernprozesse
3.3.1. Emotionales Lernen, Passung zweiter Ordnung (R. Arnold)
3.3.2. Konstruktion, Rekonstruktion, Dekonstruktion (K. Reich)
3.3.3. Subjektive Theorien geringer Reichweite und träges Wissen (D. Wahl)
3.4. Lernblockaden
3.4.1. Kommunikationswiderstände
3.4.2. Störungen der Beziehungsebene
4. Systemische Methode der Skulpturen (K. Reich)
4.1. Darstellung
4.2. Quellen
4.3. Begründung für den Einsatz in der Erwachsenenbildung
5. Vergleich der Methode mit den Anforderungen an einen kooperativen Lernprozess
5.1. Tabelle mit Indikatoren
5.1.1. Auswertung der Tabelle
5.2. Vergleich Themen-Zentriertes-Interaktions - Modell (TZI) und systemische Skulptur
5.2.1. Gemeinsame Grundlagen
5.2.2. Grafische Darstellungen I, II
5.2.3. Gegenüberstellung der Modelle
6. «Lernfamilien» verändern die Lernlandschaft
6.1. Auswertungen der drei Gegenüberstellungen
6.2. Optimierung der Kommunikation in Lernsystemen
6.3. Optimierung der Beobachterposition in Lernsystemen (Grafik III)
6.4. Monitoring von Lernsystemen (Diagramm)
6.5. Methodenkombinationen und Variationen
6.6. Abgeleitete Anforderungen an den Trainer
7. Paradigmawechsel in der Lernforschung
7.1. Optimierung der personellen Zusammensetzung eines Lernsystems (Grafik IV)
7.2. Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie die systemische Methode der Skulpturen als didaktisches Instrument in der Erwachsenenbildung eingesetzt werden kann, um Lernsysteme zu optimieren und die Beziehungskommunikation zu stärken, wobei der Begriff der «Lernfamilie» als Zielzustand eines effektiv gestalteten Lern- und Kommunikationsraumes eingeführt wird.
1. Einleitung
Ausgangspunkt meiner Arbeit waren allgemeine Überlegungen zur Optimierung von Lernprozessen. Diese Überlegungen führten mich sukzessive zu den Wissenschaftsbereichen: Systemtheorie, Kommunikation und Konstruktivismus. Diesen drei Bereichen entspringt nun auch mein Leitgedanke, dass eine Lernlandschaft, insbesondere innerhalb der Erwachsenenbildung (EB), ohne die Anerkennung von autopoietischen Systemstrukturen nicht mehr vorstellbar ist. Diese Aussage muss zwingend auch auf die kommunikative Ebene didaktischer Prozesse erweitert werden, hier im Besonderen auf den Bereich der Beziehungskommunikation. Damit verbunden ist die Frage nach den geeigneten Methoden und Gedanken zur Gestaltung von Beobachterrollen in Lernsystemen.
Lernprozesse basieren immer auf Kommunikation/Pertubation. Kommunikation ist strukturiert in einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt. Die Ebene der Beziehungen bestimmt dabei den Inhaltsaspekt und ist in diesem Sinne eine Metakommunikation (Vgl. Watzlawick u.a. 2000, S 56). Diese Beziehungsebene oder Metakommunikation formt maßgeblich den Lernprozess und ist damit das wesentliche didaktische Element für die gesamte Lernlandschaft. Eine Optimierung von Lernprozessen ist nach meiner Vorstellung nicht ohne diesen Bereich der Kommunikation und nur in mehreren Stufen möglich.
Ein solcherart optimiertes Lernsystem bezeichne ich als «Lernfamilie». Dabei soll der Begriff «Lernfamilie», erstens motivierend für den Einsatz der Methode werben, zweitens den Bezug zur Familientherapie verdeutlichen und drittens ein Lern/Kommunikationssystem bezeichnen, in welchem ein sicheres und entspanntes Klima herrscht. Unter Lernlandschaft verstehe ich den Bereich der Didaktik in seiner Wechselwirkung zu den Rahmenbedingungen und Inhalten. Mit einer Veränderung der Lernlandschaft ist ein «familiärer» Blickwinkel von Seiten des Trainers als auch der Teilnehmer (TN) auf das Lernsystem gemeint.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Zielsetzung ein, Lernprozesse in der Erwachsenenbildung durch systemische Methoden zu optimieren und führt den Begriff der «Lernfamilie» ein.
2. Begriffe und erkenntnistheoretische Einordnung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente aus Systemtheorie, Kommunikationstheorie und Konstruktivismus, die für die Arbeit zentral sind.
3. Anforderungen an einen kooperativen Lernprozess: Hier werden die strukturellen Voraussetzungen für kooperative Lernsysteme sowie die Bedeutung von Kommunikation und Lernblockaden analysiert.
4. Systemische Methode der Skulpturen (K. Reich): Das Kapitel stellt die Methode der Skulpturen, ihre Herkunft und ihre Relevanz für die Erwachsenenbildung dar.
5. Vergleich der Methode mit den Anforderungen an einen kooperativen Lernprozess: Eine analytische Gegenüberstellung bewertet die Eignung der Methode der Skulpturen im Vergleich zu allgemeinen Anforderungen und zum TZI-Modell.
6. «Lernfamilien» verändern die Lernlandschaft: Das Kapitel skizziert die praktische Umsetzung der Methode zur Optimierung von Lernsystemen und führt Monitoring-Ansätze ein.
7. Paradigmawechsel in der Lernforschung: Der abschließende Teil betrachtet die personelle Zusammensetzung von Lernsystemen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Lernforschung.
Erwachsenenbildung, Systemtheorie, Kommunikation, Konstruktivismus, Lernfamilie, Skulpturenmethode, Beziehungskommunikation, TZI-Modell, Lernprozess, Metakommunikation, Lernlandschaft, Autopoiesis, Lernwiderstände, Coaching, didaktische Optimierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung von Lernprozessen in der Erwachsenenbildung durch den Einsatz der systemischen Methode der Skulpturen.
Die Arbeit verbindet systemtheoretische Grundlagen mit konstruktivistischer Didaktik, Beziehungskommunikation und praktischen Methoden zur Gestaltung von Lernumgebungen.
Ziel ist der Nachweis, dass der Einsatz der Skulpturenmethode die Qualität von Lernprozessen verbessert, indem sie die Beziehungsebene in Lernsystemen („Lernfamilien“) transparent und steuerbar macht.
Der Autor führt eine theoretische Fundierung durch und nutzt Gegenüberstellungen, um die Eignung der Skulpturenmethode für kooperative Lernprozesse im Vergleich zu anderen Modellen wie TZI zu prüfen.
Im Hauptteil werden neben theoretischen Begrifflichkeiten die Skulpturenmethode detailliert beschrieben, eine Indikatoren-Tabelle zum Abgleich mit Lernanforderungen erstellt und Konzepte für «Lernfamilien» sowie deren Monitoring entwickelt.
Wesentliche Begriffe sind „Lernfamilie“, „Skulpturenmethode“, „Beziehungskommunikation“, „systemischer Konstruktivismus“ und „Erwachsenenbildung“.
Es bezeichnet ein Lernsystem, das durch eine gezielte systemische Optimierung ein besonders sicheres und entspanntes Lernklima aufweist, in dem Teilnehmer durch einen «familiären» Blickwinkel ihre Lern- und Kommunikationsfähigkeiten erweitern.
Während das TZI-Modell dynamisch auf die Steuerung von Interaktionen ausgerichtet ist, fungiert die Skulptur als statisches Modell zur bildlichen Darstellung und Analyse von Beziehungsstrukturen.
Sie gilt als das maßgebliche Element, da jede inhaltliche Didaktik immer durch die Beziehungskommunikation gefiltert wird; ihre Optimierung ist laut Autor der Schlüssel zum effektiven Lernen.
Das Monitoring ermöglicht es Trainern, den Entwicklungsstand und die Komplexität der Lernprozesse in Verbindung mit der erfassten Beziehungslandschaft kontinuierlich zu bewerten und didaktisch nachzujustieren.
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