Diplomarbeit, 2003
121 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Definition und Begriffsabgrenzung
2.1.1 Baustoff-Fachhandel
2.1.2 Handelstypisches Leistungsbündel
2.2 Instrumentarium des Handels-Marketing
2.2.1 Sortimentspolitik
2.2.2 Marktwegepolitik
2.2.3 Servicepolitik
2.2.4 Standort- und Logistikpolitik
2.2.5 Preispolitik
2.2.6 Kommunikationspolitik
2.3 Allgemeine Rahmenbedingungen
2.3.1 Mittelständischer Betrieb
2.3.1.1 Typologische Charakterisierung
2.3.1.2 Wirtschaftliche Bedeutung
2.3.2 Strukturelle Veränderungen
2.3.2.1 Wettbewerb
2.3.2.2 Informations- und Kommunikationstechnologie
2.3.2.3 Wertewandel in Arbeitswelt und Gesellschaft
3 Marktbearbeitungsstrategien im Baustoff-Fachhandel
3.1 Branchenanalyse
3.1.1 Beschaffungsmarktsituation
3.1.1.1 Lieferantenstruktur
3.1.1.2 Lieferantenverhalten
3.1.2 Wettbewerbssituation
3.1.2.1 Wettbewerbsstruktur
3.1.2.2 Wettbewerbsverhalten
3.1.3 Absatzmarktsituation
3.1.3.1 Abgrenzung der Zielgruppen
3.1.3.2 Anforderungen an den Baustoff-Fachhandel
3.1.4 Unternehmenssituation
3.1.4.1 Ressourcenanalyse
3.1.4.2 Positionierungsprofil
3.2 Zwischenergebnis
3.3 Planungsprozess
3.3.1 Definition des Unternehmenszwecks
3.3.2 Wahl der Betriebsform
3.3.3 Wahl der Marktbearbeitungsstrategien
3.4 Implementierung im Instrumentarium des Handels-Marketing
3.4.1 Umgestaltung der Sortimentspolitik
3.4.2 Umgestaltung der Marktwegepolitik
3.4.3 Umgestaltung der Servicepolitik
3.4.4 Umgestaltung der Standort- und Logistikpolitik
3.4.5 Umgestaltung der Preispolitik
3.4.6 Umgestaltung der Kommunikationspolitik
3.5 Zwischenergebnis
4 Konsequenzen für die mittelständisch geprägte Branchenstruktur
4.1 Risiken
4.1.1 Knappheit finanzieller und personeller Ressourcen
4.1.2 Psychologisches Konfliktpotenzial
4.1.3 Fehlende Akzeptanz in der Zielgruppe
4.1.4 Intensivierung des Verdrängungswettbewerbs
4.2 Chancen
4.2.1 Synergieeffekte durch Kooperation
4.2.2 Marktführerschaft
5 Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung
5.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Strukturkrise des deutschen Baustoff-Fachhandels und entwickelt Handlungsalternativen auf Basis von Marktbearbeitungsstrategien, um die Zukunftsfähigkeit mittelständischer Betriebe durch kundenorientierte Strategien und individuelle Kernkompetenzen zu sichern.
3.1.3.2 Anforderungen an den Baustoff-Fachhandel
Im Renovierungs- und Sanierungsmarkt zeigt sich der Anstieg des Nutzenniveaus der Eigentümer in der Forderung nach Gesamtleistungen statt Einzelprodukten. Weiter ist zu beobachten, dass sich das aus dem Wertewandel resultierende emanzipierte Verbraucherbewusstsein nicht nur auf das Produkt, sondern auch dessen Präsentation bezieht.
Den dadurch erzeugten Zusatznutzen erkennt der Kunde teilweise auf rationaler Ebene in einem übersichtlichen Umfeld und kompetenter Beratung, doch erwartet er außerdem sog. „Erlebniswelten“, welche ihn emotional tangieren und mehr Involvement bieten. Der Bauingenieur und Trendforscher Dr. Hettenbach identifiziert drei „Bautypen“, und zwar die „Traditionalisten“ mit dem Wunsch nach einem großen Landhaus für Familie und Hund sowie die dominierenden Gruppen der „Status- und Spaßorientierten“ aus der Kategorie der „erfolgreichen Leistungsträger“. Letztere zeichnen sich durch ein erhöhtes Maß an technischen Bedürfnissen und Individualität aus, so dass es eines kundenorientierten Umdenkungsprozesses bedarf.
Die Erwartungen und Anforderungen der Privatkunden gegenüber dem Baustoffhandel sind stark heterogen. Dennoch vermag folgende Abbildung die aus den Beobachtungen und Befragungen signifikant hervorgegangenen Kriterien zu skizzieren.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des Baustoff-Fachhandels ein und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Basisbegriffe wie Baustoff-Fachhandel und handelstypisches Leistungsbündel sowie allgemeine Rahmenbedingungen des Mittelstands erörtert.
3 Marktbearbeitungsstrategien im Baustoff-Fachhandel: Das Kernstück der Arbeit bietet eine tiefgehende Branchenanalyse und leitet daraus spezifische Marktbearbeitungsstrategien sowie deren Umsetzung im Handels-Marketing ab.
4 Konsequenzen für die mittelständisch geprägte Branchenstruktur: Dieses Kapitel diskutiert die Risiken und Chancen der vorgestellten Strategien im Hinblick auf die strukturelle Entwicklung der Branche.
5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Baustoff-Fachhandels.
Baustoff-Fachhandel, Marktbearbeitungsstrategien, Mittelstand, Handels-Marketing, Wettbewerbssituation, Kundenorientierung, Kernkompetenzen, Strukturkrise, Kooperation, Leistungsbündel, Privatkunden, Profikunden, Modernisierungsmarkt, Positionierung, Branchenanalyse.
Die Arbeit analysiert die aktuelle Strukturkrise im deutschen Baustoff-Fachhandel und zeigt Wege auf, wie mittelständische Betriebe durch aktive und strategische Marktbearbeitung ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern können.
Die zentralen Themen umfassen die Branchenanalyse, die Anwendung des Resource-based View auf den Handel, die Segmentierung von Privat- und Profikunden sowie die Gestaltung eines spezifischen Marketing-Mix für den Baustoff-Fachhandel.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung adäquater Handlungsalternativen für den Baustoff-Fachhandel, um trotz sinkender Neubaunachfrage die Zukunftssicherung der Unternehmen durch den Ausbau individueller Kernkompetenzen zu gewährleisten.
Die Methodik basiert auf einem anwendungsorientierten Forschungsansatz und einem exploratorisch-explikativen Forschungsdesign, das praxisrelevante Probleme identifiziert und in einen betriebswirtschaftlichen Bezugsrahmen integriert.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Branchenanalyse, dem Planungsprozess zur Wahl der Betriebsform sowie der konkreten Implementierung der Marktbearbeitungsstrategien in die verschiedenen Aktionsbereiche des Handels-Marketings.
Wesentliche Begriffe sind Baustoff-Fachhandel, Marktbearbeitungsstrategien, Leistungsbündel, Mittelstand, Wettbewerbssituation und kundenorientierte Kernkompetenzen.
Einkaufskooperationen werden als zentrales Instrument für mittelständische Betriebe angesehen, um Kostenvorteile zu erzielen, Logistikprozesse zu optimieren und gemeinsam eine schlagkräftige Marktbearbeitung gegenüber großen Konzernen zu realisieren.
Angesichts der rückläufigen Neubaunachfrage werden Privatkunden als essenzielles, bisher jedoch unzureichend erschlossenes Ausschöpfungspotenzial identifiziert, das durch eine individuelle Beratung und die Schaffung von „Erlebniswelten“ gewonnen werden muss.
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