Diplomarbeit, 2003
104 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Verkehrssysteme
2.1.1 Straßennetze
2.1.2 Verkehrsbezirke
2.1.3 Verkehrssystemmanagement
2.1.3.1 Entwicklungsziele
2.1.3.2 Konzept
2.1.3.3 Bausteine
2.2 Vorteile und Nachteile des Pkw
2.3 Städtischer Verkehr
2.4 Verkehrsleitsysteme im Individualverkehr
2.4.1 Datenerfassung und Technik
2.4.1.1 Datenerfassung
2.4.1.2 Technische Ausrüstung
2.4.1.2.1 Detektoren
2.4.1.2.2 Rechnereinsatz
2.4.1.2.3 Kabeltrassen
2.4.1.2.4 Verkehrsleitzentrale
2.4.1.2.5 Anzeigetafeln
2.5 Wechseltextanzeigen und Wechselverkehrszeichen
2.5.1 Definition und historische Entwicklung
2.5.2 Bauarten
2.5.2.1 Geräte mit mechanischem Zeichenwechsel
2.5.2.2 Geräte mit lichttechnischem Zeichenwechsel
2.5.2.3 Wahl der Bauart
2.5.3 Zeicheninhalte
2.5.4 Funktionsanforderungen
2.5.5 Wechseltextanzeigen
2.5.6 Zusammenfassung
3 Verkehrsmanagement in Graz
3.1 Das Grazer Straßennetz
3.1.1 Hauptstraßen
3.1.2 Nebenstraßen
3.2 Tempo 30
3.3 Modal Split
4 Routenauswahl
4.1 Verkehrsstärkeplan
4.2 Verkehrsbeziehungen
4.2.1 Verkehrsbedürfnis
4.2.2 Verkehrsaufkommen
4.2.3 Verkehrsbeziehung der Fahrten
4.3 Verkehrsstrommatrix
4.4 Routenwahl aus Sicht der Verkehrsteilnehmer
4.4.1 Umfrage
4.4.2 Umfrageergebnis
4.5 Zielkategorien
4.5.1 Zielkategorie 1
4.5.2 Zielkategorie 2
4.5.3 Zielkategorie 3
5 Standorte der Wechseltextanzeigen
5.1 Standortdefinition
5.2 Standortranking
5.3 Standortvarianten
5.4 Wirkungsgrad
5.5 Chancen und Risiken des Routeninformationssystems
6 Im Einsatz befindliche Systeme
6.1 Dresden
6.2 Köln
6.3 München
6.4 Nürnberg
6.5 Hannover
6.6 Europäische Systeme
6.7 Wien/ Niederösterreich
7 Zusammenfassung und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Ermittlung optimaler Standorte für Wechseltextanzeigen zur effizienten Routenbeeinflussung im städtischen Umfeld von Graz, um den Verkehrsfluss bei steigendem Verkehrsaufkommen zu stabilisieren und die Reisezeiten für Kraftfahrer zu minimieren.
2.5.1 Definition und historische Entwicklung
Wechselverkehrszeichen (WVZ) dienen dem Zweck durch geeignete, den jeweiligen Verkehrs- und/ oder Witterungsbedingungen entsprechende Gebote, Verbote, Warnungen, Hinweise oder durch Verkehrsumlenkung auf den Verkehrsablauf einzuwirken. Die Anwendung von WVZ basiert auf der Erkenntnis, dass es häufig für den Verkehrsablauf von Nöten ist, die örtlich geltenden Verkehrsvorschriften und Hinweise der aktuellen Situation anzupassen. Als erste WVZ einfachster Bauart wurden die so genannten Klappschilder eingesetzt, die bei Bedarf einfach aufgeklappt und damit wirksam wurden. Der Bedarf an WVZ wuchs jedoch stetig mit der steigenden Auslastung des Straßennetzes, und so mussten schneller zu bedienende Geräte eingesetzt werden.
Durch die Entwicklung und Verwendung fernsteuerbarer WVZ wurden Geräte entwickelt, die nur mit geringer Zeitverzögerung nach Auftreten der neuen Verkehrssituation geschaltet werden konnten. So kann einerseits schnell reagiert werden und andererseits kann der Verkehrsfluss gezielter beeinflusst werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, WVZ mit einem entsprechenden Verkehrszeichenvorrat auszustatten, sodass jeweils das der jeweiligen Verkehrssituation entsprechende Verkehrszeichen geschaltet werden kann.
1 Einleitung: Beschreibt die Problematik ineffizienter Routenwahl und führt in das Konzept eines Routeninformationssystems als Maßnahme zur Reisezeitoptimierung ein.
2 Grundlagen: Erläutert systemtheoretische Ansätze im Verkehrswesen, die Komponenten des Verkehrssystemmanagements sowie die Technik und Bauarten von Wechselverkehrszeichen.
3 Verkehrsmanagement in Graz: Analysiert die aktuelle Verkehrssituation, die Struktur des Grazer Straßennetzes und die Auswirkungen der Einführung von Tempo 30 sowie die Verteilung der Verkehrsmittel.
4 Routenauswahl: Definiert die Hauptverkehrswege und analysiert mittels Verkehrsbeziehungen und Umfragen, welche Kriterien für die Routenwahl der Verkehrsteilnehmer maßgeblich sind.
5 Standorte der Wechseltextanzeigen: Entwickelt ein methodisches Ranking zur Standortbestimmung von Anzeigen und präsentiert drei Varianten für deren Umsetzung im Stadtgebiet.
6 Im Einsatz befindliche Systeme: Gibt einen Überblick über bestehende dynamische Verkehrsinformationssysteme in verschiedenen Städten (Dresden, Köln, München, Nürnberg, Hannover, Wien/NÖ) und europäischen Ländern.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und benennt notwendige Folgearbeiten für die Implementierung und Systemintegration.
Verkehrssystemmanagement, Wechseltextanzeigen, Routenwahlverhalten, Grazer Straßennetz, Verkehrsbeeinflussung, dynamische Wegweisung, Verkehrsstrommatrix, Stauvermeidung, Reisezeitoptimierung, Verkehrstelematik, Verkehrsmanagement, Standortranking, Verkehrsplanung, Individualverkehr, Verkehrsfluss.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Planung und Implementierung eines dynamischen Routeninformationssystems für die Stadt Graz, um den Verkehrsfluss durch moderne Wechseltextanzeigen zu verbessern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Verkehrsleittechnik, dem Standortmanagement von Anzeigetafeln, der Analyse von Verkehrsströmen sowie der Untersuchung des menschlichen Routenwahlverhaltens.
Das Ziel ist die Reduzierung von Reisezeiten und Staus durch die gezielte Information der Kraftfahrer über Alternativrouten und aktuelle Verkehrszustände im Grazer Straßennetz.
Neben einer Literaturanalyse der Verkehrsleittechnik wurde eine groß angelegte Umfrage zum Routenwahlverhalten durchgeführt und ein mathematisch basiertes Ranking-Verfahren für die Standortauswahl entwickelt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Verkehrssysteme, die Analyse der speziellen Grazer Verkehrsstruktur, die methodische Herleitung der Routenplanung sowie die Untersuchung bereits existierender Systeme in anderen Städten.
Wichtige Begriffe sind Verkehrssystemmanagement, Wechseltextanzeigen, Routenwahlverhalten, Verkehrsfluss, Stauvermeidung und Verkehrsmanagementzentrale.
Die Untersuchung zeigt, dass der Zeitfaktor bei der Wahl einer Route das entscheidende Kriterium ist. Dieses Wissen ist notwendig, um die Akzeptanz des Leitsystems bei den Autofahrern sicherzustellen.
Die Arbeit präsentiert drei verschiedene Ausbaustufen (Minimalvariante, Mittelweg, Idealfall), die es den Entscheidungsträgern ermöglichen, den Aufbau je nach verfügbarem Investitionsbudget schrittweise zu planen.
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