Diplomarbeit, 2001
60 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Rating als Kontroll- und Steuerungsinstrument
2.1 Begriffsdefinitionen des Rating
2.2 Das externe Rating
2.2.1 Bedeutung und Inhalt eines externen Rating
2.2.2 Die verschiedenen externen Ratingarten
2.3 Das interne Rating
2.3.1 Bedeutung und Inhalt eines internen Rating
2.3.2 Funktionen des internen Rating
2.4 Vor- und Nachteile in- und externer Ratingsysteme
2.5 Firmenkunden Rating am Beispiel der Dresdner Bank AG
2.6 Das Baseler Konsultationspapier vom Juni 1999 (Basel II)
2.6.1 Historie
2.6.2 Der Baseler Vorschlag vom Juni 1999
2.6.3 Kritikpunkte und offene Fragen aus Basel II
3 Empirische Untersuchung
3.1 Erläuterung der Vorgehensweise und Zielsetzung
3.2 Umfang der Untersuchung
3.3 Aufbau des Fragebogens
4 Auswertung der empirischen Untersuchung
4.1 Allgemeine Aussagen zum Kreditrating
4.1.1 Einsatz bankinterner Kreditratingsysteme
4.1.2 Die gerateten Kundensegmente
4.1.3 Einflussfaktoren eines bankinternen Kreditratingsystems
4.1.4 Kommunikation des Ratingergebnisses
4.1.5 Kostenberechnung beim bankinternen Kreditratingsystem
4.2 Einfluss des Rating auf die Kreditvergabepolitik
4.2.1 Eingruppierung der Kreditnehmer in Risikoklassen
4.2.2 Einfluss auf die Zins- und Konditionsgestaltung
4.2.3 Einfluss auf die Kreditentscheidung
4.2.4 Einfluss auf die Steuerbarkeit des Kreditportfolios
4.3 Einschätzungen zu Basel
4.3.1 Eigenkapitalunterlegung nach Bonität sinnvoll?
4.3.2 Stand der Vorbereitung auf Basel II
5 Interne Ratingverfahren und Basel II als Chance für Banken und Unternehmen
5.1 Im Blickfeld der Banken
5.2 Im Blickfeld der Unternehmen
5.3 Resümee und Ausblick
Die Arbeit untersucht den aktuellen Einsatz bankinterner Kreditratingsysteme in deutschen Kreditinstituten vor dem Hintergrund der neuen Eigenkapitalrichtlinien (Basel II). Ziel ist es, die interne Praxis zu analysieren, Vor- und Nachteile gegenüber externen Verfahren abzuwägen und Chancen sowie Herausforderungen der regulatorischen Anforderungen für Banken und Unternehmen herauszuarbeiten.
2.3.2 Funktionen des internen Rating
Die Funktionen und Aufgaben einer internen oder externen Ratinganalyse weisen keine wesentlichen Unterschiede auf. Die wichtigsten Funktionen werden im Folgenden erläutert:
Entscheidungskriterium im Kreditvergabeprozess (Informationsfunktion): Das interne Kreditrating stellt die Basis zur Bonitätsbewertung des Kunden dar. Zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit werden eine Vielzahl von qualitativen und quantitativen Kriterien herangezogen. Die Stärke des internen Rating liegt hierbei insbesondere in der Nutzung der Daten und Erfahrungen aus einer oftmals langjährigen Kundenverbindung. Aufgabe des Rating ist es, die Fülle an Informationen zu komprimieren und somit die Gruppierung der Kreditnehmer anhand eines nachvollziehbaren Beurteilungsverfahrens in Risikoklassen zu ermöglichen. Unter Beachtung der seitens der Bank festgelegten Kreditpolitik und Bonitätsanforderungen können die Ergebnisse des Rating im Rahmen der Kreditvergabe als Hilfsmittel oder auch als alleiniges Entscheidungskriterium herangezogen werden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Ratingverfahren infolge von Globalisierung, Wettbewerbsdruck und der neuen Baseler Eigenkapitalrichtlinie.
2 Rating als Kontroll- und Steuerungsinstrument: Dieses Kapitel definiert Rating als Instrument, vergleicht interne und externe Ansätze und erläutert die Grundlagen sowie die Baseler Anforderungen (Basel II).
3 Empirische Untersuchung: Hier wird das methodische Vorgehen der Befragung dargelegt, einschließlich der Zielsetzung, des Untersuchungsumfangs und des Fragebogenaufbaus.
4 Auswertung der empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse zur Nutzung interner Ratings, zu den angewandten Einflussfaktoren sowie deren Auswirkungen auf die Kreditvergabe und Risikosteuerung.
5 Interne Ratingverfahren und Basel II als Chance für Banken und Unternehmen: Das abschließende Kapitel diskutiert die durch Basel II entstehenden Chancen für die Marktteilnehmer und gibt ein Resümee sowie einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Basel II, bankinterne Ratingsysteme, Eigenkapitalrichtlinie, Kreditrisikomanagement, Bonitätsprüfung, Risikoklassen, Ausfallwahrscheinlichkeit, Kreditvergabepolitik, Portfoliosteuerung, Firmenkundenrating, Basel-Ausschuss, Risikogewichtung, Bankenaufsicht, Finanzierungskosten, Risikotransparenz
Die Arbeit analysiert die Bedeutung und Implementierung bankinterner Kreditratingsysteme in deutschen Kreditinstituten und untersucht deren Rolle unter den neuen regulatorischen Anforderungen von Basel II.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von internem zu externem Rating, der Einfluss der Baseler Beschlüsse auf die Eigenkapitalhinterlegung und die empirische Bestandsaufnahme der Rating-Praxis in Deutschland.
Das primäre Ziel ist es, die Inhalte interner Kreditratings zu erörtern und die Vor- sowie Nachteile dieser Verfahren kritisch zu beleuchten, um dem Leser die zunehmende Bedeutung dieser Systeme verständlich zu machen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer quantitativen empirischen Untersuchung, für die ein spezieller Fragebogen an verschiedene deutsche Kreditinstitute versandt wurde.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung von Ratingverfahren, der detaillierten Beschreibung der Baseler Anforderungen sowie der Auswertung der empirischen Daten zu Einsatz, Anwendung und Einschätzungen der Banken.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Basel II, interne Ratingsysteme, Bonitätsprüfung, Kreditrisikomanagement, Risikoklassen und Risikosteuerung charakterisieren.
Über 40% der Banken nutzen bereits Ratings für Privatkunden, wobei dies vor allem im Massengeschäft durch standardisierte Scoring- oder Ratingverfahren erfolgt, um Transparenz und Effizienz zu steigern.
Die Untersuchung zeigt, dass bei 29% der Institute das Rating direkten Einfluss auf die Konditionen hat, während es bei weiteren 41% zumindest als Unterstützung zur Konditionsgestaltung dient.
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