Masterarbeit, 2023
104 Seiten, Note: 1,0
1 Relevanz der Thematik
1.1 Nachhaltigkeit in der Gesellschaft
1.2 Zielsetzung und Fragestellung
1.3 Begründung der Methodenwahl
1.4 Aufbau der Arbeit
1.5 Abgrenzung und Relevanz
2 Herausfordernde Wirtschaft
2.1 Covid-19-Pandemie
2.1.1 Definition „Coronavirus“
2.1.2 Pandemie
2.1.3 Die Auswirkung der Pandemie auf den Kapitalmarkt
2.1.4 Fazit der pandemischen Situation
2.2 Die Ukraine-Krise
2.2.1 Auswirkungen der Ukraine-Krise auf die Finanzwelt
2.2.2 Politische Risiken und Konsequenzen
2.3 Inflationsverlauf in Deutschland
2.3.1 Definition von Inflation
2.3.2 Messung der Inflation anhand des Verbraucherpreisindex
2.3.2.1 Der Warenkorb
2.3.2.2 Das Wägungsschema
2.3.2.3 Harmonisierter Verbraucherpreisindex
2.4 Zinspolitik
2.4.1 Vor- und Nachteile von niedrigen Zinsen
2.4.2 Herausforderungen der Zinswende und Ausblick
3 Die Bedeutung von Nachhaltigkeit für Unternehmen und für die Gesellschaft
3.1 Nachhaltigkeit in der Geldanlage
3.1.1 Gesetzliche Regulierung der ESG-Anlage
3.1.2 Umsetzung in der Praxis
3.2 Grenzen von ESG
3.3 Greenwashing
4 Arten von Anlageformen
4.1 Geldwerte
4.2 Substanzwerte
4.3 Anleihen
4.4 Aktien
4.5 Investmentfonds
5 Aktueller Forschungsstand
5.1 Das Anlageverhalten privater Geldanleger
5.1.1 Asset-Allokation
5.1.2 Portfolioplanung / Strategie
5.1.3 Risikotoleranz
5.1.4 Risikotragfähigkeit
5.1.5 Persönliche Situation
5.2 Hypothesenformulierung
6 Empirische Untersuchung
6.1 Methodik und Vorgehensweisen
6.2 Stichprobe
6.3 Deskriptive Beschreibung der Strichprobe
6.4 Hypothesentestung
6.5 Interpretation der Ergebnisse im Zusammenhang
7 Zusammenfassung
7.1 Limitation
7.2 Ausblick
8 Literatur
Die Arbeit analysiert, ob privates Anlageverhalten durch krisenhafte Marktphasen wie die Covid-19-Pandemie und die Ukraine-Krise beeinflusst wird und in welche Richtung sich die Nachfrage nach nachhaltigen im Vergleich zu klassischen Geldanlagen entwickelt hat. Dabei wird untersucht, welche Faktoren die Anlageentscheidung privater Investoren maßgeblich beeinflussen und ob ein Trend hin zu ESG-konformen Investmentstrategien persistiert.
3.1.2 Umsetzung in der Praxis
Im Vorausgehenden wurden die Nachhaltigkeit im Gesamten und in Ergänzung dazu die rechtlichen Grundlagen beleuchtet. Hieraus ergibt sich die Fragestellung nach der Umsetzung in die Praxis. Der nachfolgende Abschnitt widmet sich der Klärung dessen, wie Unternehmen bzw. Firmen und Fondsgesellschaften agieren, um ESG-konforme Anlagen zu entwickeln. Grundlegend sind alle Assets in einer nachhaltigen Anlage erwerbbar. Das Grundprinzip sowie die Funktionen bzw. Rechte und Pflichten mit dem Erwerb eines Wertpapiers bleiben unverändert. Unterschiede gibt es nur im Sinne der Anlage, des Inhalts (etwa bei Aktien der Firmen) und der Ziele der Geldanlage. Die Formen bleiben aber dieselben wie bei klassischen Investments.
1 Relevanz der Thematik: Einführung in die Bedeutung der Nachhaltigkeit als gesellschafts- und wirtschaftspolitisches Megatrend-Thema sowie Darstellung der Forschungsfrage.
2 Herausfordernde Wirtschaft: Detaillierte Betrachtung der einflussnehmenden Krisenfaktoren wie Covid-19, Ukraine-Konflikt, Inflation und Zinspolitik auf das Wirtschaftsgeschehen.
3 Die Bedeutung von Nachhaltigkeit für Unternehmen und für die Gesellschaft: Definition von ESG und Sustainability sowie Erläuterung der verschiedenen Ansätze und Screening-Methoden bei der nachhaltigen Geldanlage.
4 Arten von Anlageformen: Systematisierung der verfügbaren Anlageklassen in Geld- und Substanzwerte sowie Erläuterung spezifischer Instrumente wie Anleihen, Aktien und Investmentfonds.
5 Aktueller Forschungsstand: Überblick über psychologische Faktoren, Asset-Allokation und Risikoprofile, die das Anlegerverhalten determinieren, sowie Aufstellung der Hypothesen.
6 Empirische Untersuchung: Methodische Beschreibung der Datenerhebung, Charakterisierung der Stichprobe sowie statistische Auswertung und Interpretation der Ergebnisse unter Berücksichtigung der Hypothesen.
7 Zusammenfassung: Reflexion der Limitationen der quantitativen Studie und ein Ausblick auf die zukünftige Relevanz von nachhaltigen Investments im Kontext des Marktvertrauens.
Nachhaltige Geldanlage, ESG-Kriterien, Kapitalmarkt, Anlegerverhalten, Covid-19-Pandemie, Ukraine-Krise, Inflation, Zinspolitik, Anlagestrategie, Diversifikation, Rendite, Risikotoleranz, EU-Taxonomie, Greenwashing.
Die Arbeit untersucht, wie sich das Anlageverhalten privater Investoren durch krisenhafte Rahmenbedingungen verändert hat und inwiefern sich das Interesse an nachhaltigen Geldanlagen (ESG) als Trend in der Finanzwirtschaft durchgesetzt hat.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Einflüsse externer Krisen, die theoretischen und gesetzlichen Grundlagen nachhaltiger Geldanlagen sowie die empirische Analyse der Motive und Präferenzen privater Anleger.
Die zentrale Fragestellung lautet, welche Art der Geldanlage, ob nachhaltiges oder klassisches Investment, Anleger nach Jahren der Krise bevorzugen und welche Faktoren diese Entscheidung maßgeblich beeinflussen.
Die Autorin nutzt einen quantitativen Forschungsansatz, basierend auf einer Online-Umfrage unter 246 Privatanlegern aus Deutschland, die statistisch mittels deskriptiver Statistik und Korrelationsanalysen ausgewertet wird.
Es werden globale Herausforderungen wie die Pandemie, der Ukraine-Krieg, Inflationsszenarien und Zinswende analysiert, gefolgt von einer tiefgehenden Erläuterung der nachhaltigen Anlagestrategien und der Funktionsweise von Screening-Verfahren.
Nachhaltige Investitionen, ESG, Portfolioanalyse, Krisenmanagement, Anlageverhalten privater Investoren und Marktpsychologie.
Die empirische Analyse konnte zeigen, dass kein positiver Zusammenhang zwischen einem hohen Bildungsgrad und der Anlagebereitschaft besteht, wohl aber eine Korrelation zwischen der monatlichen Sparrate und der Erfahrung des Anlegers.
Nein, die statistische Auswertung ergab, dass die Risikobereitschaft in der untersuchten Stichprobe nicht geschlechterabhängig ist.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine höhere Zufriedenheit im Hinblick auf die bisherige Performance der Geldanlage in Krisenzeiten die Wahrscheinlichkeit für nachhaltige Investmententscheidungen tendenziell erhöht.
Obwohl das Interesse an nachhaltigen Alternativen groß ist, bleibt die klassische Geldanlage aufgrund von Vertrauen und Sicherheitserwartungen ein wesentlicher Bestandteil der Portfolios, wobei die Informationsbeschaffung als Treiber für nachhaltige Anlagen identifiziert wurde.
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