Examensarbeit, 2023
97 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Forschungsstand
2.1 Trainingswissenschaftliche Grundlagen der Sprungkraft
2.1.1 Determinanten der Sprungkraft
2.1.2 Beanspruchte Muskulatur
2.1.3 Wachstumsbedingte Entwicklung der Sprungkraft
2.2 Sprungkrafttraining
2.3 Trainierbarkeit der (Sprung-)Kraft von Heranwachsenden
2.3.1 Risiken bei (Sprung-)Krafttraining während der Wachstumsphase
2.3.2 Effektivität von Krafttraining im Kindes und Jugendalter
2.4 Schulsportliches Training
2.4.1 Einordnung in den Lehrplan
2.4.2 Besonderheiten der schulsportlichen Rahmenbedingungen
2.4.3 Effektivität schulsportlichen Trainings
2.5 Zusammenfassung und Ableitung des Forschungsdesiderats
3 Methodik
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Motorische Tests
3.2.1 Jump and Reach-Test
3.2.2 Standweitsprung
3.2.3 Gütekriterien
3.3 Zeitlicher Rahmen
3.4 Durchführung
3.4.1 Übungsauswahl
3.4.2 Integration in den Unterricht
3.4.2.1 Integration in das Aufwärmprogramm
3.4.2.2 Sprungkraftübungen als eigener Teil der Sportstunde
3.4.2.3 Integration in Spielformen
3.4.2.4 Als Wetteinsatz und Disziplinierungsmaßnahme
3.5 Stichprobenbeschreibung und anthropometrische Daten
4 Forschungsergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.1.1 Jump and Reach-Test
4.1.2 Standweitsprung
4.1.3 Zusammenhang der motorischen Tests und Wachstum
4.2 Inferenzstatistik
4.2.1 Forschungshypothese
4.2.2 Unterschiedliche Leistungsentwicklung der Jahrgangsstufen
4.2.3 Unterschiedliche Leistungsentwicklung der Geschlechter
4.2.4 Einfluss der Anfangsleistung auf die Leistungsentwicklung
4.2.5 Einfluss der Größe auf die horizontale Sprungleistung
5 Diskussion der Ergebnisse
5.1 Geltung der Studienbefunde
5.2 Probleme und Störvariablen
5.3 Bedeutung der Befunde für den Forschungsstand
5.4 Fazit und Ausblick
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität eines in den Sportunterricht integrierten, spielerischen Sprungkrafttrainings für Schülerinnen und Schüler der Unterstufe an Gymnasien. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob ein solches Trainingsformat zu einer signifikanten Steigerung der Sprungkraft führt, ohne den regulären Unterricht durch zusätzlichen Zeitaufwand zu belasten.
1 Einleitung
Die menschliche Sprungkraft ist in nahezu jeder sportlichen Aktivität, vor allem in solchen, die Sprünge beinhalten, ein bedeutsamer Bestandteil der sportlichen Leistung (vgl. Oltmanns, 2012). Sowohl in leichtathletischen Disziplinen wie Hoch- und Weitsprung, in ästhetischen Sportarten wie Akrobatik oder Ballett als auch in Ballsportarten wie Volleyball, Basketball und Fußball stellt die Sprungkraft einen leistungsdeterminierenden Faktor dar. Der Fußballer Christiano Ronaldo erzielte beispielsweise ein Tor, indem er in einer Höhe von 2,56 Metern den Ball in das gegnerische Tor köpfte (vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2019). Die Blockhöhe des Volleyballers Georg Grozer bemisst etwa 3,45 Meter, wodurch er einen Angriffsschlag etwa einen Meter über der regulären Netzhöhe abwehren kann (vgl. Volleybox, 2023). Die Ergebnisse eines nachhaltigen Trainings der Sprungkraft resultieren jedoch nicht nur in herausragenden Sprunghöhen und -weiten. Durch den Einfluss der Sprungkraft auf die Abdruckkraft der Füße vom Boden wird sie unter anderem auch bei Sprints und raschen Richtungswechseln leistungswirksam (vgl. Sáez De Villarreal et al., 2012). Weiterhin ist ein ausreichendes Maß an Sprungkraft für das Erlernen bestimmter sportlicher Techniken, wie exemplarisch einem Salto, eine essenzielle Voraussetzung (vgl. Oltmanns, 2012). Daher ist Sprungkrafttraining ein wichtiger Bestandteil vieler verschiedener Sportarten und ist auch in Sportarten, die eine geringere Anzahl von Sprüngen beinhalten, entscheidend für den Leistungserfolg (vgl. McNeely & Sandler, 2010).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Sprungkraft im Sport ein, beleuchtet deren Relevanz für Nachwuchssportler und Sportunterricht und stellt die zentrale Fragestellung der Zulassungsarbeit vor.
2 Forschungsstand: Hier werden die trainingswissenschaftlichen Grundlagen der Sprungkraft, deren Trainierbarkeit bei Heranwachsenden, die Einordnung in den Schulsport sowie bisherige Studien zur Effektivität von Schulsport-Training erläutert.
3 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das Längsschnitt-Untersuchungsdesign mit Kontrollgruppe, die Anwendung motorischer Tests (Jump and Reach-Test, Standweitsprung) sowie die konkrete Durchführung der Trainingsintervention in den Klassen.
4 Forschungsergebnisse: Hier werden die gesammelten Daten aus dem Eingangs- und Ausgangstest deskriptiv dargestellt und die aufgestellten Hypothesen mittels inferenzstatistischer Analyseverfahren geprüft.
5 Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, in den aktuellen Forschungsstand integriert und Probleme sowie Störvariablen (wie z.B. passive Resistenz oder Stundenausfälle) erörtert.
6 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Aspekte der Arbeit, die Vorgehensweise und die zentralen Erkenntnisse kurz und prägnant zusammen.
Sprungkrafttraining, Schulsport, Unterstufe, Schnellkraft, Jump and Reach-Test, Standweitsprung, motorische Leistungsfähigkeit, Trainingsintervention, Wachstumsphase, Krafttraining, Gymnasialunterricht, Sportpädagogik, motorische Tests, Jugendliche
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von spielerischem Sprungkrafttraining, das direkt in den regulären Sportunterricht an Gymnasien für Klassen der Unterstufe integriert wird.
Die zentralen Felder sind die sportwissenschaftlichen Grundlagen der Sprungkraft, die motorische Entwicklung im Kindes- und Jugendalter sowie die praktischen Möglichkeiten, Trainingsinhalte effizient in den begrenzten Zeitrahmen des Schulsports einzubetten.
Das Hauptziel besteht darin zu prüfen, ob ein in den Schulsport integriertes Trainingsprogramm zu einer statistisch signifikanten Steigerung der Sprungleistung bei Kindern der 5. bis 7. Klasse führt.
Es wurde eine quantitative Längsschnittstudie mit einem Prä-Post-Kontrollgruppendesign durchgeführt, wobei die Sprungkraft durch zwei motorische Testformate operationalisiert wurde.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Darstellung der theoretischen Grundlagen, die Beschreibung der methodischen Durchführung (inklusive Sequenzplan und spezifischer Übungsformate) sowie die Auswertung und Diskussion der gewonnenen empirischen Daten.
Wichtige Begriffe sind Sprungkrafttraining, Schulsport, Jump and Reach-Test, Standweitsprung, motorische Leistungsfähigkeit und die Wachstumsphase bei Heranwachsenden.
Die Studie berücksichtigt das biologische Wachstum als einen limitierenden und gleichzeitig beeinflussenden Faktor, weshalb Wachstumsdaten erhoben wurden, um deren Korrelation mit den Sprungleistungen zu analysieren.
Die beiden Tests bilden unterschiedliche Dimensionen ab – Sprunghöhe (vertikal) und Sprungweite (horizontal) – um eine umfassendere Aussage über die Schnellkraft der Beinmuskulatur treffen zu können.
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