Masterarbeit, 2008
122 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Sozialarbeit
2.1 Was ist Sozialarbeit? Wer darf sich SozialarbeiterIn nennen?
2.2 SozialarbeiterInnen -Ausbildung, Fortbildung, Weiterbildung
2.2.1 Geschichte der Ausbildung in der Sozialen Arbeit in Österreich
2.2.2 Fort- und Weiterbildung
2.3 Nötige Grundhaltungen und Eigenschaften von SozialarbeiterInnen
2.4 Ansätze und Orientierungen in der Sozialen Arbeit
2.4.1 Ressourcenorientierung
2.4.2 Empowerment
2.4.3 Gesprächsführung als Teil Sozialer Arbeit
2.5 Gefahren, Schwierigkeiten, Herausforderungen in der Sozialen Arbeit
3 Mediation
3.1 Aufgaben und Anwendungsgebiete
3.1.1Grundannahmen des Mediationskonzeptes
3.2 Abgrenzung und Gemeinsamkeiten - Sozialarbeit/Mediation
3.3 Mediation in der Sozialen Arbeit
3.4 Ausbildungen Sozialarbeit/Mediation im Vergleich
3.5 Berufsbild des/der MediatorIn nach der Ausbildung
4 Mediation am Jugendamt
4.1 Aufgaben des Jugendamtes
4.1.1 Obsorge
4.1.2 Besondere Verfügungen bei Gefahr in Verzug §§ 215 ff ABGB
4.1.3 Unterhaltsrecht §§ 212 ff ABGB
4.2. Situation der öffentlichen Jugendwohlfahrt
4.3 Beispiel eines möglichen Einsatzes von Mediation am Jugendamt – Obsorgeregelung/Besuchsrechtsregelung
4.3.2 Mediation als Möglichkeit
4.4 Emotionale Erfahrungen der Kinder im Scheidungsprozess
4.5 Situation der Eltern
4.6 Obsorgeentscheidungen – Reaktion der Gerichte, Jugendamt
4.6.1 ABGB Besuchsbegriff
4.6.2 Aufgaben und Möglichkeiten von Pflegschaftsgericht, Jugendamt und Mediation
4.6.3 Kindschafts-Rechts-Änderungs-Gesetz 2001
4.6.4 Mitwirkung des Jugendamtes
4.6.5 Besuchsrechtsmediation
5 Empirischer Teil
5.1 Durchführung der Interviews
5.1.1 Ausführung
5.2 Die Teilnehmerinnen der Studie
5.3.1 Das Selbstverständnis der Interviewten
5.3.2 Mediationsausbildung der Teilnehmerinnen
5.3.3 Sozialarbeiterausbildung der Teilnehmerinnen
5.4 Interviews
5.4.1 Ergebnisse zu Fragen der Mediationspraxis
5.4.2 Sinn der Mediation am Jugendamt
5.4.3 Neutralität versus Auftrag des Jugendamtes
5.4.4 Arbeitssituation am Jugendamt
5.4.5 Verbesserung der Qualität der Sozialen Arbeit
5.4.6 Rolle der Kindeseltern am Jugendamt
5.4.7 Nachteile/Negatives der Mediationsausbildung
5.4.8 Nutzen der Mediation in der Jugendwohlfahrt?
6 Schlussfolgerungen, Resümee
Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Weise DiplomsozialarbeiterInnen in der öffentlichen Jugendwohlfahrt ihre erworbene Mediationsausbildung in den Berufsalltag integrieren. Das primäre Ziel besteht darin, die Nutzbarkeit mediativer Elemente und Techniken zur Lösung von Konflikten am Jugendamt, insbesondere im Kontext von Obsorge- und Besuchsrechtsregelungen, zu evaluieren.
4.4 Emotionale Erfahrungen der Kinder im Scheidungsprozess
Wenn Eltern sich trennen, tritt für Kinder eine massive Änderung ihres Lebensumfeldes auf, die zu Problemen führt.
Viele Eltern vertreten die Meinung, ihre Kinder zu schützen, in dem sie ihre Konflikte im Verborgenen austragen. Für die Kinder bedarf es aber keiner offenen Konfliktaustragung. Sie spüren die Spannung zwischen den Elternteilen und wissen, der „Haussegen hängt schief.“ Durch die Konflikte übertragen sich die Gefühle, Empfindungen und Spannungen unbewusst auf die Kinder, die gereizt, verunsichert und unruhig reagieren.
Wenn es zur Trennung kommt, bemühen sich Kinder häufig das zerbrochene Bild ihrer Familie zu retten, um den alten Zustand der Geborgenheit und Vertrautheit wieder herzustellen. Manche Kinder ändern ihr Verhalten, um besonders brav zu sein, andere werden sehr schwierig oder gar krank.
1 Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation des Autors und der Forschungsfrage bezüglich der Nutzbarkeit der Mediationsausbildung im Jugendamt.
2 Sozialarbeit: Überblick über das Berufsbild, die Ausbildung und grundlegende Ansätze sowie Herausforderungen in der Sozialen Arbeit.
3 Mediation: Theoretische Grundlagen der Mediation, deren Abgrenzung zur Sozialarbeit und eine Gegenüberstellung der jeweiligen Ausbildungen.
4 Mediation am Jugendamt: Analyse der Aufgaben des Jugendamtes, der rechtlichen Rahmenbedingungen bei Obsorge- und Besuchsrechtsentscheidungen sowie der Rolle der Mediation in diesem Kontext.
5 Empirischer Teil: Durchführung und Auswertung qualitativer Interviews mit SozialarbeiterInnen zu ihrer Mediationspraxis, dem Nutzen und den praktischen Hindernissen.
6 Schlussfolgerungen, Resümee: Synthese der Theorieergebnisse mit den empirischen Erkenntnissen und Fazit zur Relevanz von Mediation in der Jugendwohlfahrt.
Sozialarbeit, Jugendwohlfahrt, Mediation, Besuchsrecht, Obsorge, Konfliktregelung, Ausbildung, Jugendamt, Kindeswohl, Scheidung, Allparteilichkeit, Gesprächsführung, Ressourcenorientierung, Empowerment, qualitative Interviews.
Die Arbeit analysiert, wie SozialarbeiterInnen, die zusätzlich eine Ausbildung zum Mediator/zur Mediatorin absolviert haben, ihre Kompetenzen in der täglichen Arbeit beim Jugendamt einsetzen können.
Im Fokus stehen der Bereich der Jugendwohlfahrt, Konfliktlösung in Trennungs- und Scheidungssituationen, die Anwendung mediativer Techniken sowie die berufliche Identität von SozialarbeiterInnen.
Die Forschungsfrage lautet: (Wie) nutzen DiplomsozialarbeiterInnen, die in der öffentlichen Jugendwohlfahrt arbeiten, ihre Mediationsausbildung in ihrem beruflichen Alltag?
Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung, bei der die Erfahrungen und Meinungen von SozialarbeiterInnen anhand von narrativen Interviews erhoben und analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Sozialarbeit und Mediation, rechtliche Aspekte der Arbeit am Jugendamt und eine ausführliche Auswertung der durchgeführten Interviews.
Wichtige Schlagworte sind Soziale Arbeit, Mediation, Jugendamt, Kindeswohl, Besuchsrecht und berufliche Weiterbildung.
Die Arbeit betont, dass Mediation Neutralität und Freiwilligkeit voraussetzt, während das Jugendamt oft ein hoheitliches, parteiisches Mandat (Kindeswohlwahrung) ausübt, was die Anwendung einer "reinen" Mediation am Amt erschwert.
Der Zeitdruck wird als wesentliches Hindernis identifiziert, das eine tiefgehende mediative Bearbeitung von Konflikten in der Jugendwohlfahrt oft unmöglich macht, da das System auf Krisenintervention und kurzfristige Entscheidungen ausgelegt ist.
Die Befragten nutzen vor allem einzelne Gesprächstechniken und eine "mediative Haltung", um Beratungsgespräche effizienter zu führen, sehen jedoch kaum Möglichkeiten für die Durchführung kompletter Mediationsverfahren unter den aktuellen institutionellen Bedingungen.
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