Examensarbeit, 2009
146 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Heilpädagogik
2.1 Grundlagen und Ziele der Heilpädagogik
3 Das heilpädagogische Reiten und Voltigieren
3.1 Bestandteile des heilpädagogischen Reitens und Voltigierens
3.1.1 Das Pferd: Körperbau, Charakter und Ausrüstung in Bezug auf seine Eignung für das HPV und HPR
3.1.2 Der Reitlehrer oder Therapeut: pädagogische und psychische Aspekte
3.1.3 Die Umgebung: Stall, Halle, Außenplatz und zusätzliche Materialien
3.2 Ausbildungsweg zum Therapeuten: Voraussetzungen und Fortbildungen
3.3 Die Reitstunde
3.3.1 Theoretischer Ablauf einer Stunde: Verlaufsstruktur und Stundenplanung
3.3.2 Reitstunden in der Praxis
3.3.2.1 Darstellung einer Reitstunde von Frau S. (Etteln)
3.3.2.2 Darstellung einiger Reitstunden von Frau D., Frau R. und Frau K. (Rudolph Steiner Schule Schloss Hamborn)
3.3.2.3 Darstellung einiger Voltigierstunden beim Reit- und Fahrverein Paderborn
3.3.3 Erläuterung der verschiedenen Konzepte anhand der vorherigen Erfahrungen in der Praxis
3.3.4 Vergleich der verschiedenen Konzepte mit Beschreibung der Vor- und Nachteile
3.4 Reiten und Voltigieren in der Schule: Angebote und Fortbildungen
4 Eignung des heilpädagogischen Reitens und Voltigierens für Kinder
4.1 Psychologische und physiologische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
4.2 Auswirkungen des HPV und HPR auf die Körperwahrnehmung
4.3 Psychomotorisch orientierte Förderung mit Hilfe des HPR und HPV
4.4 Die motorische Entwicklung der Kinder und Jugendlichen anhand der vorherigen Praxisbeispiele
5 Schlussbemerkung
Die Arbeit untersucht, wie therapeutisches Reiten und Voltigieren gezielt eingesetzt werden können, um motorische Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen zu fördern und deren persönliche Entwicklung zu stabilisieren. Im Fokus steht dabei die heilpädagogische Arbeit in unterschiedlichen Praxisumgebungen.
3.1.1 Das Pferd: Körperbau, Charakter und Ausrüstung in Bezug auf seine Eignung für das HPV und HPR
Von besonderer Bedeutung für den Erfolg des HPV und HPR ist die Auswahl eines geeigneten Therapiepferdes. Das DKThR ist der Meinung, dass es ohne das besonders vorgebildete Pferd nicht möglich wäre, diese therapeutische Arbeit anzubieten. Diesen Standpunkt vertritt ebenfalls Gäng (2004). Nach ihrer Aussage ist das Pferd das Bindeglied zwischen dem Therapeuten und dem Kind. Mit Hilfe des Pferdes kann der Therapeut erst den nötigen Kontakt mit dem Kind für das HPV oder HPR herstellen. Dem Pferd wird daher eine wichtige Rolle zugesprochen.
Damit sich ein Pferd für das HPV oder HPR eignet, muss es laut FN und DKThR bestimmte charakterliche Eigenschaften sowie körperliche Voraussetzungen mitbringen. Als Erstes gehört dazu das Exterieur. Als Exterieur bezeichnet man beim Pferd die äußeren Merkmale, welche den Körperbau und die Statur des Pferdes einschließen (vgl. Anhang: Das Exterieur eines Pferdes; S. 104 ff). Das Exterieur des Pferdes sollte nach Auffassung der FN und des DKThR keine gravierenden Mängel aufweisen, wie zum Beispiel eine schiefe Hüfte oder Fehlstellungen an den Beinen. Dies würde das Tier bei der fortlaufenden Arbeit beeinträchtigen und wahrscheinlich zu einer dauerhaften Einschränkung in vielen Bereichen führen. Ebenfalls sollte darauf geachtet werden, dass zum therapeutischen Reiten und Voltigieren Pferde oder Ponys von kleinerer Statur ausgewählt werden.
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Arbeit, die sich auf das heilpädagogische Voltigieren und Reiten (HPVR) als Teilbereich der Heilpädagogik konzentriert.
2 Heilpädagogik: Erläuterung der Grundlagen und Ziele der Heilpädagogik, die als theoretisches Fundament für die heilpädagogische Förderung mit dem Pferd dienen.
3 Das heilpädagogische Reiten und Voltigieren: Umfassende Analyse der Bestandteile des HPVR, der therapeutischen Arbeitsweise, der Ausbildung des Fachpersonals sowie detaillierte Praxisberichte und ein Konzeptvergleich.
4 Eignung des heilpädagogischen Reitens und Voltigierens für Kinder: Darstellung der physiologischen und psychologischen Wirkmechanismen des HPVR auf die kindliche Entwicklung und die motorischen Fähigkeiten.
5 Schlussbemerkung: Zusammenfassendes Fazit über die Effektivität des HPVR als pädagogisches und therapeutisches Mittel zur individuellen Entwicklungsförderung.
Heilpädagogisches Reiten, Heilpädagogisches Voltigieren, HPVR, Pferd als Medium, motorische Entwicklung, psychomotorische Förderung, therapeutische Ausbildung, Körperwahrnehmung, Persönlichkeitsentwicklung, Behindertensport, Kindesentwicklung, Bewegungsdialog, integrative Pädagogik, Reittherapie, motorisches Lernen.
Die Arbeit befasst sich mit der heilpädagogischen Förderung von Kindern und Jugendlichen durch den gezielten Einsatz von therapeutischem Reiten und Voltigieren (HPVR).
Die Arbeit behandelt die Voraussetzungen für die therapeutische Arbeit mit Pferden, die pädagogischen Aspekte der Ausbildung von Therapeuten sowie die Auswirkungen auf die körperliche und psychische Entwicklung der Klienten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch das Medium Pferd und eine professionelle therapeutische Gestaltung der Reitstunden gezielte Hilfen zur Verbesserung der physischen und psychischen Konstitution sowie der Persönlichkeitsstabilisierung von Kindern und Jugendlichen geleistet werden können.
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung der heilpädagogischen Grundlagen sowie auf eigene Hospitationen und Praxisbeobachtungen in drei verschiedenen therapeutischen Einrichtungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Heilpädagogik, Anforderungen an das Pferd und den Therapeuten, Infrastruktur) und eine umfangreiche Auswertung praktischer Fallbeispiele aus unterschiedlichen therapeutischen Settings.
Typische Schlüsselbegriffe sind HPVR, Körperwahrnehmung, motorisches Lernen, Therapeutische Beziehung, Fördermaßnahmen, sowie psychomotorische Entwicklung.
Die Umgebung spielt eine entscheidende Rolle für die Sicherheit und den positiven Verlauf der Therapie. Sie muss so gestaltet sein, dass sie keine Verletzungsrisiken birgt und eine ruhige, reizarme oder zweckmäßige Atmosphäre bietet, die den Fokus auf die Arbeit mit dem Pferd ermöglicht.
Im Vergleich zu den familiär ausgerichteten Ansätzen in Etteln und Schloss Hamborn liegt der Fokus beim Reitverein Paderborn stärker auf einer sportlich-leistungsorientierten Bewegungsschulung und Voltigiertechnik in größeren Gruppen.
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