Fachbuch, 2010
14 Seiten
1. Worum geht es ?
2. Planung der Vorgehensweise und Vorraussetzungen
3. Gefahrenpotenziale und Schlussfolgerungen daraus
4. Mögliche Sicherungsmaßnahmen
Die Publikation adressiert die Risiken und notwendigen Prüfungsansätze bei kostenlosen Lieferungen im Industriebetrieb unter Verwendung von SAP-Systemen, um dolose Handlungen aufzudecken und Prozesssicherheit zu gewährleisten.
1. Worum geht es ?
Das Augenmerk der meisten Prüfungen im Bereich der Fakturierung richtet sich ausschließlich auf den Prozess der Rechnungserstellung, die Korrektheit der einzelnen Rechnungspositionen, den zugehörigen Zahlungseingang, sowie etwaige Gutschriften oder Stornos.
Es wird dabei leicht übersehen, dass es auch Lieferungen an Kunden geben kann, die aufgrund ihrer Auftragsart erst gar nicht zu einer Fakturierung führen. Neben dem reinen Wertvolumen solcher Lieferungen (hier dürfte es die eine oder andere Überraschung geben), ist für den Prüfer auch von Interesse, ob - und wenn ja - wie diese Buchungen organisatorisch geregelt sind und wer im Unternehmen die Berechtigung für diese Buchungen hat (auch hier drohen wieder Überraschungen).
Solche Buchungen sind nicht unüblich und es wird sie daher in den meisten Firmen geben (Versand von Mustern, Gewährleistungs- und Garantiesendungen, Werbesendungen etc.). Allerdings können derartige Lieferungen auch dolosen Charakter haben, insbesondere dann, wenn sie nicht einer regelmäßigen Kontrolle unterliegen. Eine ungewöhnliche Häufung kostenloser Lieferungen, zum Beispiel beim Projektgeschäft, kann wiederum ein Indiz für Abwicklungs- und Vertragsprobleme mit Unterlieferanten sein.
1. Worum geht es ?: Dieses Kapitel definiert den Prüfungsgegenstand kostenlose Lieferungen und weist auf das Potenzial für dolose Handlungen sowie die Notwendigkeit einer regelmäßigen Kontrolle hin.
2. Planung der Vorgehensweise und Vorraussetzungen: Es wird erläutert, wie SAP-Transaktionen zur Identifikation und Auswertung kostenloser Lieferungen genutzt werden können, inklusive der Ermittlung von Materialwerten.
3. Gefahrenpotenziale und Schlussfolgerungen daraus: Dieses Kapitel analysiert spezifische Manipulationsgefahren, wie die Nutzung von Dummy-Nummern und unzureichende Berechtigungsstrukturen, und beleuchtet die steuerlichen Risiken von Mindermengenlieferungen.
4. Mögliche Sicherungsmaßnahmen: Es werden konkrete Handlungsempfehlungen gegeben, um Prozesse zu standardisieren, Berechtigungen einzuschränken und eine wirksame Überwachung durch SAP-Queries zu etablieren.
Kostenlose Lieferungen, Revisionsprüfung, SAP-Transaktion, Fakturierung, Dolose Handlungen, Compliance, Materialstamm, Berechtigungskonzept, Dummy-Nummern, Ergebnisrechnung, Umsatzsteuergesetz, Interne Revision, Prozessüberwachung, Bestandsbewegung, Risikomanagement.
Die Arbeit behandelt die Herausforderungen und Prüfungsansätze bei kostenlosen Lieferungen in Industriebetrieben, die im normalen Fakturierungsprozess oft untergehen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Identifikation von Manipulationsrisiken, der Nutzung von SAP-Daten zur Prozessprüfung und der Implementierung effizienter Kontrollmechanismen.
Das Ziel ist es, Praktikern im Revisionsumfeld Werkzeuge und Methoden an die Hand zu geben, um kostenlose Lieferungen systematisch auf Unregelmäßigkeiten oder Missbrauch zu prüfen.
Die Autoren fokussieren sich auf die datengestützte Analyse mittels SAP-Standardtransaktionen (wie VA05 und SE16) sowie die Verknüpfung von Daten zur Preis- und Mengenauswertung.
Der Hauptteil gliedert sich in die technische Planung der Datenauswertung, die Identifikation von Gefahrenpotentialen wie Dummy-Nummern sowie die steuerlichen und ergebniswirksamen Auswirkungen unvollständiger Lieferungen.
Zentrale Begriffe sind Revisionsprüfung, kostenlose Lieferungen, SAP-Analysen, Compliance und Manipulationsprävention.
Bei fehlerhafter Fakturierung oder unvollständigen Lieferungen kann es zu Diskrepanzen zwischen der deklarierten Menge/Leistung und dem tatsächlichen Warenverkehr kommen, was das Umsatzsteuergesetz (§ 14 UStG) tangiert.
Da die Auftragsliste den Preis nicht direkt ausgibt, schlagen die Autoren eine Verknüpfung der Materialnummern aus dem Auftrag mit dem Standardpreis aus der SAP-Tabelle MBEW vor.
Dummy-Nummern können dazu genutzt werden, hochwertige Produkte als vermeintliche Werbemittel oder Prospekte zu deklarieren, um sie ohne systemseitige Bestandsbewegung zu versenden.
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