Diplomarbeit, 2009
128 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Markt und Anwendung von Kleinwindkraftanlagen
2.1 Einteilung von Kleinwindkraftanlagen
2.1.1 Rotortyp
2.1.2 Rotordurchmesser
2.1.3 Mechanisch-elektrischer Triebstrang
2.1.4 Aerodynamische Leistungsregelung
2.1.5 Einteilung nach Größenklassen
2.2 Recherche der aktuellen Marktsituation
2.2.1 Quellen für die Marktrecherche
2.2.2 Statistische Analyse der Anlagenmodelle
2.3 Beispiele für typische Anlagen
2.3.1 Batterielader der Micro-Klasse: Air X
2.3.2 1,4 kW-Anlage zur Haushaltsunterstützung: Passaat
2.3.3 Anlage zur Haushaltskomplettversorgung: Antaris 5,0 kW
2.3.4 Eine moderne Vertikalachsenanlage: qr5
2.3.5 Eine gewerbliche Anlage mit 35 kW: PGE 20/35
2.4 Sonderbauformen
2.4.1 Savonius-Rotoren
2.4.2 Schleifenförmige Horizontalachsen-Rotoren
2.4.3 Turbinen mit Windenergie-Konzentratoren
2.4.4 Weitere Sonderbauformen
2.5 Anlagen-Gesamtkonzepte und Einsatzbeispiele
2.5.1 Batterielader
2.5.2 Wind/Diesel-Inselnetze
2.5.3 Systeme zur Heizungsunterstützung
2.5.4 Systeme zum Wasserpumpen
2.5.5 Netzeinspeisung
2.5.6 Anlagen zur Dachmontage
3 Technik von Groß- und Kleinanlagen im Vergleich
3.1 Rotor
3.1.1 Propellertyp
3.1.2 Darrieus-Rotor
3.1.3 H-Rotor
3.1.4 Savonius-Rotor
3.2 Generator
3.2.1 Gleichstrommaschine
3.2.2 Fremderregte Synchronmaschine
3.2.3 Permanenterregte Synchronmaschine
3.2.4 Asynchronmaschine
3.2.5 Zusammenfassung
3.3 Lastanpassung
3.3.1 Mechanische Lastanpassung
3.3.2 Maximum Power Point Tracking
3.3.3 Lastanpassung ohne MPPT-Verfahren
3.4 Netzeinspeisewechselrichter
3.4.1 Ausgangsspannung
3.4.2 Inselbildungsschutz (ENS)
3.4.3 MPPT
3.4.4 Spannungsfestigkeit
3.4.5 Drehzahlbegrenzung
3.4.6 Stand-By-Betrieb
3.4.7 Galvanische Trennung
3.5 Aerodynamische Leistungsregelung
3.5.1 Pitch-Regelung
3.5.2 Aktive Stall-Regelung
3.5.3 Passive Stall-Regelung
3.5.4 Aus-dem-Wind-Drehen
3.5.5 Anlagen ohne aerodynamische Leistungsbegrenzung
3.6 Windrichtungsnachführung
4 Wirtschaftlichkeit
4.1 Standortwahl
4.1.1 Vorgangsweise bei Großanlagen
4.1.2 Vorgangsweise bei Kleinanlagen
4.1.3 Micrositing
4.2 Ertragsprognose
4.2.1 Leistungskurve
4.2.2 Häufigkeitsverteilung der Windgeschwindigkeiten
4.2.3 Berechnung des Jahresertrags
4.3 Stromgestehungskosten
4.3.1 Investitionskosten
4.3.2 Lebensdauer
4.3.3 Zinssatz
4.3.4 Volllaststundenzahl
4.3.5 Berechnung der Stromgestehungskosten und Sensitivitätsanalyse
4.3.6 Vergleich mit Einspeisetarifen
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die zentralen Aspekte des Betriebs von Kleinwindkraftanlagen zu bieten, da hierzu bisher kaum wissenschaftliche Literatur existiert. Es wird untersucht, wie sich diese Anlagen technisch und wirtschaftlich von Großanlagen unterscheiden und welche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Nutzung entscheidend sind.
2.4 Sonderbauformen
Neben den beiden wichtigsten Bauformen von Kleinwindkraftanlagen – dem Propellertyp mit 2 bis 4 Rotorblättern und dem vertikalachsigen H-Rotor –, die im vorangegangenen Abschnitt ausführlich besprochen wurden, gibt es am Markt auch eine Menge an Sonderbauformen. Teilweise handelt es sich dabei um Verbesserungen oder Abwandlungen der bewährten Bauformen, teilweise um vollständige Neuentwicklungen oder kuriose Erfindungen. Gab es schon bei den bewährten Typen das Problem, dass die Hersteller häufig zu große Versprechungen machen, so trifft das erst recht bei den Sonderbauformen zu. Kaum eine Hersteller-Website verzichtet auf vollmundige Werbeversprechungen, in denen von „revolutionären Funktionsprinzipien“, „8-facher Leistung gegenüber konventionellen Anlagen“ usw. die Rede ist. Offensichtlich kennen viele Entwickler die einfachsten physikalischen Prinzipien, wie z.B. das Betzsche-Gesetz nicht oder ignorieren sie absichtlich, unter Ausnutzung des mangelnden Wissens der potentiellen Käufer, die ja in der Regel Laien sind.
In Wahrheit können im besten Fall nur knapp 60 % der dargebotenen Energie dem Wind entnommen werden, und sei die Anlage noch so raffiniert – das Betzsche Gesetz trifft keine Voraussetzungen über den verwendeten Rotor und ist daher allgemein gültig. Moderne Windkraftanlagen, zumindest im Multimegawatt-Bereich, kommen bereits sehr nahe an diese 60 %-Grenze heran. Sie sind alle Propeller-Typen mit 3 Rotorblättern. Warum sollte daher eine neue Bauform so revolutionär sein?
Bei näherer Betrachtung ist das Ganze allerdings differenzierter zu sehen: Tatsächlich interessiert im Allgemeinen nicht der Betzsche Leistungsbeiwert oder der Gesamtwirkungsgrad der Anlage, sondern in erster Linie die Wirtschaftlichkeit, also die möglichst kostengünstige Stromerzeugung. Hat eine Anlage einen vielleicht etwas geringeren Wirkungsgrad, dafür aber beispielsweise geringere Investitionskosten oder eine längere Lebensdauer, so ist ihr in der Regel der Vorzug zu geben.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Kleinwindkraftanlagen ein, grenzt diese begrifflich von Großanlagen ab und begründet die Notwendigkeit der vorliegenden Arbeit aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Literatur.
2 Markt und Anwendung von Kleinwindkraftanlagen: In diesem Kapitel wird der aktuelle Markt analysiert, verschiedene Anlagentypen, Sonderbauformen und spezifische Einsatzbeispiele wie Batterieladung oder Netzeinspeisung detailliert vorgestellt.
3 Technik von Groß- und Kleinanlagen im Vergleich: Dieser Abschnitt bietet einen fundierten technischen Vergleich der Komponenten (Rotor, Generator) und Regelungsverfahren, mit besonderem Fokus auf Lastanpassung und die spezifischen Anforderungen an Netzeinspeisewechselrichter.
4 Wirtschaftlichkeit: Hier erfolgt eine ökonomische Untersuchung, die sich mit der Standortwahl, der Prognose von Erträgen und der Berechnung von Stromgestehungskosten auseinandersetzt, um die Wirtschaftlichkeit der Kleinwindkraft gegenüber konventionellen Alternativen zu bewerten.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont den Innovationsbedarf bei kleinen Anlagen und unterstreicht, dass die ökonomische Rentabilität derzeit oft noch von Förderungen abhängt.
Kleinwindkraftanlagen, Windenergie, Marktanalyse, Rotortyp, Generator, Lastanpassung, Maximum Power Point Tracking, MPPT, Netzeinspeisung, Wirtschaftlichkeit, Stromgestehungskosten, Standortwahl, Ertragsprognose, Inselbetrieb, Windrichtungsnachführung
Die Arbeit behandelt den Betrieb von Kleinwindkraftanlagen und beleuchtet deren aktuelle Marktsituation, technische Spezifikationen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Die Arbeit gliedert sich in drei Hauptfelder: Die Analyse des Anbietermarktes, die detaillierte Beschreibung technischer Komponenten sowie die ökonomische Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Kleinwindkraftanlagen.
Das Ziel ist es, eine Wissensgrundlage zu schaffen, da für Kleinwindkraftanlagen im Gegensatz zu Großanlagen bisher nur sehr wenig wissenschaftliche Literatur existiert.
Die Arbeit basiert im Wesentlichen auf einer umfangreichen Literaturrecherche und einer Analyse des aktuellen Stands der Technik sowie der Marktsituation im Jahr 2009.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den technischen Unterschieden zwischen Groß- und Kleinanlagen, Regelungsverfahren für die Lastanpassung und den Herausforderungen bei der Netzeinspeisung.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Kleinwindkraftanlagen, Wirtschaftlichkeit, Lastanpassung, MPPT und Netzeinspeisung charakterisiert.
Die Dachmontage führt häufig zu Geräuschbelästigungen durch mechanische Vibrationen, die sich als Körperschall im Gebäude ausbreiten, sowie zu turbulenten Windverhältnissen, die den Energieertrag negativ beeinflussen.
Solarwechselrichter sind auf die langsamen Zeitkonstanten der Sonneneinstrahlung ausgelegt, während die schnelle Dynamik bei Windböen eine deutlich leistungsfähigere und spezifisch auf Windkraft abgestimmte Regelung erfordert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

