Bachelorarbeit, 2020
57 Seiten, Note: 1,0
1. Empirische Befunde von Zusammenhängen bezüglich Armut und Gesundheit
1.1. Empirische Ergebnisse zur Mortalität
1.1.1. Zusammenhang zwischen Schulbildung, Lebenserwartung und Gesundheit
1.1.2. Beruflicher Status und Mortalität
1.1.3. Zusammenhang zwischen Einkommen, Gesundheit und Lebenserwartung
1.2. Empirische Ergebnisse zur Morbidität
1.2.1. Herzkreislauf-Erkrankungen
1.2.2. Diabetes mellitus
1.2.3. Krebserkrankungen
1.2.4. Allergien
1.2.5. Atemwegserkrankungen
1.2.6. Psychische Morbidität
1.3. Empirische Ergebnisse zu Gesundheitsbelastungen
1.3.1. Rauchen
1.3.2. Übergewicht
1.3.3. Alkoholkonsum
1.3.4. Belastungen durch die Arbeitsbedingungen
1.3.5. Belastungen durch die Wohnbedingungen
2. Handlungserfordernisse einer integrierten Strategieentwicklung
2.1. Gesundheitliche Ungleichheiten im Lebenslauf
2.1.1. Frühe Weichenstellung im Kindes- und Jugendalter
2.1.2. Ausdifferenzierung im mittleren Lebensabschnitt
2.1.3. Fortsetzung bis ins hohe Alter
2.1.4. Fazit
2.2. Soziale Ungleichheit in der gesundheitlichen Versorgung
2.3. Folgerungen für die Politik
3. Ansatzpunkte einer integrierten Strategieentwicklung
3.1. Primärprävention zur Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen
3.1.1. Primärprävention als Strategie zur Verminderung gesundheitlicher Ungleichheit
3.1.2. Merkmale von Präventionsprogrammen
3.1.3. Praktische Ausführung von präventiven Maßnahmen
3.1.4. Wirksamkeitsbestimmung und Qualitätssicherung
3.2. Evidenzbasierte Politikgestaltung zur Überwindung gesundheitlicher Ungleichheit
3.2.1. Ansatzpunkte der Sozial- und Wirtschaftspolitik
3.2.2. Ansatzpunkte der Bildungspolitik
3.2.3. Ansatzpunkte der Gesundheitspolitik
3.3. Kooperationsverbund zur Realisierung der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten in Deutschland
3.3.1. Vorbereitung einer nationalen Strategie für eine Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten in Deutschland
3.3.2. Aufbau des Kooperationsverbundes zur Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten
3.3.3. Dokumentation vorhandener Maßnahmen
3.3.4. Verstärkung von Kooperation und Vernetzung
4. Ausblick
Die Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Armut, sozialen Faktoren und gesundheitlicher Ungleichheit in Deutschland mit dem primären Ziel, Strategien für eine integrierte Politikgestaltung zu entwickeln, um Lebensbedingungen und Gesundheitschancen für alle BürgerInnen anzugleichen.
1.1.1. Zusammenhang zwischen Schulbildung, Lebenserwartung und Gesundheit
Unterschiede in der Lebenserwartung können besonders ausdrucksvoll durch Gegensätze in der Mortalität veranschaulicht werden. So gibt es eine Studie, welche über den Zusammenhang zwischen Bildung und Lebenserwartung berichtet. Diese Studie stützt sich auf den Daten eines sozio-ökonomischen Panels (vgl. ebd. S. 15). 1984 hat man das Panel mit einer Befragung von ca. 12.000 Personen aus den alten Bundesländern gestartet. Dies war eine repräsentative Stichprobe von Personen ab dem 16. Lebensjahr. Jedes Jahr werden die gleichen Personen erneut interviewt. Damit kann man in dem Rahmen der jährlichen Kontaktaufnahme die Daten aktualisieren. Beispielsweise wird auch notiert, ob ein Teilnehmer zwischenzeitlich verstorben ist. In der ersten Befragung lassen sich Differenzen in der Mortalität und damit auch in der Lebenserwartung nach sozi-ökonomischen Merkmalen berechnen, weil es dort Angaben zur Ausbildung, zum Beruf und zum Einkommen gibt. Nach den dort ermittelten Befunden stellt sich heraus, dass Männer ohne Abitur ab dem 16. Lebensjahr eine um 3,3 Jahre kürzere Lebenserwartung aufweisen als Männer mit Abitur. Bei den Frauen gibt es sogar einen höheren Unterschied. Diese Differenz beträgt 3,9 Jahre (vgl. Klein 1996, S. 366ff.).
Dementsprechend gibt es eine kontinuierliche Weiterführung in der Datenerhebung im sozio-ökonomischen Panel, weil bisher noch keine aktuelleren Analysen über den Zusammenhang zwischen Bildung und Mortalität vorliegen. Man kann dennoch davon ausgehen, dass sich in den nächsten Jahren wenig am Zusammenhang zwischen Bildung und Mortalität ändern wird. Daher haben ältere Daten noch immer eine starke Gewichtung in der Aussage über heutige Problemlagen (vgl. Mielck 2005, S. 16).
1. Empirische Befunde von Zusammenhängen bezüglich Armut und Gesundheit: Das Kapitel liefert eine detaillierte Analyse der Zusammenhänge zwischen dem sozio-ökonomischen Status und gesundheitlichen Indikatoren wie Mortalität, Morbidität und spezifischen Gesundheitsbelastungen.
2. Handlungserfordernisse einer integrierten Strategieentwicklung: Hier wird der Bedarf für politische Strategien zur Verminderung gesundheitlicher Ungleichheit aufgezeigt, wobei besonders der Lebenslaufansatz und die soziale Ungleichheit in der Versorgung diskutiert werden.
3. Ansatzpunkte einer integrierten Strategieentwicklung: Dieses Kapitel erörtert konkrete Interventionsmöglichkeiten, von der Primärprävention über evidenzbasierte Politikgestaltung bis hin zur Bedeutung von Kooperationsverbünden bei der Gesundheitsförderung.
4. Ausblick: Der Ausblick fasst die zentralen Herausforderungen zusammen und fordert eine kooperative Weiterentwicklung von Politik und Wissenschaft, um soziale Ungleichheit effektiv zu reduzieren.
Armut, Gesundheit, soziale Ungleichheit, Mortalität, Morbidität, Prävention, Lebenslaufansatz, Bildung, politisches Handeln, Gesundheitsförderung, sozio-ökonomischer Status, Gesundheitschancen, soziale Sicherungssysteme, Integrierte Strategieentwicklung, gesundheitliche Versorgung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Schnittstelle von sozialer Ungleichheit, Armut und deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen in Deutschland.
Schwerpunkte sind empirische Befunde zur gesundheitlichen Situation in unterschiedlichen Bevölkerungsschichten, die Auswirkungen von Arbeits- und Wohnbedingungen sowie politische Strategieansätze zur Gesundheitsförderung.
Das primäre Ziel ist es, Ansatzpunkte für eine integrierte Strategieentwicklung zu identifizieren, die dazu beitragen kann, gesundheitliche Chancengleichheit für alle BürgerInnen zu erreichen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender empirischer Studien und Berichterstattungen, um Zusammenhänge zwischen sozialen Faktoren und Gesundheit zu belegen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung empirischer Befunde, die Erörterung von Handlungserfordernissen für die Politik sowie die Beschreibung konkreter (präventiver) Ansatzpunkte für eine integrierte Strategieentwicklung.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Armut, soziale Ungleichheit, Gesundheit, Primärprävention und gesundheitliche Chancengleichheit aus.
Da der sozio-ökonomische Status maßgeblich die Lebenserwartung und die Anfälligkeit für Krankheiten beeinflusst, ist die Reduktion dieser Ungleichheit eine gesamtgesellschaftliche und politische Notwendigkeit.
Sie fungiert als ein wesentliches Instrument, um präventiv auf gesundheitliche Gefahren zu reagieren und durch gezielte Programme in Lebenswelten (z.B. Schulen, Betriebe) Belastungen abzubauen.
Er dient dazu, verschiedene Akteure auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zu vernetzen, um eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Gesundheitsförderung für sozial benachteiligte Gruppen in Deutschland sicherzustellen.
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