Bachelorarbeit, 2009
34 Seiten, Note: 1.0
1.0 Einleitung
2.0 Elke Heidenreich und der Bruch mit dem ZDF
3.0 Lesen! im ZDF. Eine Analyse
3.1 Der Anfang
3.2 Buchvorstellungen ohne Gast
3.3 Buchvorstellungen mit Gast
4.0 Lesen! im Internet. Eine genaue Analyse.
4.1 Der Anfang
4.2 Buchvorstellungen ohne Gast
4.3 Buchvorstellungen mit dem Gast
4.4 Lesen! Das Buch der Woche
5.0 Lesen! im Vergleich
6.0 Lesen! Lob, Kritik und Satire
6.1 Pro Heidenreich
6.2 Contra Heidenreich
6.3 Satire
7.0 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Literatursendung "Lesen!" von Elke Heidenreich vom traditionellen Medium Fernsehen hin zur digitalen Plattform im Internet. Ziel ist es, die konzeptionellen und gestalterischen Unterschiede der Literaturvermittlung in beiden Medienformaten aufzuzeigen und die Auswirkungen des Wechsels auf die Präsentation sowie die Rezeption der Sendung zu analysieren.
3.1 Der Anfang
Die Sendung beginnt mit einem Intro, in dem Elke Heidenreich durch sanfte Einblendungen zu sehen ist, während sich der Schriftzug lesen! zusammensetzt. Dazu läuft die charakteristische Erkennungsmusik von der Band „Element of Crime“. Es folgt schließlich eine Überblendung zur Kölner Kinderoper und Applaus setzt ein. Eine Tiefenmontage mit Fixierung auf Heidenreich, die sich am anderen Ende des Raumes befindet, filmt das klatschende Publikum, das links und rechts von der Kamera sitzt. Nach einer weiteren Überblendung zu Heidenreich, die nun frontal und aus mittlerer Nähe gefilmt wird, d.h. man sieht nicht nur die Moderatorin, sondern auch den Tisch, an dem sie sitzt, folgt ein Zoom, so dass sich das Bild nun nur mehr auf die Moderatorin konzentriert. Heidenreich erklärt wie immer das aktuelle Bühnenbild der Kinderoper, woraufhin ein harter Schnitt folgt und eine Totale von der Seite gezeigt wird. Die Seitenkamera zoomt das Bühnenbild heran, wobei die Moderatorin aus dem Bild verschwindet, ihre Stimme jedoch weiterhin im Off zu hören ist. Es folgt wieder eine sanfte Überblendung zur Frontalkamera, die auf Heidenreich gerichtet ist.
Nun wird am unteren Bildschirmrand eine Informationszeile eingeblendet, die nicht nur den Namen der Sendung enthält, sondern in diesem konkreten Falle auch Elke Heidenreich namentlich vorstellt, während sie weiterhin zur Kamera spricht. Die Informationsleiste wird wieder ausgeblendet, die Kameraeinstellung wird beibehalten. Es folgt ein Schnitt zu einer Totalen von der linken Seite, ehe Heidenreich zur Buchvorstellung übergeht.
1.0 Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Übergang der Literatursendung Lesen! vom ZDF ins Internet und stellt die Forschungsfrage nach den konzeptionellen Veränderungen.
2.0 Elke Heidenreich und der Bruch mit dem ZDF: Dieses Kapitel zeichnet die Biografie Heidenreichs sowie den Konflikt mit ihrem Arbeitgeber nach, der schließlich zum Aus der Sendung im Fernsehen führte.
3.0 Lesen! im ZDF. Eine Analyse: Eine detaillierte Untersuchung der filmischen Gestaltungsmittel einer typischen Fernsehfolge von Lesen!.
4.0 Lesen! im Internet. Eine genaue Analyse.: Analyse des Formats Lesen! nach dem Wechsel ins Internet, inklusive der Betrachtung des neuen Formats Lesen! Das Buch der Woche.
5.0 Lesen! im Vergleich: Ein direkter Vergleich der beiden Medienformate hinsichtlich ihrer gestalterischen Unterschiede und der Vor- bzw. Nachteile für die Zuschauer.
6.0 Lesen! Lob, Kritik und Satire: Beleuchtung der öffentlichen Wahrnehmung, der fachlichen Kritik sowie der medialen Parodien auf Elke Heidenreich.
7.0 Zusammenfassung: Resümee über die Verknüpfung von Heidenreich mit dem Literaturbetrieb und die ungewisse Zukunft literarischer Formate im Internet.
Elke Heidenreich, Lesen!, Literaturvermittlung, ZDF, Internetportal, Buchbesprechung, Literaturkritik, Medienwandel, Fernsehsendung, lit.Colony, Literaturmarkt, Kameraführung, Publikumsreaktion, Buchpräsentation, Diskurs
Die Arbeit befasst sich mit der Literatursendung "Lesen!" von Elke Heidenreich und deren medienübergreifendem Wechsel vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ZDF) ins Internet.
Zentrale Themen sind die Inszenierung von Literatur im Fernsehen gegenüber dem Internet, der Bruch Heidenreichs mit dem ZDF und die öffentliche Resonanz auf ihre Person und ihre Arbeit.
Ziel ist es, die konzeptionellen Unterschiede in der Gestaltung und Darstellungsweise der Literatursendung in den unterschiedlichen Übertragungsmedien aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine medienanalytische Arbeit, die auf der inhaltlichen und gestalterischen Auswertung von konkreten Folgen der Sendung "Lesen!" basiert.
Der Hauptteil analysiert detailliert den Ablauf, die Kameraführung und die dramaturgische Inszenierung der Sendung sowohl im ZDF als auch auf dem Internetportal lit.Colony.
Schlüsselwörter sind unter anderem Literaturkritik, Medienwandel, Elke Heidenreich, Buchvorstellung und Internet-Literatursendung.
Im Internet wird verstärkt auf direkte Schnitte statt auf sanfte Überblendungen gesetzt, zudem fehlt im Format "Das Buch der Woche" das Publikum, wodurch die Interaktion und Atmosphäre stark verändert werden.
Heidenreich suchte den Weg in die Unabhängigkeit und setzte ihre Literatursendung erfolgreich über das Internetportal lit.Colony fort.
Die Parodie bei Pro7 ist ein Beleg für ihren hohen Bekanntheitsgrad und nimmt ihre typischen Verhaltensweisen, wie ihre Mimik und Gestik, überspitzt aufs Korn.
Der Wechsel bietet zwar mehr Unabhängigkeit und zeitliche Flexibilität für die Zuschauer, steht jedoch vor Herausforderungen wie geringeren Zuschauerzahlen und der Notwendigkeit einer starken Eigenvermarktung.
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