Bachelorarbeit, 2009
43 Seiten, Note: 1,0
1. TERMINOLOGIE UND EMPIRISCHE EVIDENZ
1.1. Definition und Begriffseinordnung in der Literatur
1.2. Politisches Risiko vs Länderrisiko
1.3. Klassifizierung politischer Risiken
1.4. Empirische Analyse
1.4.1. Einführung und Vorbetrachtung
1.4.2. Datensatz und Variablendefinition
1.4.3. Methodik und Ergebnisse der empirischen Analyse
1.4.4. Kritische Würdigung der Ergebnisse
2. MANAGEMENT POLITISCHER RISIKEN
2.1. Risikomessung und Bewertungsmethoden
2.1.1. Politischer Index nach der ICRG-Methodik
2.1.2. Länderrisikoanalyse nach der ICRG-Methodik
2.1.3. Weitere Ansätze im Überblick und Fazit
2.2. Risikomanagementmethoden in Theorie und Praxis
2.2.1. Vorbetrachtung
2.2.2. Risikovermeidung und Diversifikation
2.2.3. Integrative Managementmethoden
2.2.4. Schützende Managementmethoden und Finanzinstrumente
2.2.5. Politische Risikoversicherung
Die Arbeit untersucht die komplexe Schnittstelle zwischen politischen Risiken und unternehmerischen Aktivitäten, mit dem Ziel, den Risikomanagementprozess von der Identifikation über die Bewertung bis hin zur Steuerung durch verschiedene Maßnahmen zu strukturieren und kritisch zu analysieren.
1.1. Definition und Begriffseinordnung in der Literatur
Im Zentrum der Arbeit steht der Terminus des politischen Risikos, der in der wissenschaftlichen Literatur viel diskutiert wird. Den Ausgangspunkt für eine detaillierte und wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit politischen Risiken bildeten die stark anwachsenden ausländischen Direktinvestitionen in Entwicklungsländern seit den 1980er Jahren. Im Zeitraum von 1980 bis 1999 stiegen diese von US $4 Milliarden auf über US $180 Milliarden an.
In der wissenschaftlichen Literatur existieren zahlreiche Konzeptionen und Definitionen, die den Begriff des politischen Risikos unterschiedlich dimensionieren. Kennedy (1987) definiert es als ein politisches Ereignis, das finanzielle, strategische und personelle Verluste für ein Unternehmen nach sich zieht. Nach seiner Definition sind wirtschaftliche, soziokulturelle und rein politische Faktoren die Quellen politischer Risiken, sofern sie nicht durch die Kräfte und Mechanismen des Marktes entstanden sind.
Lessard (1993) definiert politisches Risiko als die Gefahr politischer Unstetigkeit, die zu Machtverschiebungen innerhalb eines politischen Systems und Verlusten für Unternehmen führt. Nach Kobrin (1982) können diese Machttransfers legalen und illegalen Charakter besitzen. Ein durch Wahlen herbeigeführter Regierungswechsel ist ein Beispiel für einen legalen Machttransfer, wohingegen ein verfassungswidriger Militärputsch exemplarisch für eine illegale Machtverschiebung ist.
1. TERMINOLOGIE UND EMPIRISCHE EVIDENZ: Dieses Kapitel definiert und klassifiziert politische Risiken und untersucht empirisch deren Einfluss auf ausländische Direktinvestitionen in Entwicklungsländern.
2. MANAGEMENT POLITISCHER RISIKEN: Hier werden quantitative Messmethoden wie der ICRG-Index sowie verschiedene Managementstrategien vorgestellt, um politischen Risiken in der Unternehmenspraxis zu begegnen.
Politisches Risiko, Länderrisiko, Risikomanagement, ausländische Direktinvestitionen, ICRG-Methodik, Risikobewertung, Risikovermeidung, Diversifikation, integrative Managementmethoden, Finanzinstrumente, politische Risikoversicherung, Regierungsstabilität, Entwicklungsländer, ökonomisches Risiko, Unternehmenswert.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, die politische Risiken für international agierende Unternehmen darstellen, und beleuchtet Ansätze zu deren Identifikation, Bewertung und Management.
Im Fokus stehen die theoretische Bestimmung politischer Risiken, eine empirische Untersuchung ihres Einflusses auf Investitionen sowie eine Darstellung praktischer Risikomanagement-Instrumente.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für politische Risiken zu schaffen und aufzuzeigen, wie Unternehmen den Risikomanagementprozess systematisch gestalten können, um Investitionsentscheidungen abzusichern.
Der theoretische Teil stützt sich auf eine Literaturanalyse. Zudem wird eine empirische Studie von Busse und Hefeker (2007) diskutiert, die Paneldatenanalysen und GMM-Schätzer verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Klassifizierung politischer Risiken, eine empirische Analyse der Determinanten für Direktinvestitionen sowie die Vorstellung von Mess- und Managementmethoden.
Zentrale Begriffe sind politisches Risiko, Länderrisiko, Risikomanagement, ausländische Direktinvestitionen und die ICRG-Methodik.
Das Länderrisiko umfasst ein breiteres Spektrum, inklusive ökonomischer und finanzieller Faktoren, während das politische Risiko spezifisch auf Auswirkungen politischer Akteure und Entscheidungen fokussiert.
Die Messung basiert häufig auf subjektiven Einschätzungen von Analysten, da politische Ereignisse schwer in objektiven Daten abzubilden sind, was zu einer gewissen Intransparenz führt.
Sie dient Unternehmen als Absicherung gegen monetäre Verluste durch spezifische Ereignisse wie Enteignungen, Währungsumtauschbeschränkungen oder politische Konflikte.
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