Bachelorarbeit, 2009
79 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Anlass und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Private Equity
2.1 Definition und Begriffsabgrenzung von Private Equity
2.2 Entwicklungen auf dem Markt für Private Equity
2.3 Finanzierungsphasen von Private Equity
2.4 Fondsarten des Private Equity Marktes
2.5 Informationsasymmetrien als Grundlage für Private Equity-Gesellschaften
3 Unternehmenskrisen
3.1 Definition und Begriffsabgrenzung
3.2 Krisenarten
3.3 Krisenursachen
3.3.1 Klassifizierung
3.3.2 Häufigste Krisenursachen
3.3.3 Krisenursachenforschung
3.4 Krisenerkennung
3.4.1 Krisensymptome
3.4.2 Möglichkeiten der Krisenerkennung
3.4.3 Probleme bei der Krisenerkennung
4 Investitionen im Turnaround
4.1 Definition und Begriffsabgrenzung von Turnaround
4.2 Potential von Turnaround Equity
4.2.1 Gründe für Turnaround Equity
4.2.2 Unterschiede zwischen Turnaround Equity und anderen Finanzierungsarten
4.3 Prozess des Turnaround-Managements
4.4 Beteiligungssuche und –auswahl
4.5 Due Diligence und Unternehmensbewertung im Turnaround
4.5.1 Gegenstand und Probleme der Due Diligence
4.5.2 Unternehmensbewertung
4.6 Ausgewählte Elemente der Deal-Strukturierung
4.6.1 Rechtliche Gestaltung
4.6.2 Höhe der Beteiligung
4.6.3 Finanzierungsinstrumente
4.6.4 Informations-, Kontroll- und Mitspracherechte
4.7 Restrukturierungsphase
4.8 Beendigung der Beteiligung
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Private Equity als Finanzierungs- und Sanierungsinstrument für Unternehmen in Krisensituationen. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie Private Equity-Gesellschaften durch den Turnaround-Prozess zur Rückkehr zur Rentabilität beitragen können und wie sich diese Investitionsform von klassischen Wachstumsfinanzierungen abgrenzt.
4.5.1 Gegenstand und Probleme der Due Diligence
Die im Rahmen der Beteiligungsauswahl selektierten Unternehmen werden umfassend geprüft. Hierfür wird der aus dem amerikanischen Anlegerschutz stammende Begriff Due Diligence (übersetzt: gebotene Sorgfaltsprüfung) verwendet, der von BERENS / STRAUCH wie folgt definiert wird:
„Bei der Due Diligence handelt es sich um Analysen und Prüfungen, die im Rahmen der Vorbereitung von geschäftlichen Transaktionen – meistens dem Kauf eines Unternehmens – zum Ziel der Informationsversorgung des Entscheidungsträgers in den Planungs- und Entscheidungsprozess integriert werden. Die Due Diligence umfasst Aktivitäten der Informationsbeschaffung und –aufbereitung zur Erhöhung der Qualität von Entscheidungen durch Chancen und Risikoerkennung auf betriebswirtschaftlicher und juristischer Ebene sowie durch Genauigkeit in der Wertfeststellung als Folge eines verbesserten Informationszustandes.“
Um den Umfang der Prüfung festlegen zu können, muss man die Ziele der Due Diligence kennen. Ihre Funktionen beim Kauf eines Unternehmens sind Offenlegung von Unternehmensinformationen zur Reduzierung der Informationsasymmetrien, Analyse und Prüfung des Risikoausmaßes und dessen Reduzierung, Grundlage der Preisfindung und Exkulpation der Entscheidungsträger bei einem möglichen Rechtsstreit. Zusätzlich zu einer allgemeinen Prüfung erfolgen Financial, Legal, Tax, Commercial und Strategic Due Diligence.
Bei der auf den Turnaround spezialisierten Due Diligence ergeben sich Unterschiede. So werden dort neben der Informationssammlung auch die Krisenursachen analysiert und Maßnahmen für den erfolgreichen Turnaround geplant. Es ergeben sich fünf Ziele der Due Diligence für den Turnaround-Investor: (1) Erfassung von Ursachen und Ausmaß der Krise, (2) Bewertung der Überlebensfähigkeit des Unternehmens, (3) Festlegen der erforderlichen Maßnahmen, (4) Schätzen des erforderlichen Zeitaufwands, der Kosten und der möglichen Wertsteigerung und (5) Entscheidung, ob das Unternehmen fortgeführt werden soll.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Sanierungen aufgrund der Finanzkrise und definiert das Ziel der Arbeit, Private Equity als Instrument für Krisenunternehmen zu untersuchen.
2 Private Equity: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Private Equity, einschließlich Definitionen, Marktteilnehmern, Finanzierungsphasen und der Rolle von Informationsasymmetrien.
3 Unternehmenskrisen: Hier werden Definitionen, Arten und Ursachen von Unternehmenskrisen dargelegt, ergänzt durch Ansätze zur Früherkennung und die Problematik von Krisensymptomen.
4 Investitionen im Turnaround: Der Kernbereich der Arbeit umfasst den gesamten Turnaround-Managementprozess, von der Beteiligungssuche und Due Diligence über die Deal-Strukturierung bis hin zur Restrukturierung und dem Exit.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung von Turnaround-Investitionen in einem volatilen Marktumfeld.
Private Equity, Unternehmenskrisen, Turnaround, Sanierung, Due Diligence, Restrukturierung, Finanzierung, Beteiligungsgesellschaft, Eigenkapital, Insolvenz, Informationsasymmetrien, Deal-Strukturierung, Investitionsmotive, Krisenmanagement, Exit-Kanäle
Die Arbeit analysiert, wie Private Equity-Gesellschaften als Kapitalgeber und Berater bei Unternehmen in Krisensituationen fungieren, um diese durch Sanierungsprozesse wieder in die Profitabilität zu führen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des Private Equity-Marktes, der systematischen Identifikation und Analyse von Unternehmenskrisen sowie den spezifischen Prozessen der Turnaround-Investition.
Das primäre Ziel ist es, den Investitionsprozess bei Krisenunternehmen zu durchleuchten und die Unterschiede sowie besonderen Herausforderungen im Vergleich zu klassischen Wachstumsfinanzierungen herauszuarbeiten.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, die Einordnung betriebswirtschaftlicher Definitionen sowie die Auswertung von Statistiken und Modellen zur Krisenerkennung und zum Turnaround-Management.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Due Diligence, den rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen einer Transaktion, Instrumenten der finanzwirtschaftlichen Sanierung und den Exit-Optionen für Investoren.
Die zentralen Begriffe sind Private Equity, Turnaround, Unternehmenssanierung, Due Diligence, Krisenursachenforschung und Restrukturierung.
Es ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen die Verrechnung von Verlustvorträgen, was für den Sanierungserfolg und die finanzielle Attraktivität einer Beteiligung für den Investor entscheidend ist.
Da Private Equity-Investitionen befristet sind, ist der Exit (z.B. durch Trade Sale oder IPO) essenziell, um die angestrebte Rendite durch die Veräußerung der sanierten Anteile zu realisieren.
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