Bachelorarbeit, 2020
48 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau und Ziel der Arbeit
1.3 Definitionen
2 Rahmenbedingungen
2.1 Überblick Tourismusindustrie
2.2 Schutz vor SECT
2.2.1 Institutionen und Organisationen
2.2.2 Internationale Abkommen und Soft-Laws
3 SECT als Phänomen des Tourismus
3.1 Überblick
3.2 Wer sind die Opfer?
3.3 Wer sind die Täter?
3.4 Bisherige Entwicklung
3.5 Lösungsansätze und ihre Wirksamkeit
3.6 Heutige Situation
4 Herausforderungen
4.1 Armut
4.2 Soziokulturelle Faktoren
4.3 Datenlücken
4.4 Gesetzgebung und Strafverfolgung
4.5 Globalisierung und Technologisierung
4.6 Zusammenfassung
5 Diskussion
6 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Untersuchung der verschiedenen Teilaspekte der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Tourismus (SECT) sowie der Identifizierung aktuell bestehender Herausforderungen. Daraus werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die als Ansatz für die Vorbeugung und Bekämpfung dieser globalen Problematik dienen sollen.
Wer sind die Täter?
Der stereotypische Sexualtäter wird in den Medien oft als weißer, wohlhabender Mann mittleren Alters aus dem Westen mit pädophilen Neigungen dargestellt. Doch wie die Opfer entsprechen auch die Täter von SECT keinem einheitlichen Profil. Unter ihnen befinden sich in- und ausländische Reisende, Frauen und sogar andere Kinder. (ECPAT, 2016a, S. 15) Zudem unterscheiden sie sich stark bezüglich des Alters, der Nationalität und des sozialen Status (UNWTO, 2004, S. 72).
Trotz unterschiedlicher Charakteristika kann man sie in zwei Gruppen einordnen. Abhängig von dem Grund für ihre sexuelle Beziehung zu einem Kind werden sie entweder als Situations- oder Präferenztäter bezeichnet (Bang et al., 2013, S. 18). Die Situationstäter reisen ohne die Intention, mit einem Kind intim zu werden und nutzen die Gelegenheit aus, die sich in der Reisedestination ergibt (Bang et al., 2013 zitiert nach Walters und Davis, 2011, S. 36). Im Gegensatz zu den Präferenztätern werden sie eher selten zu Wiederholungstätern.
Präferenztäter hingegen haben eine eindeutige sexuelle Vorliebe für Kinder. Bei ihrer Reise spielen sexuelle Handlungen mit Kindern zur Befriedigung ihres Sexualtriebs eine primäre Rolle. (Bang et al., 2013 zitiert nach Walters und Davis, 2011, S. 36) Häufig wählen sie deshalb bewusst Länder aus, die für den einfachen Zugang zu verletzlichen Kindern bekannt sind, in denen SEC als gewöhnlich angesehen wird oder wo die Regierung nicht über ausreichend Ressourcen für Gegenmaßnahmen verfügt (The Code, 2019a). Online-Netzwerke helfen den Tätern dabei, sich untereinander über eben solche Orte auszutauschen (UNWTO, 2004, S. 73).
1 Einführung: Diese Einleitung führt in das sensible Thema der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Tourismus ein, beleuchtet die Problemstellung und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2 Rahmenbedingungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Fakten zur Tourismusindustrie, zu internationalen Schutzinstrumenten und zur Relevanz des Themas dargelegt.
3 SECT als Phänomen des Tourismus: Dieses Kapitel erläutert die Strukturen von SECT, charakterisiert Tätergruppen und Opfer und hinterfragt die historischen Hintergründe sowie bisherige Lösungsversuche.
4 Herausforderungen: Hier werden die zentralen Faktoren analysiert, die SECT fördern oder die Bekämpfung erschweren, darunter Armut, soziokulturelle Gegebenheiten und die Problematik der Identifizierung von Tätern.
5 Diskussion: Das Kapitel bietet eine kritische Auseinandersetzung mit bisherigen Maßnahmen und diskutiert notwendige Ansätze für die Zukunft.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und unterstreicht die Komplexität sowie die notwendige Dringlichkeit im Umgang mit der Problematik.
Sexuelle Ausbeutung von Kindern, Tourismus, SECT, Kinderschutz, ECPAT, UNWTO, Täterschaft, Opferidentifikation, Prävention, Kinderrechte, Armutsbekämpfung, Strafverfolgung, Globalisierung, Internetrisiken, Grooming.
Die Arbeit untersucht das Phänomen der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Tourismus, beleuchtet die Ursachen und analysiert, warum das Thema trotz seiner Schwere weiterhin besteht.
Zentrale Felder sind die Rahmenbedingungen des Tourismus, die Charakterisierung von Tätern und Opfern, existierende Schutzmechanismen und die spezifischen Herausforderungen bei der Strafverfolgung von Sextouristen.
Das Ziel ist es, die Teilaspekte der sexuellen Ausbeutung systematisch zu erfassen und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, um dieser globalen Problematik präventiv zu begegnen.
Die Arbeit basiert auf einer theoriebasierten Methode, die vorhandene fachliterarische Werke sowie Berichte von Organisationen wie ECPAT und UNWTO auswertet.
Der Hauptteil behandelt die Dynamik des Sextourismus, die soziokulturellen Hintergründe in den Zielländern sowie technische Einflüsse durch das Internet und die Schwierigkeiten bei staatlichen Interventionen.
Wichtige Begriffe sind Kinderschutz, Sextourismus, Prävention, Kinderrechte sowie die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Tourismusakteuren.
Während Präferenztäter eine gezielte sexuelle Vorliebe für Kinder haben, sind Situationstäter Touristen, die sich spontan eine Gelegenheit zur Ausbeutung zunutze machen, ohne diese bei Reiseantritt primär geplant zu haben.
Die Identifizierung wird durch mangelnde Daten, Schamgefühle bei Opfern, Korruptionsanfälligkeit in einigen Reisezielen und rechtliche Diskrepanzen zwischen Herkunfts- und Zielländern massiv erschwert.
Digitale Technologien dienen Tätern heute vermehrt zum Austausch über Orte, zur Anbahnung von Kontakten und zur Verbreitung pornographischen Materials, oft unter dem Schutz der Anonymität durch das Darknet.
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