Bachelorarbeit, 2023
197 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Das Berufsbild MFA
2.1.1. Die duale Ausbildung
2.1.2. Berufliche Handlungskompetenzen der MFA
2.1.2.1. Kompetenzbeschreibung laut Kultusministerkonferenz
2.1.2.2. Kompetenzbeschreibung laut Bayerischer Landesärztekammer und Bundesinstitut für Berufsbildung
2.1.3. Die Bedeutung sozial-kommunikativer Kompetenzen
2.2. Kompetenzvermittlung in der Berufsschule
2.2.1. Empfehlungen der Kultusministerkonferenz
2.2.1.1. Handlungskompetenz
2.2.1.2. Handlungsorientierter Unterricht
2.2.2. Kompetenzorientierte Lernfelder
2.2.3. Vermittlung von Sozialkompetenz laut KMK
2.2.4. Probleme bei der curricularen Vermittlung von sozial-kommunikativer Kompetenz
2.3. Sozialkompetenz
2.3.1. Definition sozialer und kommunikativer Kompetenz
2.3.2. Dimensionen sozial-kommunikativer Kompetenz
2.3.2.1. Perspektivenkoordination
2.3.2.2. Emotionsregulation
2.3.3. Erlernbarkeit von sozial-kommunikativen Kompetenzen
2.4. Wirksamer Unterricht
2.4.1. Wie lernen Schülerinnen und Schüler?
2.4.1.1. Aktive Informationsverarbeitung
2.4.1.2. Soziokonstruktivistische Theorien
2.4.1.3. Motivationale Prozesse
2.4.2. Das Angebots-Nutzungs-Modell
2.4.2.1. Orchestrierung
3. Forschungsfragen
3.1. Ziele der Forschung
3.2. Untergeordnete Fragestellungen
3.3. Abgrenzung
4. Empirischer Teil
4.1. Methodik
4.1.1. Forschungsdesign
4.2. Datenerhebung
4.2.1. Erhebungsinstrument Leitfadeninterview
4.2.2. Auswahl und Akquise der Teilnehmenden
4.2.3. Durchführung der Interviews
4.3. Datenauswertung
4.3.1. Transkription und Computergestützte Inhaltsanalyse
4.3.2. Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
4.3.3. Auswertung der Leitfadeninterviews mittels inhaltlicher Strukturierung
4.3.4. Gütekriterien der Analyse
5. Ergebnisse
5.1. Ergebnisdarstellung pro Subkategorie
5.2. Ergebnisdarstellung pro Hauptkategorie
6. Diskussion
7. Fazit
Die Arbeit untersucht die subjektive Wahrnehmung von Auszubildenden zur Medizinischen Fachangestellten (MFA) bezüglich der Wirksamkeit der Vermittlung sozial-kommunikativer Kompetenzen im Berufsschulunterricht, um Verbesserungspotenziale für Lehr-Lern-Prozesse abzuleiten.
2.1.3. Die Bedeutung sozial-kommunikativer Kompetenzen
Aus den Beschreibungen von KMK, BLÄK und BIBB geht hervor, dass soziale und kommunikative Kompetenzen im Beruf Medizinische*r Fachangestellte*r eine in allen Aufgabenbereichen übergeordnete Rolle spielen. Sowohl der Rahmenlehrplan der KMK als auch die Verordnung über die Berufsausbildung von BLÄK und BIBB betonen Einfühlungsvermögen der MFA bei der Betreuung von Patient*innen, das Beherrschen von Kommunikationsmethoden, lösungsorientiertes Handeln in Konfliktsituationen sowie ein stets für die Bedürfnisse der Patient*innen aufmerksames und hilfsbereites Wesen.
Auf Ebene der staatlichen Berufsschulen in Oberbayern, die im Rahmen dieser Arbeit in Bezug auf die Auswahl der an der Befragung Teilnehmenden von Relevanz und daneben direkt kompetenzvermittelnde Einrichtung sind, wird ein damit übereinstimmendes Berufsbild beschrieben. Auf den Internetseiten der Schulen wird unter anderem die Mittlerfunktion der MFA zwischen Patient*in und Arzt bzw. Ärztin hervorgehoben (Staatliche Berufsschule II Rosenheim, 2023; Städt. Berufsschule für med. und tiermed. Fachangestellte und pharmkaufm. Angestellte, 2023). Die Bundesagentur für Arbeit zählt darüber hinaus Eigenschaften wie Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein, allgemeine Kontaktbereitschaft sowie die Bereitschaft zu engem Körperkontakt und einen sensiblen Umgang bei Konfrontationen mit schweren Schicksalen zu erforderlichen Sozialkompetenzen der Berufsgruppe (Bundesagentur für Arbeit, 2023). Auch Profilanforderungen in Stellenausschreibungen zeichnen das Bild dienstleistungsorientierten Fachpersonals mit kommunikativem Geschick und Empathie, Sensibilität und einem hohen Maß an kooperativen Eigenschaften. Hierzu wurden zehn Stellenausschreibungen exemplarisch zusammengetragen und auf Anteile entsprechender Kompetenzen untersucht (Anhang B). Alle Ausschreibungen beinhalten Aspekte, die Sozial- bzw. Kommunikationskompetenzen zugeordnet werden können.
Insgesamt wird die große Bedeutung sozialer und kommunikativer Kompetenzen im Ausbildungsberuf MFA durch die Betonung der erwünschten Eigenschaften auf der Ebene der Berufsbildung sowie des Arbeitsmarktes deutlich. Daraus kann abgeleitet werden, dass die Vermittlung entsprechender Teilfähigkeiten in der Ausbildung unerlässlich ist.
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz des MFA-Berufs und das Ziel der Arbeit, die Wirksamkeit der Vermittlung sozial-kommunikativer Kompetenzen in der Berufsschule zu untersuchen.
2. Theoretischer Hintergrund: Bietet eine Übersicht zur dualen Ausbildung, den curricularen Anforderungen, der Definition sozialer Kompetenzen sowie Theorien zu wirksamem Unterricht.
3. Forschungsfragen: Legt die Zielsetzung der Arbeit fest und formuliert untergeordnete Fragestellungen zur Strukturierung der Untersuchung.
4. Empirischer Teil: Erläutert das qualitative Forschungsdesign, die Methode der Datenerhebung durch Leitfadeninterviews sowie die Analyse mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.
5. Ergebnisse: Präsentiert die aus den Interviews gewonnenen Erkenntnisse gegliedert nach Subkategorien und Hauptkategorien.
6. Diskussion: Setzt die Ergebnisse in Bezug zum theoretischen Rahmen und reflektiert die Stärken und Limitationen der durchgeführten Untersuchung.
7. Fazit: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont den Wunsch der Auszubildenden nach einer stärkeren Praxisorientierung und mehr Zeit für die Vermittlung sozialer Kompetenzen.
Medizinische*r Fachangestellte*r, Sozialkompetenz, Berufsausbildung, Unterrichtswirksamkeit, Berufsschule, Kommunikation, Handlungsorientierung, Angebots-Nutzungs-Modell, Qualitative Inhaltsanalyse, Lehr-Lern-Prozesse, Berufspädagogik, Patient*innenbetreuung, Empathie, Konfliktmanagement, Kompetenzvermittlung.
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Untersuchung, wie Auszubildende zur Medizinischen Fachangestellten (MFA) die Vermittlung berufsrelevanter sozialer und kommunikativer Kompetenzen im Rahmen des Berufsschulunterrichts bewerten.
Zentrale Themen sind das Berufsbild der MFA, die curricularen Anforderungen an die berufliche Ausbildung, theoretische Modelle zu sozialer Kompetenz sowie Ansätze zu wirksamer Unterrichtsgestaltung.
Das primäre Ziel ist es, die Wirksamkeit der Vermittlung dieser Kompetenzen aus der subjektiven Sicht der Auszubildenden zu erfassen und daraus Ansatzpunkte für die Verbesserung von Lehr-Lern-Prozessen zu gewinnen.
Die Verfasserin verwendet ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus semistrukturierten Leitfadeninterviews, die im Anschluss mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich, der den aktuellen Forschungsstand und relevante Lehrmodelle (wie das Angebots-Nutzungs-Modell) darlegt, und einen empirischen Bereich, in dem die Durchführung der Interviews und die Auswertung der Ergebnisse detailliert beschrieben werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Medizinische*r Fachangestellte*r, Sozialkompetenz, Berufsausbildung, Unterrichtswirksamkeit, Berufsschule, Kommunikation, Handlungsorientierung und qualitative Inhaltsanalyse charakterisieren.
Alle Befragten messen den sozialen und kommunikativen Kompetenzen im Berufsalltag eine einstimmig große Bedeutung bei und betrachten diese als absolute Voraussetzung für den Beruf.
Die Auszubildenden vermissen oft den direkten Praxisbezug bei der Vermittlung sozialer Inhalte und wünschen sich mehr Raum sowie gezielte Unterrichtseinheiten (z.B. Workshops oder Rollenspiele), um den Umgang mit schwierigen Situationen realitätsnah zu üben.
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