Masterarbeit, 2022
83 Seiten, Note: 1,3
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1 Einleitung
1.1 Hinführen zur Thematik
1.2 Zentrale Fragestellung, Aufbau und Methodik
1.3 Aktueller Forschungsstand
2 Sport im Nationalsozialismus
2.1 Propagandistische Leitbilder des Sportes
2.2 Staatliche Strukturen und die Organisation des Sportes
2.3 Propaganda durch sportliche Massenveranstaltungen
3 Außerschulische Erziehung: Die Hitler-Jugend als staatliche Sozialisationsinstanz
3.1 Entwicklung und Aufbau der Hitler-Jugend
3.2 Anziehungskraft der Hitler-Jugend
3.3 Hitler-Jugend als Ordnungsidee der Volksgemeinschaft
4 Die Funktion des Sports in der Hitler-Jugend
4.1 Integrations- und Ausgrenzungsfunktion
4.2 Politische Sozialisation und weltanschauliche Schulung
4.3 Disziplinarsystems als Kontrollmechanismus
4.4 Die körperliche Ertüchtigung als militärische Vorbereitung
5 Welche Funktion erfüllt der Sport im Nationalsozialismus und in der Hitler-Jugend?
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Sports in der Hitler-Jugend (HJ) zwischen 1933 und 1939. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sportliche Betätigung instrumentalisiert wurde, um Jugendliche weltanschaulich zu schulen, militärisch vorzubereiten und in die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“ einzugliedern, wobei insbesondere das Spannungsfeld zwischen Freizeitanspruch und politischer Indoktrination beleuchtet wird.
3.3 Hitler-Jugend als Ordnungsidee der Volksgemeinschaft
Mit der Machtübernahme strebte die NSDAP eine Veränderung der Gesellschaft an und sorgte für die Etablierung der „Ordnungsidee der Volksgemeinschaft“, die im Rahmen der NS-Weltanschauung zu sozialpolitischen zentralen Herrschaftspraxis wurde. Dafür wurde ein funktionsfähiges System von „Integrations- und Ausschlussmechanismen“ für die Erziehung der Staatsbürger benötigt. Auch in der Hitler-Jugend stellt die Volksgemeinschaft als grundlegende Ordnungsidee das primäre Instrument der Vergesellschaftung, zur Implementierung der nationalsozialistischen Weltanschauung und zur Herstellung eines judenfreien Staates dar. Dabei bewirkte die Vergemeinschaftung eine ideologische Gleichschaltung der Gesellschaft, um eine geschlossene Gemeinschaft nach innen und somit Stärke und Macht nach außen zu präsentieren.
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die historische Relevanz der Wehrertüchtigung dar und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Sport im Nationalsozialismus: Hier werden die ideologischen Grundlagen des Sports im Nationalsozialismus sowie die staatlichen Organisationsstrukturen analysiert.
3 Außerschulische Erziehung: Die Hitler-Jugend als staatliche Sozialisationsinstanz: Dieses Kapitel behandelt die strukturelle Entwicklung der Hitler-Jugend und ihre Rolle als zentrales Instrument der Jugenderziehung.
4 Die Funktion des Sports in der Hitler-Jugend: Der Hauptteil untersucht die konkrete Anwendung sportlicher Übungen zur Integration, Indoktrination, Disziplinierung und militärischen Vorbereitung.
5 Welche Funktion erfüllt der Sport im Nationalsozialismus und in der Hitler-Jugend?: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und beantwortet die Kernfrage der Arbeit.
Hitler-Jugend, Nationalsozialismus, Sport, Wehrertüchtigung, Volksgemeinschaft, militärische Erziehung, Weltanschauung, Propaganda, Integrationsfunktion, Ausgrenzungsfunktion, Disziplinierung, HJ-Dienst, Körperliche Ertüchtigung, NS-Ideologie.
Die Arbeit analysiert die Funktion und Instrumentalisierung sportlicher Betätigung innerhalb der Hitler-Jugend zwischen 1933 und 1939 im Kontext der nationalsozialistischen Ideologie.
Neben dem Sport im Nationalsozialismus liegt der Fokus auf der Rolle der Hitler-Jugend als Sozialisationsinstanz sowie der gezielten militärischen und politischen Erziehung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sportliche Programme genutzt wurden, um Jugendliche auf die Ziele des Regimes, insbesondere auf den Krieg, vorzubereiten und in die Gemeinschaft einzugliedern.
Die Arbeit basiert auf einer kulturhistorischen Analyse sowie einer breiten Auswertung normativer Quellen wie Gesetzen, Ausbildungsvorschriften und parteiinternen Dokumenten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der staatlichen Strukturen, der Disziplinierung durch Sport sowie der spezifischen militärischen Vorbereitung der Jugendlichen.
Die Masterarbeit verbindet die Geschichte des Sports mit der politischen Geschichte des Nationalsozialismus und verdeutlicht die Totalität des Erziehungsanspruchs.
Der Sport diente als Medium der Disziplinierung, durch das individuelle Freiheiten zugunsten der militärischen und gesellschaftlichen Verpflichtungen der Gemeinschaft unterdrückt wurden.
Ein zentraler Aspekt war die Ausgrenzung von "Nicht-Ariern" und politisch Andersdenkenden, die durch sportliche Exklusionsmechanismen und rassische Selektion legitimiert wurde.
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