Doktorarbeit / Dissertation, 2005
337 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Untersuchung
1.2 Warum Interdisziplinarität?
1.3 Der Gang der Untersuchung
1.4 Der detaillierte Aufbau des Laborexperiments
1.5 Abgrenzungsfragen
1.6 Der Status Quaestionis
2 Der theoretische Teil
2.1 Theoretische Einordnung
2.2 Internationale Verhandlungen
2.2.1 Einleitung
2.2.2 Kulturelle Dimensionen bei internationalen Verhandlungen
2.2.3 Kommunikative Dimensionen bei internationalen Verhandlungen
2.2.4 Psychologische Dimensionen bei internationalen Verhandlungen
2.3 Die ökonomische Theorie
2.3.1 Einleitung
2.3.2 Störung des Preissystems
2.3.3 Transaktionskosten als Begriff
2.3.4 Informationsasymmetrien
2.4 Die Kommunikationstheorie
2.5 Spieltheoretische Ansätze
2.5.1 Die Spieltheorie als Methode für internationale Verhandlungen
2.5.2 Informationsvoraussetzungen innerhalb der Spieltheorie
2.5.3 Risiko als Begriff beim Studium der Wirtschaftsüberwachung
2.5.4 Die „Principal-Agent“-Theorie
2.5.5 „Tit-for-Tat“-Strategien und der evolutionäre Ansatz in der ökonomischen Theorie
2.6 Wirtschaftsethik
2.6.1 Die akademische Entwicklung der Wirtschaftsethik
2.6.2 Das Fairness-Prinzip
2.6.3 Die Fairness-Theorie: Neoklassische Beiträge
2.6.4 Prozedurale Fairness
2.6.5 Wirtschaftsethische Schulen
2.6.6 Die sozialbiologische Perspektive der Ethik
2.7 Wirtschaftsüberwachung und Wirtschaftsspionage
2.7.1 Allgemeines
2.7.2 Technologische Aspekte der Wirtschaftsspionage und das „Business Intelligence Risk Management“
2.8 Methodologische Voraussetzungen in der ökonomischen Theorie und der „Rational-Choice“-Ansatz
2.8.1 Einleitung
2.8.2 Die spieltheoretische Perspektive von Harsanyi
2.8.3 Die „Rational-Choice“-theoretische Perspektive von Elster
2.8.4 Die philosophische Perspektive in der ökonomischen Theorie von Etzioni
2.8.5 Bourdieu und die praktische Perspektive
2.9 Zusammenfassende Kommentare und die Anwendung der Theorie
2.9.1 Zusammenfassung
2.9.2 Ausgeblendete Dimensionen
2.9.2 Kurze Diskussion zu den ausgeblendeten Dimensionen
3 Der praktische Teil
3.1 Einführung zur Projektbeschreibung
3.2 Die drei empirischen Experimente
3.3 Experiment 1: Die Seminargruppe – Beschreibung des Experiments
3.3.1 Der quantitative Teil: Hypothese 1
3.3.2 Zur Gültigkeit der Daten
3.3.3 Der qualitative Teil: Hypothese 2 und 3
3.3.4 Die Analyse
3.4 Experiment 2: Das Resultat der Real-Life-Interviews
3.5 Experiment 3: Das Resultat des Tiefeninterviews
3.6 Schlussfolgerungen aus dem empirischen Teil
4 Zusammenfassende Betrachtungen
4.1 Schlussfolgerungen aus dem empirischen Teil
4.2 Anwendung der Theorie auf das Ergebnis des empirischen Teils
4.3 Neue Problemstellungen bei Verhandlungen. Einige Vorschläge für Forschungsprojekte
4.4 Abschließende Gedanken in Bezug auf das Problem der Wirtschaftsüberwachung
Diese Arbeit analysiert Wirtschaftsspionage als ethisches Problem im Kontext ökonomischer Verhandlungen und asymmetrischer Information. Ziel ist es, den Einfluss illegaler Informationsbeschaffungsmethoden auf Verhandlungsergebnisse und die Fairnesswahrnehmung der beteiligten Akteure zu untersuchen und dabei interdisziplinäre wissenschaftstheoretische Ansätze zu validieren.
1.1 Problemstellung und Ziel der Untersuchung
Die Hauptgebiete dieser Studie sind (1) Wirtschaftsspionage als ethische Problemstellung, (2) ökonomische Verhandlungen, und (3) asymmetrische Information. Hier sollen kurz die Eckpunkte der in dieser Arbeit behandelten Problemstellung definiert werden. Ferner soll hier gezeigt werden, dass der Titel der Arbeit richtig formuliert ist. Ein weiterer Gesichtpunkt der Einleitung besteht darin, das Umfeld zu beschreiben, das sich aus dem Titel der Arbeit ergibt.
Der Titel besteht aus einer Hauptüberschrift und einem Untertitel, wobei der Untertitel die Methode beschreibt. Der Haupttitel lautet: „Wirtschaftsspionage in Verhandlungen aus informationsökonomischer und wirtschaftsethischer Perspektive“. Der Untertitel der Arbeit ist: „Eine interdisziplinäre Analyse“.
Das wichtigste Kriterium für die Wortwahl in diesem zweigeteilten Titel war der Wunsch nach einer klaren Unterteilung in die Problemstellung der Arbeit (Hauptüberschrift) und die benutzte Methode (Untertitel). Im folgenden soll die Bedeutung der verschiedenen Teile des Titels betrachtet werden. Dabei soll mit den wichtigsten Ideen des Hauptteils begonnen werden.
1 Einleitung: Definiert die Forschungsgebiete Wirtschaftsspionage, ökonomische Verhandlungen und Informationsasymmetrie sowie das methodische Ziel der Arbeit.
2 Der theoretische Teil: Bietet eine interdisziplinäre theoretische Einordnung der Forschungsthemen, einschließlich spieltheoretischer Modelle und wirtschaftsethischer Ansätze.
3 Der praktische Teil: Beschreibt die methodische Durchführung der empirischen Untersuchung, bestehend aus Laborexperimenten und Interviews.
4 Zusammenfassende Betrachtungen: Fasst die Ergebnisse der Hypothesentests zusammen und diskutiert Implikationen für die Verhandlungspraxis sowie künftige Forschung.
Wirtschaftsspionage, Internationale Verhandlungen, Informationsasymmetrie, Spieltheorie, Wirtschaftsethik, Fairness, Prozedurale Gerechtigkeit, Wirtschaftsüberwachung, Rational-Choice, Unternehmensethik, Verhandlungsanalyse, Business Intelligence, Laborexperiment, Moral, Informationssets
Die Arbeit untersucht das moralische Dilemma von Wirtschaftsspionage in internationalen Verhandlungen und deren Auswirkungen auf wirtschaftliche Ergebnisse sowie die Fairnesswahrnehmung.
Die zentralen Themen sind internationale Verhandlungen, Wirtschaftsethik (insbesondere Fairness), Wirtschaftsüberwachung und die Rolle asymmetrischer Information.
Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob sich Gewinne, Verhalten und die Fairnesswahrnehmung von Verhandlungsführern verändern, wenn unterschiedliche Informationssets (Informationsasymmetrien) vorliegen.
Es wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, der theoretische Analysen aus Spieltheorie, Wirtschaftsethik und Soziologie mit einer empirischen Untersuchung durch Laborexperimente und Experteninterviews kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse relevanter Disziplinen und einen praktischen Teil, in dem die drei aufgestellten Hypothesen mittels Experimenten und Interviews getestet werden.
Schlüsselwörter sind unter anderem Wirtschaftsspionage, Informationsasymmetrie, Spieltheorie, Fairness, Prozedurale Gerechtigkeit und Business Intelligence.
Das Modell der Informationssets ermöglicht es, verschiedene Grade der Symmetrie von Wissen zwischen Verhandlungsparteien zu klassifizieren und deren Auswirkungen auf das Verhandlungsergebnis zu messen.
Die Arbeit beleuchtet, wie ethische Vorstellungen die Nutzung von Informationsbeschaffungsmethoden beeinflussen und ob Fairness als Korrektiv in harten Wettbewerbssituationen fungiert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

