Bachelorarbeit, 2020
38 Seiten, Note: 1,7
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1. Einleitung
2. Bilder im Fremdsprachenunterricht
2.1 Argumente für den Einsatz von Bildern im Fremdsprachenunterricht
2.2 Landeskundliches Lernen durch Bilder
2.3 Visual Literacy
3. Bildtypen und Bildfunktionen
4. Kriterienkatalog zur Analyse landeskundlicher Bildfunktionen in DaF-Lehrwerken
5. Analyse der DaF-Lehrwerke
5.1 Auswahlkriterien für die untersuchten Lehrwerke und die Analysemethode
5.2 Untersuchung des Lehrbuchs Aspekte Neu B1 plus
5.2.1 Vorstellung des Lehrwerks
5.2.2 Darstellung der Ergebnisse
5.3 Untersuchung des Lehrbuchs Studio [21] B1.2
5.3.1 Vorstellung des Lehrwerks
5.3.2 Darstellung der Ergebnisse
5.4 Zusammenfassung
6. Didaktische Implikation für die Lehrkraft
6.1 Zu berücksichtigende Aspekte der landeskundlichen Bildfunktionen
6.2 Methodische Möglichkeiten bei der Arbeit mit Bildern
6.3 Konkrete Beispiele aus den untersuchten DaF-Lehrwerken
7. Fazit
Die Arbeit analysiert die landeskundlichen Funktionen von Abbildungen in zwei ausgewählten DaF-Lehrwerken und untersucht deren didaktische Implikationen für den Fremdsprachenunterricht, um aufzuzeigen, wie Lehrkräfte Visual Literacy fördern und landeskundliches Wissen durch Bilder vermitteln können.
1. Einleitung
Bilder werden in Lehrwerken häufig verwendet, da sie allgemein als leicht verständliche Kommunikationsformen eingeordnet werden können (vgl. Macaire/Hosch 1996: 8). Auch im Fremdsprachenunterricht spielen sie eine wesentliche Rolle: Eine Lektion bzw. der Unterricht kann mit Abbildungen beginnen, die den Lernenden die Möglichkeiten zum Sprechen und Schreiben bieten, das Hören oder Lesen von Text als Visualisierung begleiten, das Verständnis der Grammatik unterstützen und Informationen zur Landeskunde liefern (vgl. Biechele 2006: 17).
Laut Macaire und Hosch umfasst die Bildfunktion diejenigen Aspekte, die im Unterricht durch die Verwendung von Bildern ausgelöst werden können, beispielsweise die Fertigkeiten, die sie anregen, und die durch sie intendierte Unterstützung (vgl. Macaire/Hosch 1996: 75). Obwohl die allgemeinen Bildfunktionen in früheren Studien in unterschiedlichem Maß erläutert worden sind, sind ihre landeskundlichen Ausprägungen bisher kaum in den Deutsch-als-Fremdsprache(DaF)-Lehrwerken berücksichtigt worden (vgl. Bachtsevanidis 2012: 114). Daher liegt auf ihnen der Forschungsschwerpunkt dieses Beitrags. Aus diesem Kontext ergeben sich die folgenden Fragestellungen für den vorliegenden Artikel: Welche landeskundlichen Funktionen enthalten die Abbildungen in den DaF-Lehrwerken und erfüllen diese entsprechenden Kriterien? Was ist die didaktische Implikation der landeskundlichen Bildfunktionen für die Lehrkraft bzw. welche methodischen Möglichkeiten zur Arbeit mit diesem Instrument sind für sie verfügbar?
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz von Bildern im Fremdsprachenunterricht, definiert den Forschungsschwerpunkt auf landeskundliche Bildfunktionen und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Bilder im Fremdsprachenunterricht: Dieses Kapitel stellt theoretische Argumente für den Einsatz von Bildern dar und beleuchtet verschiedene Ansätze des landeskundlichen Lernens sowie das Konzept der Visual Literacy.
3. Bildtypen und Bildfunktionen: Hier werden unterschiedliche Kategorien von Bildern (wie Abbildungen, logische und analoge Bilder) klassifiziert und ihre spezifischen Funktionen im Lehrkontext differenziert.
4. Kriterienkatalog zur Analyse landeskundlicher Bildfunktionen in DaF-Lehrwerken: Auf Basis wissenschaftlicher Literatur wird ein spezialisierter Kriterienkatalog entwickelt, um landeskundliche Aspekte in Abbildungen systematisch bewerten zu können.
5. Analyse der DaF-Lehrwerke: In diesem Hauptteil werden die Lehrwerke "Aspekte Neu B1 plus" und "Studio [21] B1.2" anhand quantitativer und qualitativer Analysen systematisch untersucht und die Ergebnisse gegenübergestellt.
6. Didaktische Implikation für die Lehrkraft: Das Kapitel bietet Lehrkräften praktische Hinweise und konkrete Unterrichtsbeispiele, wie Bilder mit landeskundlichen Funktionen souverän im Unterricht eingesetzt und methodisch bearbeitet werden können.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der Visual Literacy für künftige Bildstudien im DaF-Kontext.
DaF-Lehrwerke, Landeskunde, Bildfunktionen, visuelle Medien, Fremdsprachenunterricht, Visual Literacy, Bildanalyse, interkulturelles Lernen, D-A-CH-Konzept, Didaktik, Lehrwerkanalyse, Bildverstehen, kulturelle Sensibilisierung, Unterrichtsmethodik, Lernerzentrierung
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Abbildungen in DaF-Lehrwerken, speziell im Hinblick darauf, wie diese Bilder landeskundliches Wissen vermitteln und das interkulturelle Verständnis der Lernenden fördern können.
Die zentralen Themen sind der Einsatz von Bildern im Fremdsprachenunterricht, die theoretischen landeskundlichen Bildfunktionen, das Konzept der Visual Literacy und die didaktische Aufbereitung dieser Materialien für Lernende.
Ziel ist es, die Qualität und Funktion von Bildern in modernen DaF-Lehrwerken (Aspekte Neu B1 plus und Studio [21] B1.2) systematisch zu prüfen, um daraus Empfehlungen für die Lehrpraxis abzuleiten.
Es wird eine Kombination aus quantitativen Angaben (Häufigkeit der Bilder) und einer qualitativen Lehrwerkanalyse auf Basis eines modifizierten Kriterienkatalogs nach Meijer und Jenkins eingesetzt.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte, tabellarisch gestützte Untersuchung und Gegenüberstellung der beiden ausgewählten Lehrwerke hinsichtlich ihrer landeskundlichen Bildfunktionen, gefolgt von einer Zusammenfassung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe wie DaF-Lehrwerke, Bildfunktion, Landeskunde, interkulturelles Lernen und Visual Literacy stehen im Zentrum der Analyse.
Während beide Lehrwerke das Interesse an fremden Kulturen wecken, zeigt die Analyse, dass das Lehrwerk "Studio [21] B1.2" eine umfassendere Integration verschiedener deutschsprachiger Länder (D-A-CH-Konzept) aufweist als "Aspekte Neu B1 plus".
Die Lehrkraft nimmt eine Vermittlerrolle ein; sie muss die Bildinhalte kritisch hinterfragen, Stereotype identifizieren und Lernende methodisch anleiten, um ein tieferes Verständnis statt einer oberflächlichen Betrachtung zu ermöglichen.
Der Autor betont, dass Lernende über visuelle Kompetenzen verfügen müssen, um Bilder nicht nur als Deko, sondern als bedeutungstragende Informationsquelle zu erschließen und kritisch interpretieren zu können.
Die Analyse ergab, dass die untersuchten Lehrwerke zwar keine interkulturellen Probleme oder Missverständnisse aktiv negieren, die Lehrkräfte jedoch angehalten sind, Bilder kritisch zu begleiten, da manche Illustrationen das Potenzial zu stereotypisierenden Vorstellungen bergen.
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