Examensarbeit, 1986
63 Seiten, Note: 1,0
Vorwort
Einleitung
Materialismus und Dialektik in der Geschichte der Naturphilosophie
Dialektischer Materialismus
Der Begriff 'Materie' als philosophische Grundkategorie
Die Existenzweise der Materie: Bewegung
Die Einheit und der Zusammenhang der Welt
Die Existenzformen der Materie: Raum und Zeit
Materialistische Dialektik
Das Gesetz des Umschlagens von Quantität in Qualität
Das Gesetz der Negation der Negation
Der dialektische Widerspruch
Versuch einer Begründung des Dialektischen Materialismus
Voraussetzungen
3-Phasen-Ansatz
Der ultimative Anfangszustand
Axiom 1 (Postulat).
Axiom 2 (1. Negation)
Axiom 3. (2. Negation)
Konsequenzen - Charakterisierung der Materie
Dialektik am Beispiel der Relativitätstheorie
Dialektik bei der Herausbildung der SRT
Dialektik bei der Herausbildung der ART
Dialektische Interpretation der Relativitätstheorie
Philosophische Konsequenzen, Deutungen
Zur Deutung von Einsteins Feldgleichung
Die Philosophie der Allgemeinen Relativitätstheorie
Der Relationalismus
Der Substanzialismus
Der Super-Substanzialismus
Dialektischer relationaler Substanzialismus
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Naturphilosophie des Dialektischen Materialismus systematisch darzustellen und dessen Relevanz für das moderne wissenschaftliche Weltbild aufzuzeigen. Dabei wird untersucht, inwiefern eine materialistisch-dialektische Sichtweise dazu beitragen kann, komplexe Naturphänomene adäquat zu beschreiben und die physikalische Erkenntnistheorie zu fundieren.
Die Existenzweise der Materie: Bewegung
Die Fülle der Daten naturwissenschaftlicher Forschung veranlassten Engels zu der Folgerung, dass die Existenz der Materie stets mit Bewegung verbunden ist.
"Die Bewegung ist die Daseinsweise der Materie. Nie und nirgends hat es Materie ohne Bewegung gegeben oder kann es sie geben. Bewegung im Weltraum, mechanische Bewegung kleinerer Massen auf den einzelnen Weltkörpern, Molekularschwingungen als Wärme oder als elektrische oder magnetische Strömung, chemische Zersetzung und Verbindung, organisches Leben - in einer der anderen dieser Bewegungsformen oder mehreren zugleich befindet sich jedes einzelne Stoffatom der Welt in jedem gegebenen Augenblick ... Materie ohne Bewegung ist ebenso undenkbar wie Bewegung ohne Materie. Die Bewegung ist daher ebenso unerschaffbar und unzerstörbar wie die Materie selbst."
Engels reduziert den Begriff der Bewegung nicht auf einfache mechanische Ortsveränderung, sondern Bewegung ist ihm Veränderung überhaupt.
"Bewegung ist dem allgemeinsten Sinn, in dem sie als Daseinsweise, als inhärentes Attribut der Materie gefasst wird, begreift alle im Universum vorgehenden Veränderungen und Prozesse in sich, von der bloßen Ortsveränderung bis zum Denken."
Materialismus und Dialektik in der Geschichte der Naturphilosophie: Dieses Kapitel liefert einen historischen Abriss der Philosophieentwicklung unter Berücksichtigung des Grundgegensatzes zwischen Materialismus und Idealismus.
Dialektischer Materialismus: Hier werden die zentralen Kategorien wie Materie, Bewegung, Raum und Zeit als philosophische Grundlagen der materialistischen Weltsicht definiert.
Materialistische Dialektik: Das Kapitel erläutert die drei dialektischen Grundgesetze – dem Umschlag von Quantität in Qualität, der Negation der Negation und den dialektischen Widerspruch – als Triebkräfte der Entwicklung.
Versuch einer Begründung des Dialektischen Materialismus: Hier wird anhand von Axiomen und einem 3-Phasen-Ansatz ein systemtheoretischer und naturphilosophischer Begründungszusammenhang für materielle Evolution entworfen.
Dialektik am Beispiel der Relativitätstheorie: Dieser Abschnitt konfrontiert die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie mit den Prinzipien des dialektischen Materialismus, um aktuelle physikalische Theorien philosophisch einzuordnen.
Philosophische Konsequenzen, Deutungen: Abschließend werden verschiedene ontologische Ansätze wie Relationalismus, Substanzialismus und der dialektische relationale Substanzialismus diskutiert.
Dialektischer Materialismus, Materialistische Dialektik, Naturphilosophie, Materie, Bewegung, Relativitätstheorie, Widerspruch, Qualität, Quantität, Kausalität, Relationalismus, Substanzialismus, Ontologie, Systemtheorie.
Die Arbeit untersucht die Naturphilosophie des Dialektischen Materialismus und dessen Eignung als Grundlage für ein widerspruchsfreies und wissenschaftlich fundiertes Weltbild.
Dazu gehören die historische Entwicklung der Philosophie, die systematische Darstellung materialistisch-dialektischer Gesetze sowie eine philosophische Interpretation moderner physikalischer Theorien wie der Relativitätstheorie.
Das Ziel ist es, zu zeigen, dass die materialistisch-dialektische Sichtweise eine adäquate und plausible Ontologie bietet, um Naturphänomene und wissenschaftliche Erkenntnisse kohärent zu interpretieren.
Es wird eine diskursive und analytische Methode genutzt, die Schriften der materialistischen Tradition kritisch mit naturwissenschaftlichen Befunden synthetisiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse der Bewegungsgesetze der Materie und deren Anwendung auf die physikalischen Raum-Zeit-Modelle Einsteins.
Zu den prägenden Begriffen zählen neben dem dialektischen Widerspruch insbesondere der Umschlag von Quantität in Qualität sowie das Prinzip der Negation der Negation.
Die Existenz von Lösungen in der Allgemeinen Relativitätstheorie, die einen Raum ohne Materie zulassen, wird kritisch als Gegenargument gegen radikal-relationalistische Positionen diskutiert.
Das Äquivalenzprinzip dient als zentraler Baustein, um den Dualismus von Trägheit und Gravitation aufzuheben und so die Einheit der Materie philosophisch zu unterstreichen.
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