Bachelorarbeit, 2022
53 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Über die Institution: Schule
2.1. Die Aufgaben und Ziele der Schule
3. Was zeichnet die Schulsozialarbeit aus?
3.1. Die Aufgaben und Leistungen der Schulsozialarbeit
3.1.1. Beratung und Unterstützung
3.1.2. Die sozialpädagogische Gruppenarbeit
3.1.3. Die Prävention
3.1.4. Förderung der Partizipation
3.1.5. Die Konfliktbewältigung
3.2. Die Ziele und Zielgruppen
3.3. Die Methoden der Schulsozialarbeit
3.4. Welche Grundsätze können schulsozialpädagogische Handlungen aufweisen?
3.5. Die historische Entwicklung dieser Berufsfeldpraxis
3.6. Aktueller Stand der Schulsozialarbeit
3.7. Die Angebote der Schulsozialarbeit
3.8. Die Begründungsmuster für Schulsozialarbeit
4. Zum Verhältnis zwischen Schulsozialarbeiter und Schule – die Zusammenarbeit
4.1. Wie sind die beiden Systeme strukturiert?
4.2. Welche Herausforderungen bringt die Kooperation mit sich?
4.2.1. Parallel zu der Kooperation eigene Verantwortungen
4.2.2. Überschneidungen hinsichtlich der Aufgaben und Zielgruppen
4.2.3. Die Ungewissheit über den Kooperationspartner
4.2.4. Unklare Strukturen und Zielsetzungen
4.3. Auf welche Weise gelingt eine Kooperation?
4.4. Das Distanzmodell
5. Effekte der Corona-Pandemie
5.1. Kurze Annäherung – was ist Corona?
5.2. Welche Folgen bringt die Corona Pandemie mit sich?
5.2.1. Für die Lehrkräfte und SchulsozialarbeiterInnen
5.2.2. Für Erziehungsberechtigte
5.2.3. Für Kinder und Jugendliche
5.3. Wie hat sich der schulische Alltag verändert? - Welche Maßnahmen werden an Schulen getroffen?
5.4. Was sind die dringendsten Bedürfnisse von SchülerInnen?
5.5. Inwiefern hat sich der Arbeitsalltag von SchulsozialarbeiterInnen durch die Corona Pandemie geprägt?
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die gegenwärtigen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Berufsfeldpraxis der Schulsozialarbeit. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, inwiefern sich der Arbeitsalltag von Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern durch die Pandemiebedingungen verändert hat und welche neuen Anforderungen sowie Belastungen für die Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule daraus resultieren.
3.1. Die Aufgaben und Leistungen der Schulsozialarbeit
Die Schulsozialarbeit war für eine lange Zeit gekennzeichnet durch die kontrollierte Sozialdisziplinierung „im Rahmen eines umfassenden Fürsorge- und Ordnungsstaates.“ (Speck, Karsten 2022, S.46) Diese wurde dann durch die Einführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes im Jahre 1990/1991 abgelöst. (Vgl. ebd., S.46) Demnach soll die Jugendhilfe „1. Junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern und dazu beitragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen, 2. Eltern und andere Erziehungsberechtigte bei der Erziehung beraten und unterstützen, 3. Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl schützen, 4. Dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen.“ (§1 Abs. 3 des SGB 8) Daraus kann abgeleitet werden, dass nicht nur benachteiligte junge Menschen die Zielgruppe der Schulsozialarbeit sind, sondern alle jungen Menschen und zusätzlich auch die Erziehungsberechtigten und Lehrkräfte. (Vgl. Speck, Karsten 2022, S.47) Die zentrale Aufgabe der SchulsozialarbeiterInnen ist es „Integrationsarbeit in die Gesellschaft zu leisten“ (Merten, Roland 1997, S.54). Die gesellschaftliche Aufgabe ist etwas zwiespältig, denn einerseits haben die SchulsozialarbeiterInnen die Personen zu unterstützen und zu fördern, damit ist gemeint, dass sie sich an die Personen orientieren sollen bei der Hilfeleistung. (Vgl. Speck, Karsten, S.47) Andererseits sollen sie auch bei der Durchsetzung der gesellschaftlichen Erwartungen, gleichzeitig die bestehenden Normen berücksichtigen. (Vgl. ebd., S.47) Diesbezüglich wird hier von einem Doppeltmandat gesprochen, da die sozialpädagogischen Fachkräfte zwischen Hilfe und Kontrolle stehen. (Vgl. ebd., S.47) Im Folgenden werden einige Aufgaben der Schulsozialarbeit erläutert.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, beschreibt die Entstehung der Pandemie und umreißt die Relevanz sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Über die Institution: Schule: Hier wird die Schule als zentrale gesellschaftliche Institution sowie ihre grundlegenden Funktionen und die Schulpflicht in Deutschland beleuchtet.
3. Was zeichnet die Schulsozialarbeit aus?: Ein umfassendes Kapitel, das Definitionen, Aufgabenbereiche, Zielgruppen, methodische Ansätze, Grundsätze und die historische Entwicklung der Schulsozialarbeit detailliert darstellt.
4. Zum Verhältnis zwischen Schulsozialarbeiter und Schule – die Zusammenarbeit: Dieses Kapitel analysiert das Kooperationsverhältnis, strukturelle Unterschiede der beiden Systeme sowie Hemmnisse und Gelingensfaktoren der Zusammenarbeit.
5. Effekte der Corona-Pandemie: Im Hauptteil werden die Folgen der Pandemie für verschiedene Akteure im Bildungssystem sowie die Veränderungen des schulischen Alltags und des Arbeitsalltags der Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter analysiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die veränderten Anforderungen an die Profession in Zeiten der Krise.
Schulsozialarbeit, Corona-Pandemie, Schule, Jugendhilfe, Kooperation, Distanzunterricht, Bildungsungleichheit, Kinderswohl, Schulschließungen, Schulsozialarbeiter, Sozialpädagogik, Lebensbewältigung, Einzelfallhilfe, Prävention, System Schule
Die Arbeit beleuchtet die Rolle und die Arbeitsweise der Schulsozialarbeit vor dem Hintergrund der durch die Corona-Pandemie ausgelösten gesellschaftlichen und bildungspolitischen Veränderungen.
Zentrale Themen sind die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe sowie die spezifischen Belastungen durch Distanzunterricht und Pandemieeinschränkungen.
Das Hauptziel ist es zu klären, wie sich die Corona-Pandemie auf das Berufsfeld der Schulsozialarbeit ausgewirkt hat und wie die Fachkräfte auf die neuen Herausforderungen reagieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender fachwissenschaftlicher Konzepte, rechtlicher Grundlagen (z.B. SGB VIII) und aktueller Forschungsberichte zur Situation während der Pandemie.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Schulsozialarbeit, eine Analyse der Kooperation mit der Schule sowie eine detaillierte Untersuchung der Auswirkungen der Pandemie auf verschiedene Akteure, insbesondere auf den Arbeitsalltag der Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Schulsozialarbeit, Corona-Pandemie, Kooperation, System Schule, Distanzunterricht und Bildungsungleichheit definiert.
Das Doppeltmandat beschreibt das Dilemma, dass sozialpädagogische Fachkräfte einerseits unterstützend, fördernd und parteilich für ihre Klienten agieren, andererseits aber in einem institutionellen Setting wie der Schule auch gesellschaftliche Erwartungen und Normen vertreten müssen.
Der Wechsel erschwerte den informellen Kontakt zu den Schülern erheblich. Schulsozialarbeiter mussten neue Wege für die Beratung finden, digitale Infrastrukturen neu bewerten und verstärkt kontrollierende oder vermittelnde Aufgaben bei Notsituationen und Kindeswohlgefährdungen übernehmen.
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