Masterarbeit, 2010
56 Seiten, Note: 2.0
1 Rechtliche Vorgaben
2 Wirtschaftlicher/Organisatorischer Bedarf an Hochverfügbarkeit
3 Technologische Grundlagen
4 Wahl des angemessenen Schutzmodus
4.1 Maximum Protection
4.2 Maximum Availability
4.3 Maximum Performance
4.4 Zusammenfassung zu den Schutzmodi
5 Minimierung Ungeplanter Ausfallzeit: Failover
5.1 Manuelles Failover
5.2 Fast-Start Failover
5.3 Zeitbedarf für das Failover (RTO)
6 Minimierung geplanter Ausfallzeit: Switchover
6.1 Upgrade
6.2 Migration auf andere Plattform / anderes Storage
7 Zusätzlicher wirtschaftlicher Nutzen - Steigerung des ROI
7.1 Nutzung von Standby Datenbanken für Abfragen
7.1.1 Zugriff auf Physical Standby Datenbanken
7.1.2 Zugriff auf Logical Standby Datenbanken
7.2 Verlagerung des Backups zur Standby Datenbank
7.3 Nutzung der Standby Datenbank als Testsystem
8 Alternative Hochverfügbarkeitslösungen
8.1 Real Application Clusters
8.2 Maximum Availability Architecture
8.3 Extended RAC
8.4 Remote Mirroring
8.5 Zusammenfassung zu den Alternativen
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Sicherstellung der Hochverfügbarkeit von Oracle-Datenbanken, wobei technologische, wirtschaftliche und organisatorische Aspekte in Einklang gebracht werden sollen, um Entscheidungen über Sicherungsstrategien ökonomisch fundiert zu treffen.
4.3 Maximum Performance
Dieser niedrigste Schutzmodus stellt die geringsten Anforderungen bzgl. Netzwerkverbindung und Distanz und beeinträchtigt die Performance der primären Datenbank nicht. Dafür muß im Schadensfall mit Datenverlust gerechnet werden.
Die Übertragung des Redo Streams geschieht hier asynchron, also Transaktionen werden auf der primären Datenbank festgeschrieben ohne auf eine Empfangsbestätigung der Standby Datenbank zu warten, genauso, wie wenn keine Data Guard Konfiguration vorläge. Die Latenz der Netzwerkverbindung ist hier also von untergeordneter Bedeutung.
Die Bandbreite der Netzwerkverbindung ist gleichwohl insofern relevant, als eine zu geringe Bandbreite zu einem größeren zeitlichen Abstand zwischen primärer Datenbank und Standby Datenbank führt. Mit anderen Worten: Wenn die Aktualisierung der Standby Datenbank (etwa in Zeiten hoher Aktivität bei der primären Datenbank) aufgrund der zu geringen Bandbreite der Netzwerkverbindung nicht mit der Änderungsrate der primären Datenbank Schritt halten kann, vergrößert sich das RPO, falls in dieser Phase die primäre Datenbank beschädigt wird und ein Wechsel zur Standby Datenbank erfolgen muß.
Je höher die Bandbreite bzw. je geringer das Redo-Aufkommen, desto kleiner also das RPO, während das RTO unverändert bleibt, da ein Wechsel zur Standby Datenbank in gleicher Weise wie bei höherer Aktualität der dortigen Daten - bezogen auf die primäre Datenbank - erfolgt.
1 Rechtliche Vorgaben: Das Kapitel erläutert die gesetzlichen Anforderungen an die IT-Verfügbarkeit, insbesondere für regulierte Branchen wie Banken und Telekommunikation.
2 Wirtschaftlicher/Organisatorischer Bedarf an Hochverfügbarkeit: Hier werden ökonomische Risiken und Kosten von Ausfallzeiten analysiert, um eine Basis für Investitionsentscheidungen zu schaffen.
3 Technologische Grundlagen: Das Kapitel führt in die Architektur von Oracle Data Guard und das Konzept des Redo-Transports ein.
4 Wahl des angemessenen Schutzmodus: Es werden die drei Schutzmodi von Data Guard hinsichtlich Performance-Auswirkungen und Datenverlustrisiko differenziert.
5 Minimierung Ungeplanter Ausfallzeit: Failover: Das Kapitel behandelt manuelle und automatische Strategien zur Umschaltung auf eine Standby-Datenbank bei technischen Defekten.
6 Minimierung geplanter Ausfallzeit: Switchover: Hier wird der Rollentausch zur Durchführung von Wartungsarbeiten, wie Upgrades, ohne nennenswerte Unterbrechung beschrieben.
7 Zusätzlicher wirtschaftlicher Nutzen - Steigerung des ROI: Das Kapitel zeigt auf, wie Standby-Systeme durch Abfragen, Backups und Tests produktiv genutzt werden können, um Kosten zu rechtfertigen.
8 Alternative Hochverfügbarkeitslösungen: Es erfolgt eine kritische Gegenüberstellung von Data Guard mit RAC und Remote Mirroring unter ökonomischen Aspekten.
Hochverfügbarkeit, Oracle Data Guard, Datenbank-Management, Ausfallzeit, RPO, RTO, Failover, Switchover, Return on Investment, Real Application Clusters, Remote Mirroring, Redo Stream, Maximum Protection, Disaster Recovery, Business Continuity.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Sicherstellung der Hochverfügbarkeit von unternehmenskritischen Oracle-Datenbanken durch den Einsatz der Lösung Oracle Data Guard unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und technologischer Faktoren.
Die Arbeit behandelt die rechtlichen Anforderungen an Verfügbarkeit, die verschiedenen Schutzmodi bei Data Guard, Techniken zur Minimierung von geplanten und ungeplanten Ausfallzeiten sowie die wirtschaftliche Bewertung verschiedener Hochverfügbarkeitsansätze.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Datenverlust und Systemausfälle durch Oracle Data Guard vermieden werden können, wobei gleichzeitig die Entscheidungsfindung für Unternehmen durch eine ökonomische Betrachtung der Investitionskosten und des Nutzens unterstützt wird.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Technologieanalyse, in der aktuelle Best Practices für Oracle-Hochverfügbarkeitslösungen ausgewertet und in einen ökonomischen Kontext zum Risikomanagement gesetzt werden.
Der Hauptteil analysiert die technologischen Konzepte von Data Guard, die verschiedenen Schutzmodi, Methoden für Failover und Switchover, zusätzliche produktive Nutzungsmöglichkeiten der Standby-Systeme sowie den Vergleich zu Alternativlösungen wie RAC.
Wichtige Begriffe sind Hochverfügbarkeit, RPO (Recovery Point Objective), RTO (Recovery Time Objective), Zero-Data-Loss, Data Guard, Return on Investment, Business Continuity und Oracle-Datenbankarchitektur.
Ein Snapshot Standby bietet die Möglichkeit, Änderungen vorab auf einem physisch identischen Datenbestand zu testen, was präzisere Ergebnisse liefert und für Administratoren mit geringerem Aufwand verbunden ist als herkömmliche Testumgebungen.
Data Guard ist hochgradig auf Oracle-Datenbanken spezialisiert und effizient, während Remote Mirroring universell für verschiedene Applikationen eingesetzt werden kann; die Kombination ermöglicht die Absicherung der gesamten kritischen IT-Infrastruktur.
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