Diplomarbeit, 2003
86 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Zielsetzung und Aufbau dieser Arbeit
1.3 Zeitliche und inhaltliche Abgrenzung dieser Arbeit
2. Hintergründe zu Zypern
2.1 Der Zypernkonflikt im historischen Rückblick
2.1.1 Die Zeit unter britischer Kolonialherrschaft und die Entstehung der Republik Zypern (1878 – 1959)
2.1.2 Zyperns aufgezwungene Verfassung und resultierende Probleme (1960 – 1967)
2.1.3 Die türkische Invasion und die Unabhängigkeitserklärung des Nordteils (1974 – 1984)
2.2 Konfliktlösungsversuche
2.2.1 Die Rolle der Europäischen Union im Zypernkonflikt
2.2.2 Vermittlungsversuche der UN und die aktuelle Situation in Zypern
2.3 Die wirtschaftliche Lage des geteilten Zyperns
2.3.1 Die Republik Zypern
2.3.2 Die Türkischen Republik Nordzypern
3. Der Weg Zyperns in die Europäische Union im historischen Überblick
3.1 Von der Unabhängigkeit bis zum Abschluss des Assoziierungsabkommens (1960-1973)
3.2 Von der türkischen Invasion bis zur Anwendung der zweiten Stufe des Assoziierungsabkommens (1974-1989)
3.3 Der Beitrittsantrag zur Europäischen Gemeinschaft und die Reaktionen der EU (1990-1997)
3.4 Von der Aufnahme der Beitrittsverhandlungen 1998 bis heute
4. Chancen und Risiken des Beitritt Zyperns zur Europäischen Union
4.1 Analyse verschiedener Problembereiche Zyperns bis zum Beitritt anhand der Kopenhagener Kriterien
4.1.1 Die politischen Kriterien
4.1.2 Die wirtschaftlichen Kriterien
4.1.3 Die Umsetzung des gemeinsamen Besitzstandes
4.2 Analyse eines geteilten Zyperns in der Europäischen Union
4.2.1 Aus der Sicht der Europäischen Union
4.2.1.1 Politische Vor- und Nachteile
4.2.1.2 Wirtschaftliche Vor- und Nachteile
4.2.2 Aus der Sicht der Republik Zypern
4.2.2.1 Politische und rechtliche Vor- und Nachteile
4.2.2.2 Wirtschaftliche Vor- und Nachteile
4.3 Analyse eines geeinten Zyperns in der Europäischen Union
4.4 Zusammenfassung der Analysen
5. Schlusswort
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert die politischen und wirtschaftlichen Chancen sowie Risiken, die sich aus dem EU-Beitritt Zyperns ergeben. Im Fokus steht dabei die Untersuchung der Auswirkungen, sowohl vor als auch nach dem Beitritt, für Zypern selbst sowie für die Europäische Union, unter besonderer Berücksichtigung der Teilung der Insel.
Die Rolle der Europäischen Union im Zypernkonflikt
Bis 1974 und auch nach der türkischen Invasion versuchte sich die EG gegenüber Zypern politisch neutral zu verhalten. Dies resultierte vor allem aus der Uneinigkeit der Mitgliedsstaaten einen gemeinsamen Standpunkt hinsichtlich der Zypernfrage einzunehmen und dem Problem, die guten Beziehungen zu den zwei ‚Mutterländern’ erhalten zu wollen. Zudem bestand (und besteht) ein grundsätzlicher Mangel an finanziellen und personellen Ressourcen, um an einer Konfliktlösung aktiv mitzuwirken. Als beste Position sah man deshalb an, die schon in den Konflikt involvierte UN zu bemühen und deshalb „in Zukunft die Initiativen der Vereinten Nationen unterstützten [sic] zu wollen“.
Als Griechenland 1981 der EG beitrat, konnte man nicht mehr an einer Neutralitätspolitik festhalten. In den Beitrittsverhandlungen versicherte die damalige konservative griechische Regierung der EG zwar noch, dass sie diese nicht in den griechisch-türkischen Konflikt hineinziehen würde, im Beitrittsjahr kam es allerdings zu einem Regierungswechsel. Seitdem versucht die griechische Regierung die europäische Politik zu ihren Gunsten zu beeinflussen und verknüpft deshalb in ihrer Zypernpolitik den Inselkonflikt mit der Türkeipolitik der EG / EU. Durch die Androhung und auch die Nutzung des Vetoinstrumentes in bezug auf die Türkei gelang es ihr die europäische Politik gegenüber Zypern vor allem seit deren Beitrittsantrag zur EU 1990 wesentlich zu beeinflussen. Als die EU die Republik Zypern als Beitrittskandidat zuließ, wurde sie damit in den Konflikt hineingezogen.
Aus diesem Grund sah man nun die Notwendigkeit mehr auf eine politische Lösung hinzuwirken. Zusätzlich zu den an die involvierten Parteien gerichteten Empfehlungen und Verurteilungen wurde 1993 ein Sonderbeauftragter der EU bestimmt, der seitdem bei den UN-Friedensgesprächen als Beobachter anwesend ist.
1. Einleitung: Hinführung zum Thema des EU-Beitritts Zyperns, Problemstellung der Teilung und Zielsetzung der Arbeit.
2. Hintergründe zu Zypern: Detaillierte historische Analyse des Zypernkonflikts sowie Darstellung der wirtschaftlichen Lage des geteilten Zyperns.
3. Der Weg Zyperns in die Europäische Union im historischen Überblick: Chronologische Aufarbeitung der Beziehungen Zyperns zur EU vom Assoziierungsabkommen bis zu den Beitrittsverhandlungen.
4. Chancen und Risiken des Beitritt Zyperns zur Europäischen Union: Zentrale Problemanalyse anhand der Kopenhagener Kriterien und Szenario-Bewertung für ein geteiltes beziehungsweise geeintes Zypern in der EU.
5. Schlusswort: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Fazit zur Bedeutung des Beitritts.
Zypernkonflikt, Europäische Union, EU-Beitritt, Kopenhagener Kriterien, Republik Zypern, Türkische Republik Nordzypern, TRNZ, Wirtschaftswachstum, Integration, Mittelmeerpolitik, Konfliktlösung, Assoziierungsabkommen, Wirtschaftslage, Erweiterungsprozess, geteilte Insel.
Die Arbeit befasst sich mit den wirtschaftlichen und politischen Chancen sowie Risiken, die für Zypern und die Europäische Union aus dem Beitritt Zyperns zur EU entstehen.
Im Zentrum stehen die historischen Hintergründe des Zypernkonflikts, die ökonomische Analyse des geteilten Landes sowie die politischen Prozesse der EU-Integration.
Das Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die Herausforderungen und Potenziale zu geben, die sich aus der Aufnahme Zyperns in die Europäische Gemeinschaft ergeben.
Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und ökonomische Analyse, basierend auf der Auswertung von Berichten, Verträgen und Wirtschaftsdaten zur Beurteilung der Beitrittsfähigkeit.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der EU-Beitrittsbemühungen sowie eine detaillierte Analyse der wirtschaftlichen und politischen Beitrittskriterien.
Zypernkonflikt, EU-Beitritt, Kopenhagener Kriterien, wirtschaftliche Entwicklung, Integration und politische Teilung sind maßgebliche Begriffe.
Das Scheitern liegt primär am mangelnden politischen Willen der beteiligten Parteien in der Türkischen Republik Nordzypern und der Türkei, sowie an sicherheits- und machtpolitischen Interessen der Region.
Das Embargo durch den Europäischen Gerichtshof macht den direkten Handel zwischen der TRNZ und der EU weitgehend unmöglich, was die internationale Isolation des Nordteils verstärkt.
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