Bachelorarbeit, 2020
42 Seiten
1. Einleitung
2. Der Glücksbegriff in Aristoteles’ Nikomachischer Ethik
2.1. Glück als höchstes Gut
2.2. Handlungen und Güter
2.3. Das Ergon-Argument
2.4. Tugenden bei Aristoteles
2.5. Lust bei Aristoteles
3. Der Glücksbegriff bei Epikur
3.1. Lust und Unlust
3.2. Begierden
3.3. Tugend und Genügsamkeit
3.4. Die vierfache Medizin
3.4.1. Die Furcht vor den Göttern
3.4.2. Die Furcht vor dem Tod
3.4.3. Grenzen der Lust und des Schmerzes
4. Vergleich
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff des Glücks (Eudaimonia) und dessen Erreichbarkeit aus der Perspektive der antiken Philosophen Aristoteles und Epikur. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie der Mensch nach antiker Auffassung ein glückliches Leben führen kann, welche Rolle dabei Vernunft, Tugend und Lust spielen und inwiefern diese antiken Lehren auch für den modernen Menschen von Relevanz sind.
2. Der Glücksbegriff in Aristoteles‘ Nikomachischer Ethik
Aristoteles wurde im Jahre 384 v. Chr. in Stagiros (heutiges Griechenland) geboren. Er war Schüler des Platon und übernahm auch einige Lehrmeinungen von diesem, formte sie aber um. Im Jahre 322 v. Chr. starb Aristoteles.
Die Philosophie seines Lehrers Platon war für Aristoteles sehr prägend. In seiner Ethik wandte er sich allerdings von dessen Lehren ab. Aristoteles versuchte zwar wie Platon auch, das Verhältnis zwischen Tugend und Glück mit Hilfe einer Seelenlehre zu erörtern, allerdings liegt für ihn das Hauptaugenmerk vor allem auf der Vernunft. Aristoteles entwirft in seinen Werken - und vor allem in der Nikomachischen Ethik - eine „Strebensethik“. Denn hier legt der Philosoph das Gute als „Ziel, zu dem alles strebt“ fest und definiert dieses Gute am Ende als die Glückseligkeit, das höchste Ziel des menschlichen Strebens (Eudaimonia).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema des Strebens nach Glück ein und stellt das Ziel vor, die Lehren von Aristoteles und Epikur vergleichend zu untersuchen.
2. Der Glücksbegriff in Aristoteles‘ Nikomachischer Ethik: Der Fokus liegt auf der Eudaimonia als höchstem Gut, dem Ergon-Argument sowie der Bedeutung der Tugendlehre und der Vernunft für ein gelingendes Leben.
3. Der Glücksbegriff bei Epikur: Dieses Kapitel expliziert Epikurs hedonistische Ethik, in der die Abwesenheit von Schmerz und die Seelenruhe (Ataraxia) das zentrale Ziel markieren.
4. Vergleich: Aristoteles und Epikur werden einander gegenübergestellt, wobei Gemeinsamkeiten in der Zielsetzung, aber wesentliche Unterschiede in der Lebenspraxis und sozialen Einbindung hervorgehoben werden.
5. Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, wobei die Bedeutung einer positiven Lebenseinstellung und die Anleitung zum Glücksstreben abschließend reflektiert werden.
Glück, Eudaimonia, Aristoteles, Epikur, Ataraxia, Tugend, Vernunft, Lust, Nikomachische Ethik, Lebensführung, Ergon-Argument, Mesotes, Seelenruhe, Philosophische Ethik
Die Arbeit behandelt die ethischen Vorstellungen von Aristoteles und Epikur bezüglich der Frage, was ein glückliches Leben ausmacht und wie das Glück erreichbar ist.
Zentrale Themen sind die Glückseligkeit (Eudaimonia), der Stellenwert von Vernunft, Tugenden, Begierden sowie der richtige Umgang mit Lust und Schmerz.
Primäres Ziel ist ein Vergleich der beiden antiken Glückstheorien, um deren Kernpunkte zu identifizieren und die Anwendbarkeit auf die heutige Lebensführung zu prüfen.
Die Arbeit nutzt eine komparative und analytische Methode, indem sie die relevanten Hauptwerke der Philosophen sichtet, deren Begriffe definiert und ihre Konzepte systematisch gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erörterung der aristotelischen Ethik (insbesondere der Vernunft und Tugend) und eine inhaltliche Darstellung der epikureischen Lehre (insbesondere der Seelenruhe und Medizin gegen Ängste).
Die wichtigsten Begriffe sind Glück, Eudaimonia, Ataraxia, Tugend, Aristoteles, Epikur, Vernunft und Lust.
Während Aristoteles die Vernunft als notwendiges Mittel zur Tugendhaftigkeit im sozialen Gefüge sieht, fungiert sie bei Epikur eher als therapeutisches Instrument, um Ängste abzubauen und Seelenruhe zu erlangen.
Epikur argumentiert, dass man den Tod nicht zu fürchten braucht, da er keine Empfindung ermöglicht und somit keine Schmerzen verursachen kann; solange wir existieren, ist der Tod nicht da, und wenn der Tod da ist, existieren wir nicht mehr.
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