Diplomarbeit, 2010
122 Seiten, Note: 1,7
1 Zielsetzung der Arbeit und Gang der Untersuchung
2 Geschichte und wirtschaftliche Bedeutung des Leasing
2.1 Der Leasingmarkt in Deutschland
2.2 Leasing aus Anbietersicht
2.2.1 Mobilienleasing
2.2.2 Immobilienleasing
2.2.3 Schiffs- und Flugzeugleasing/Big-Ticket-Leasing
2.3 Leasing aus Abnehmersicht
2.3.1 Private Leasingnehmer /Konsumgüterleasing
2.3.2 Gewerbliche Leasingnehmer
2.4 Vertriebswege im Leasinggeschäft
2.4.1 Direktvertrieb/Vermittler
2.4.2 Hersteller-/Vendorleasing
2.4.2.1 Direktes Herstellerleasing
2.4.2.2 Indirektes Herstellerleasing
2.4.3 Bankenleasing
3 Rechtliche Einordnung von Leasingverhältnissen
3.1 Zivilrechtliche Einordnung des Leasinggeschäfts
3.2 Steuerliche Einordnung des Leasinggeschäfts nach HGB
3.2.1 Finanzierungsleasing
3.2.2 Vollamortisationsverträge
3.2.3 Teilamortisationsverträge
3.2.4 Mietkaufverträge
3.2.5 Operating-Leasing nach HGB
3.3 Zusammenfassung von Kapitel 2 und 3
4 Die Systematik einer Leasinggesellschaft
4.1 Die Leasingbranche nach der Unternehmenssteuerreform 2008
4.2 Gewerbesteuerbelastungsvergleich
4.3 Leasingtypische Effekte
4.3.1 Liquiditätseffekte
4.3.2 Bilanzeffekte
4.3.3 Steuerliche Effekte
4.3.4 Kalkulatorische Effekte
4.4 Kernkompetenzen von Leasinggesellschaften
4.4.1 Prozesse vor Vertragsschluss
4.4.2 Risikosteuerung einer Leasinggesellschaft
4.4.2.1 Objektrisiken
4.4.2.2 Kredittypische Risiken
4.4.2.3 Vertragliche Risiken
4.4.3 Objektverwertungskompetenzen der Leasinggesellschaften
4.4.4 Refinanzierung von Leasinggesellschaften
4.5 Die Leasingrate
4.6 Berechnung der Leasingrate
4.7 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Auswirkungen und Erfolgsmessung einer Vertriebskooperation aus Sicht des Herstellers
5.1 Die IKB Leasing GmbH
5.2 Ziele einer Vertriebskooperation
5.2.1 Prämissen einer Vertriebskooperation
5.2.2 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.3 Erfolgsmessung einer Vertriebskooperation
5.3.1 Herleitung von Kennzahlen aus den Herstellerzielen
5.3.1.1 Ziel Befriedigung der Kundennachfrage
5.3.1.2 Ziel Umsatzförderung
5.3.1.3 Ziel Verringerung Forderungsausfälle
5.3.1.4 Ziel Erweiterung des Serviceangebotes
5.3.1.5 Ziel Kontrolle Sekundärmarkt
5.3.1.6 Ziel Nutzung von vorhandenem Know-how
5.3.1.7 Ziel Reduzierung der Rabattgewährung
5.3.2 Aufbau der „Herstellerleasing Scorecard“
5.3.3 Erfolgsmessung anhand der Scorecard
5.4 Bilanzielle Auswirkungen
5.4.1 Auswirkungen auf Bilanzkennzahlen
5.5 Auswirkungen auf zukünftige Cash Flows
5.6 Zusammenfassung der Ergebnisse
6 Zusammenfassende Würdigung
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Rolle des Herstellerleasings als Instrument der Absatzfinanzierung, wobei der Fokus auf den Auswirkungen auf die Bilanz sowie der Stabilisierung des Cash Flows beim Hersteller liegt. Ziel ist es, ein Instrumentarium zur Erfolgsmessung von Vertriebskooperationen zwischen Herstellern und Leasinggesellschaften zu entwickeln.
Die Systematik einer Leasinggesellschaft
Jahrzehnte lang wurden im Zusammenhang mit Leasing dieselben Vorteile genannt. Bilanzneutralität, Liquiditätseffekte usw. waren und sind für viele Entscheidungskriterien pro Leasing. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen bilanzieller und rechtlicher Natur gilt es, die Vorteile des Leasing zu hinterfragen. In diesem Zusammenhang wird kurz erläutert, wie sich die Rahmenbedingungen für Leasinggesellschaften im Zuge der Unternehmenssteuerreform 2008 entwickelt haben. Weiter noch werden die Kernkompetenzen von Leasinggesellschaften aufgezeigt und es wird erläutert, wie eine Leasingrate kalkuliert wird.
Die verschiedenen Anbieter auf dem Leasingmarkt können nach der Gesellschaftsstruktur aufgeteilt werden. Es wird nach Leasinggesellschaften mit Bankenhintergrund, Leasinggesellschaften mit Herstellerhintergrund (speziell in der Automobilbranche) und unabhängigen Leasinggesellschaften unterschieden. Hiervon abhängig ist die Refinanzierungskompetenz der jeweiligen Gesellschaft. Eine Gemeinsamkeit von Leasinggesellschaften ist ihre Bilanzstruktur. Einem hohen Anlagevermögen stehen eine hohe Fremdkapitalquote und eine niedrige Eigenkapitalquote entgegen. Somit hat eine Leasinggesellschaft bei der Generierung von Neugeschäft einen ständigen, hohen Investitions- und daher auch Fremdkapitalbedarf.
1 Zielsetzung der Arbeit und Gang der Untersuchung: Einleitung in die Thematik der Leasingbranche, Herausforderungen durch aktuelle Steuerreformen und Definition des Forschungsziels dieser Arbeit.
2 Geschichte und wirtschaftliche Bedeutung des Leasing: Rückblick auf die Entwicklung des Leasings in Deutschland, Differenzierung zwischen Mobilien- und Immobilienleasing sowie Analyse verschiedener Vertriebswege und Kundensegmente.
3 Rechtliche Einordnung von Leasingverhältnissen: Untersuchung der zivilrechtlichen Grundlagen ohne eigenständige gesetzliche Definition sowie steuerrechtliche Einordnung von Finanzierungsleasing und verschiedenen Vertragsarten nach HGB.
4 Die Systematik einer Leasinggesellschaft: Detaillierte Betrachtung der Branchensituation nach 2008, der leasingspezifischen Vorteile für Kunden und der notwendigen Kernkompetenzen einer Leasinggesellschaft in Prozess- und Risikomanagement.
5 Auswirkungen und Erfolgsmessung einer Vertriebskooperation aus Sicht des Herstellers: Entwicklung eines kennzahlenbasierten Instruments (Scorecard) zur Erfolgsmessung von Vertriebskooperationen und Analyse der Auswirkungen auf Bilanz und Cash Flow.
6 Zusammenfassende Würdigung: Synthese der Untersuchungsergebnisse und Fazit zur Bedeutung des Herstellerleasings als Absatzfinanzierungsinstrument.
Herstellerleasing, Vertriebskooperation, Absatzfinanzierung, Bilanzkennzahlen, Cash Flow, Leasinggesellschaft, Scorecard, Risikomanagement, Finanzierungsleasing, Immobilienleasing, Mobilienleasing, Unternehmenssteuerreform 2008, Refinanzierung, Objektbonität, Vertriebsleasing.
Die Arbeit analysiert das Herstellerleasing als strategisches Instrument der Absatzfinanzierung und untersucht, wie Hersteller ihren Vertriebserfolg in Kooperation mit Leasinggesellschaften messen und steuern können.
Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen und steuerlichen Systematik des Leasings, den internen Prozessen und Risikokompetenzen von Leasinggesellschaften sowie der Entwicklung einer Scorecard zur Messung des Kooperationserfolgs.
Das Hauptziel ist die Erarbeitung eines Instruments (die "Herstellerleasing Scorecard"), mit dem Hersteller den Erfolg ihrer Vertriebskooperationen messbar machen und quantitativ analysieren können.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu rechtlichen/steuerlichen Rahmenbedingungen und einer praxisorientierten Methodik, die auf einer Expertenbefragung sowie der Entwicklung eines Excel-basierten Kennzahlensystems basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Leasing-Systematik, die Analyse der Auswirkungen von Steuerreformen auf die Branche und die detaillierte Herleitung von Kennzahlen für die Erfolgsmessung von Vertriebskooperationen.
Zentrale Begriffe sind Herstellerleasing, Vertriebskooperation, Bilanzkennzahlen, Cash Flow, Scorecard und Risikomanagement.
Beim direkten Herstellerleasing gründet der Hersteller eine eigene Leasinggesellschaft (Same-Name-Leasing), während er beim indirekten Modell mit externen Partnern kooperiert, um das Know-how und die Infrastruktur der Leasinggesellschaft zu nutzen.
Sie ermöglicht es dem Hersteller, den Erfolg seiner Leasingaktivitäten anhand von gewichteten Kennzahlen – wie Umsatzförderung, Kundenzufriedenheit und Risikokontrolle – datengestützt zu bewerten und operative Optimierungsmaßnahmen abzuleiten.
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