Diplomarbeit, 2010
71 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Bezugsrahmen der Arbeit
2.1 Definition einer Online-Auktion
2.2 Merkmale von Versteigerungen im Internet
2.3 Charakteristika verschiedener Auktionsformen
2.3.1 Englische Auktion
2.3.2 Holländische Auktion
2.3.3 Höchstpreisauktion (First-Price-Auktion)
2.3.4 Vickrey-Auktion(Second-Price-Auktion)
2.3.5 Die Auktionen bei eBay (California-Auktion)
2.4 Vorteile der Online-Auktionen
2.5 Nachteile der Online-Auktionen
3 Wahl der Auktionsform
3.1. Die optimale Auktionsform im Private-Value-Modell
3.1.1 Private Value
3.1.2 Optimale Bietstrategie bei Private-Value-Auktionen
3.1.2.1 Englische und Vickrey-Auktion
3.1.2.2 Höchstpreis- und Holländische Auktion
3.1.3 Das Revenue Equivalence Theorem
3.2 Die optimale Auktionsform im Common-Value-Modell
3.2.1 Common Value
3.2.2 Der Fluch des Gewinners („Winner’s Curse“)
3.2.3 Einfluss der Auktionsform auf den Fluch des Gewinners
3.3 Die optimale Auktionsform im Affiliated-Value-Modell
3.3.1 Affiliated Value
3.3.2 Das Verkettungsprinzip („Linkage principle“)
3.4 Kritische Würdigung der auktionstheoretischen Modelle
3.5 Empirische Ergebnisse und Schlussfolgerungen
4 Höhe des Startpreises
4.1 Startpreis
4.2 Geheimer Mindestpreis
4.3 Exkurs: „Sofort-Kauf“ – Option
5 Gestaltung des Angebotes
5.1 Artikelbeschreibung
5.2 Artikelbezeichnung, Kategorisierung und Hervorhebungen
5.3 Abbildungen des Artikels
6 Auktionsdauer und Auktionsendzeitpunkt
6.1 Auktionsdauer
6.2 Sniping
6.3 Wahl des optimalen Auktionsendzeitpunktes
7 Die Reputation des Verkäufers
7.1 Die Notwendigkeit von Bewertungssystemen
7.2 Einfluss der Reputation
8 Zusammenfassende Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die wesentlichen Einflussfaktoren auf den Auktionsendpreis bei Online-Auktionen und leitet praxisnahe Empfehlungen für gewerbliche Anbieter zur Optimierung ihrer Auktionsgestaltung ab. Dabei stehen die auktionstheoretischen Grundlagen, die Wirkung von Startpreisen, Angebotsgestaltung, zeitlichen Faktoren sowie der Verkäuferreputation im Zentrum der Analyse.
3.1.2 Optimale Bietstrategie bei Private-Value-Auktionen
Der Erlös einer Auktion ist abhängig davon, welche Beträge die Teilnehmer bieten werden. Bei der Frage nach der erlösmaximalen Auktionsform muss deshalb zunächst die optimale Bietstrategie – also die Frage, welchen Betrag ein rationaler Bieter am besten bieten sollte – analysiert werden.
Zunächst die Englische Auktion: Hier hat ein Bieter drei Möglichkeiten:
1. Er gibt ein relativ niedriges Maximalgebot bi ab, welches unter seiner Zahlungsbereitschaft vi liegt. Es gilt: bi < vi . Diese Strategie ist jedoch mit einem Wohlfahrtsverlust für ihn verbunden. Bieter i verzichtet auf die Chance, den Artikel zu einem über seinem Gebot, aber noch unter seiner Wertschätzung liegenden Preis zu ersteigern, also die Chance, ein Schnäppchen zu machen.
2. Er gibt ein relativ hohes Maximalgebot bi ab, welches über seiner Zahlungsbereitschaft vi liegt. Es gilt: bi > vi . Gewinnt er die Auktion, erleidet er ebenfalls einen Wohlfahrtsverlust, da er einen Preis zahlen muss, der über seiner persönlichen Wertschätzung liegt.
3. Er gibt ein Maximalgebot in Höhe seiner Zahlungsbereitschaft ab. Es gilt: bi = vi . In diesem Fall tritt für ihn keine Wohlfahrtsänderung ein. Der Bieter verpasst nicht die Chance auf ein Schnäppchen und falls er die Auktion gewinnt, muss er maximal den Preis bezahlen, den ihm der Artikel auch wirklich wert ist.
Die einzig rationale Strategie in einer Englischen Auktion ist folglich, solange mitzubieten, bis das Gebotsniveau der eigenen Zahlungsbereitschaft entspricht.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Popularität und die wirtschaftliche Bedeutung von Online-Auktionen ein und definiert die Problemstellung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretischer Bezugsrahmen der Arbeit: Es werden grundlegende Definitionen, Merkmale von Internet-Auktionen und die Charakteristika der vier klassischen Auktionsformen erläutert.
3 Wahl der Auktionsform: Dieses Kapitel analysiert verschiedene auktionstheoretische Modelle (Private-, Common- und Affiliated-Value) zur Bestimmung der erlösmaximalen Auktionsform.
4 Höhe des Startpreises: Hier wird die Wirkung des Startpreises und des geheimen Mindestpreises sowie der „Sofort-Kauf“-Option auf den Auktionserlös untersucht.
5 Gestaltung des Angebotes: Dieser Abschnitt behandelt den Einfluss von Artikelbeschreibungen, Kategorisierung und Produktabbildungen auf die Aufmerksamkeit und den Erlös.
6 Auktionsdauer und Auktionsendzeitpunkt: Die Auswirkungen von Laufzeiten, das „Sniping“-Phänomen sowie die Wahl eines optimalen Endzeitpunktes werden analysiert.
7 Die Reputation des Verkäufers: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung von Bewertungssystemen und den Einfluss der Verkäuferreputation auf das Käufervertrauen.
8 Zusammenfassende Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse in einem Strukturmodell zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für die Praxis.
Online-Auktionen, eBay, Auktionsform, Startpreis, Mindestpreis, Sofort-Kauf, Artikelbeschreibung, Auktionsdauer, Sniping, Reputation, Bewertungssystem, Auktionstheorie, Common-Value-Modell, Private-Value-Modell, Erlösmaximierung.
Die Arbeit untersucht, welche spezifischen Faktoren den Auktionsendpreis bei Online-Auktionen beeinflussen und wie gewerbliche Anbieter diese Erkenntnisse für eine Erlösoptimierung nutzen können.
Die Arbeit umfasst theoretische Auktionsmodelle, strategische Gebotsplanung, die Bedeutung des Startpreises, die inhaltliche und visuelle Gestaltung von Angeboten sowie den Einfluss von Zeitfaktoren und Verkäuferbewertungen.
Das Ziel ist es, auf Basis auktionstheoretischer Grundlagen und empirischer Studien konkrete und praxisnahe Handlungsempfehlungen zur Optimierung von Online-Auktionen für gewerbliche Anbieter abzuleiten.
Es werden auktionstheoretische stochastische Modelle analysiert und mit den Ergebnissen zahlreicher empirischer Untersuchungen aus der Auktionsliteratur abgeglichen, um ein Strukturmodell zu entwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Auktionsformen, die Analyse von Preisstrategien, die Gestaltung des Auktionsangebotes, zeitliche Aspekte wie Auktionsdauer und Sniping sowie die Rolle der Reputation.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Online-Auktionen, Auktionsdesign, Startpreisstrategie, Sniping, Reputationseffekte, Informationsasymmetrie und Erlösmaximierung.
Da Bieter beim Sniping ihr Gebot erst in den letzten Sekunden abgeben, erhalten andere Teilnehmer keine Zeit, auf dieses Gebot zu reagieren. Dies verhindert einen aktiven Gebotswettbewerb und führt tendenziell zu niedrigeren Erlösen.
Eine gute Reputation reduziert das Kaufrisiko auf Seiten der Nachfrager, da diese bei unbekannten Verkäufern Informationsasymmetrien und Vorkasse-Risiken befürchten müssen. Ein positives Bewertungsprofil korreliert daher meist mit höheren Auktionsendpreisen.
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