Bachelorarbeit, 2024
69 Seiten
1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Allgemeine Definitionen
2.1 Projekt
2.2 Projektmanagement
2.3 Vorgehensmodelle
2.4 Projekterfolg
2.5 Agilität
3 Klassisches Projektmanagement
3.1 Projektmanagement-Standards
3.1.1 PRINCE2
3.1.2 PMBOK
3.2 Vorgehensmodelle
3.2.1 Wasserfall-Modell
3.2.2 V-Modell
3.3 Rollen
3.3.1 Projektleitung
3.3.2 Lenkungskreis
3.3.3 Projektteam
3.4 Ablauf
3.4.1 Projektinitialisierung
3.4.2 Projektplanung
3.4.3 Projektumsetzung
3.4.4 Projektsteuerung
3.4.5 Projektabschluss
3.5 Kritik
4 Agiles Projektmanagement
4.1 Merkmale
4.2 Agile Manifesto
4.3 Scrum
4.3.1 Grundlagen und Entstehung
4.3.2 Rollen im Scrum
4.3.3 Ablauf
4.4 Kanban
4.4.1 Definition
4.4.2 Rollen
4.4.3 Prinzipien
4.4.4 Praktiken
4.5 Kritik
5 Klassisches und agiles Projektmanagement im Vergleich
6 Hybrides Projektmanagement in der Literatur
6.1 Begriffsklärung
6.2 Kombination klassisches und agiles Projektmanagement
6.3 Kritik
7 Hybrides PM-Modell unter Berücksichtigung von Experteninterviews
7.1 Vorgehensmodell
7.2 Voraussetzungen
8 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob die Kombination von klassischen und agilen Projektmanagement-Methoden (hybrider Ansatz) den Projekterfolg in einem mittelständischen Energieversorgungsunternehmen – insbesondere bei neuen, ungeplanten Anforderungen – steigern kann. Die Forschungsfrage fokussiert sich auf die Überwindung von starren Strukturen zugunsten einer höheren Flexibilität unter Beibehaltung notwendiger Kontrollmechanismen.
3.5 Kritik
Klassisches PM ist durch einen strikten Ablaufplan und ein klar definiertes Ziel geprägt. Dabei wird das Projektziel zu Beginn des Projekts festgelegt und im Laufe dessen nicht mehr verändert. Die Projektphasen werden nacheinander abgeschlossen und zum Projektende erhält der Auftraggeber das fertige Produkt.
Hierbei kommen der Definitions- und Planungsphase eine besondere Bedeutung zu, denn je mehr Aufwand in diese gesteckt wird, desto geringer ist der Korrekturbedarf. Je nach Länge des Projekts kann es dazu kommen, dass sich im Laufe der Zeit die Anforderungen des Marktes oder der Kunden bereits geändert haben und ein bereits anpassungsbedürftiges Produkt übergeben bekommt. Auch kann es passieren, dass Fehler erst in der Implementierungsphase entdeckt werden und somit Zeit und Kosten des Projekts nicht eingehalten werden können. Es stellt sich daher die Frage, ob der rein klassische Ansatz noch zeitgemäß ist oder ob eine hybride Form des PM zielführender ist. Auch der in Kapitel 3.1.2 beschriebene PMBOK Guide berücksichtigt inzwischen das agile PM und passt sich damit dem immer schneller werdenden Wandel an.
1 Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen bei Energieversorgern durch steigende Kundenanforderungen und Digitalisierung und leitet die Relevanz flexibler Projektmethoden ab.
2 Allgemeine Definitionen: Definiert zentrale Begriffe wie Projekt, Projektmanagement, Vorgehensmodelle, Projekterfolg und Agilität als theoretisches Fundament.
3 Klassisches Projektmanagement: Erläutert Standards wie PRINCE2 und PMBOK, klassische Vorgehensmodelle wie das Wasserfall- und V-Modell sowie die zugehörigen Rollen und Phasen.
4 Agiles Projektmanagement: Detailanalyse agiler Werte und Methoden, insbesondere Scrum und Kanban, inklusive ihrer Prinzipien und Praktiken.
5 Klassisches und agiles Projektmanagement im Vergleich: Führt eine synoptische Gegenüberstellung durch, um die Vor- und Nachteile der Ansätze für den Aufbau hybrider Konzepte herauszuarbeiten.
6 Hybrides Projektmanagement in der Literatur: Definiert Hybrides Projektmanagement und zeigt Möglichkeiten der Kombination klassischer und agiler Ansätze auf.
7 Hybrides PM-Modell unter Berücksichtigung von Experteninterviews: Entwickelt auf Basis der Theorie und Expertenmeinungen ein praxisorientiertes hybrides Vorgehensmodell für die beschriebene Ausgangssituation.
8 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung des hybriden Projektmanagements zur Steigerung des Projekterfolgs.
Projektmanagement, Agilität, Klassisches Projektmanagement, Hybrides Projektmanagement, Scrum, Kanban, Projekterfolg, Wasserfall-Modell, V-Modell, Projektsteuerung, Stakeholder, Digitalisierung, Softwareentwicklung, Vorgehensmodell, IT-Projekte
Die Arbeit untersucht die Frage, ob die Zusammenführung klassischer Projektstrukturen und agiler Flexibilität – also das hybride Projektmanagement – dazu beitragen kann, den Projekterfolg zu steigern und besser auf dynamische Kundenanforderungen zu reagieren.
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen des klassischen (z. B. Wasserfallmodell, PRINCE2) und agilen (z. B. Scrum, Kanban) Projektmanagements ab, vergleicht diese und führt sie im hybriden Kontext zusammen.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines konkreten hybriden Handlungsmodells für ein mittelständisches Energieversorgungsunternehmen, das bestehende starre Prozesse mit agilen Elementen zur Effizienzsteigerung verbindet.
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche sowie auf explorative Experteninterviews mit Branchenvertretern, um praxisnahe Erkenntnisse für das hybride Modell zu gewinnen.
Der Hauptteil analysiert die Stärken und Schwächen der beiden PM-Welten, führt einen systematischen Vergleich durch und präsentiert die Grundlagen für das hybride Management, ergänzt durch die Auswertung der Experteninterviews.
Die zentralen Begriffe sind Projektmanagement, Agilität, Hybrides Projektmanagement, Scrum, Kanban, Projekterfolg, Vorgehensmodell und Transformation.
Das klassische Modell ist durch einen festen Planungs- und Phasenablauf mit einem im Voraus festgelegten Ziel geprägt, während das agile Modell auf kurzen, iterativen Sprints basiert und kontinuierliche Anpassungen an Kundenwünsche ermöglicht.
Ein hybrides Modell erlaubt es, die notwendige Stabilität und Struktur (Reporting, Compliance) klassischer Projekte beizubehalten, während gleichzeitig durch agile Methoden eine höhere Geschwindigkeit und Flexibilität in der eigentlichen Umsetzungsphase erreicht wird.
Die Arbeit betont, dass der Erfolg eines hybriden Ansatzes maßgeblich von der Bereitschaft der Mitarbeiter abhängt, Verantwortung zu übernehmen, sowie von der Notwendigkeit, das Team aktiv im agilen Mindset zu schulen.
Die Experten bestätigten, dass hybrides Projektmanagement in volatilen Umfeldern ein hochwirksames Instrument ist, jedoch erfordert es ein geschultes Team und eine transparente Kommunikation, um die Komplexität der zwei Welten erfolgreich zu bewältigen.
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