Masterarbeit, 2022
90 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Kult: Versuch einer Definition
2.1. Emotionale und soziale Funktion von Kulten
2.2. Exkurs: Fan = Kultanhänger?
3. Subkultur und Identität
4. Der Markenbegriff
5. Die Kultmarke
6. Zusammenführung der theoretischen Überlegungen
7. Methodik
8. Interviewleitfaden
9. Analyse
9.1. Karl Kani
9.1.1. Tabellarische Zuordnung in Kategorien
9.1.2. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
9.2. 2 CV von Citroën
9.2.1. Tabellarische Zuordnung in Kategorien
9.2.2. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
9.3. Tupperware
9.3.1. Tabellarische Zuordnung in Kategorien
9.3.2. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
9.4. Apple
9.4.1. Tabellarische Zuordnung in Kategorien
9.4.2. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
10. Ergebnisauswertung: Soziologie der Kultmarke
11. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Phänomen von Kultmarken aus einer markensoziologischen Perspektive, mit dem primären Ziel zu erforschen, wie Kultmarken menschliche Bedürfnisse nach Identifikation und Abgrenzung befriedigen und eine enge emotionale Bindung zu sowie zwischen ihren Anhängern aufbauen.
Die Kultmarke
Die Kultmarke bildet einen speziellen Markentyp, der einhergeht mit außergewöhnlicher Verehrung seitens der Käufer (vgl. Kilian 2010:69). Oftmals wird sie als Krönung einer Marke durch ihre Anhänger verstanden. Kultmarken haben mystische Elemente: Ihre Fans lieben sie und halten sie für unersetzlich. Diese besondere Bindung führt zu hoher Loyalität, Identifikation und Weiterempfehlungsbereitschaft. Des Weiteren zeichnen sich Kultmarken durch ihre unverwechselbare Markenpersönlichkeit aus und bleiben dieser treu, da sie nicht in erster Linie danach streben möglichst viele Käufer anzulocken, sondern die Werte, die sie vermitteln nutzen, um dafür zu sorgen, dass sich Menschen mit ihnen identifizieren. Gelingt diese Identifikation, sorgt dies dafür, dass die Menschen sich viel enger an die Marke binden und weniger preissensibel sind.
Eines der wichtigsten Kriterien für Kultmarken ist ihre Authentizität, sie müssen glaubwürdig sein, denn genau dieses Kriterium sorgt dafür, dass Anhänger ihrer Marke vertrauen. Wolfram von Rhein beschreibt diesen Zustand als „eine magische Schutzzone“ (von Rhein 2014: 88). Allein durch die Verwendung des Adjektivs ‚magisch‘ zeigt sich, dass Kultmarken immer von einer besonders, unerklärlichen Aura umgeben sind, die sich positiv auf die Käuferschaft auswirken.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Omnipräsenz von Marken ein und formuliert die Forschungslücke über die bisher kaum soziologisch untersuchten Kultmarken.
2. Kult: Versuch einer Definition: Dieses Kapitel nähert sich dem Kultbegriff etymologisch und differenziert zwischen verschiedenen Kulttypen wie religiösen und profanen Kulten.
3. Subkultur und Identität: Hier werden theoretische Grundlagen zu Kultur und Subkultur erarbeitet, um das Verständnis für Identitätskonstruktionen innerhalb von Gruppen zu schärfen.
4. Der Markenbegriff: Dieser Abschnitt erläutert die Herkunft und Bedeutung des Markenbegriffs sowie die ökonomische Einteilung in Alpha-, Beta- und Gammamarken.
5. Die Kultmarke: Das Kapitel definiert Merkmale der Kultmarke, insbesondere deren emotionale Bindungskraft, Authentizität und die Rolle von Riten und Mythen.
6. Zusammenführung der theoretischen Überlegungen: Die erarbeiteten Konzepte werden hier synthetisiert, um die These vorzubereiten, dass Marken subkulturelle Bedürfnisse nach Identifikation nutzen.
7. Methodik: Erläutert das Vorgehen mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewählter Experteninterviews.
8. Interviewleitfaden: Stellt das Instrumentarium für die empirische Datenerhebung vor.
9. Analyse: Beinhaltet die detaillierte tabellarische Auswertung und Interpretation der Interviews zu den Marken Karl Kani, 2 CV von Citroën, Tupperware und Apple.
10. Ergebnisauswertung: Soziologie der Kultmarke: Dieses Kapitel zieht die Essenz aus den Interviews und diskutiert die soziologische Bedeutung von Kultmarken.
11. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Vorschläge für weiterführende soziologische Forschungsfragen.
Kultmarke, Subkultur, Identitätsbildung, Markensoziologie, qualitative Inhaltsanalyse, Konsumrituale, Markenloyalität, emotionale Bindung, Authentizität, Fan-Kult, soziale Interaktion, Markenmythos, Konsumgesellschaft, Identifikation, Abgrenzung.
Die Arbeit untersucht Kultmarken aus einer markensoziologischen Sichtweise und analysiert, wie diese Produkte weit über ihren funktionalen Nutzen hinaus die Identität ihrer Anhänger prägen und soziale Gemeinschaften stiften.
Es wurden die Marken Karl Kani, der 2 CV von Citroën ("Ente"), Tupperware und Apple als Fallbeispiele für die empirische Analyse herangezogen.
Ziel ist es, die These zu prüfen, dass Kultmarken durch Identifikation und Abgrenzung ein menschliches Bedürfnis nach Gemeinschaft befriedigen und eine starke emotionale Bindung erzeugen.
Die Untersuchung basiert auf dem Modell der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, wobei Experteninterviews mit Anhängern der jeweiligen Marken geführt und ausgewertet wurden.
Die Arbeit legt dar, dass Kultmarken in der heutigen Konsumgesellschaft kultähnliche, emotionale Zustände erzeugen, ohne jedoch religiöse Institutionen im klassischen Sinne zu sein.
Wesentliche Faktoren sind eine hohe Authentizität, eine unverwechselbare Markenpersönlichkeit, eine enge Community-Bildung sowie die Pflege von markenspezifischen Mythen und Ritualen.
Subkulturen fungieren oft als Nährboden für Kultmarken; die Arbeit zeigt, dass bestimmte Marken sogar die Entstehung neuer subkultureller Strukturen fördern können.
Anhand von Tupperware wird deutlich, dass auch alltägliche Gebrauchsgegenstände durch soziale Interaktionsformen und strukturierte Treffen eine identitätsstiftende Kraft entwickeln können, die mit festen Gruppennormen einhergeht.
Apple dient als Beispiel für eine Marke, die eine derart fanatische Anhängerschaft (sogenannte "Jünger") erzeugt hat, dass sie die Kriterien für eine eigene Subkultur oder Form der religiösen Verehrung in hohem Maße erfüllt.
Kultmarken bilden das "spirituelle Elixier des Kapitalismus", die unsere Konsumgüter sakralisieren und moderne Stilgemeinschaften fördern, die weit über rein ökonomische Aspekte hinausgehen.
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