Diplomarbeit, 2003
79 Seiten, Note: Sehr gut
Einleitung
1 DAB - Das System hinter DIGITAL RADIO
1.1 Die Entwicklung
1.2 Das System
1.2.1 PAD und NPAD Datendienste
1.2.2 Das Datenreduktionsverfahren MUSICAM
1.2.3 Das Übertragungsverfahren COFDM
1.2.4 Programmverbreitung über Gleichwellennetze
1.3 Zusammenfassender Vergleich von UKW und DAB
2 Die Einführung von DIGITAL RADIO in Deutschland
2.1 DAB-Frequenzen im Band III und L-Band
2.2 Pilotprojekte in Deutschland
2.2.1 Zielsetzung
2.2.2 Ergebnisse
2.3 Die unterschiedlichen Interessengruppen bei der Markteinführung
2.4 Die „Initiative Digitaler Rundfunk“
3 Der Entwicklungsstand von DIGITAL RADIO in Deutschland
3.1 Netzausbau und Frequenzsituation
3.2 Hörerzahlen
3.3 Marketingmaßnahmen
3.4 Kostenentwicklung und Finanzierung
3.5 Medienpolitischer Entwicklungsstand
3.6 Einschätzung der aktuellen Situation
4 Die Perspektiven für DIGITAL RADIO in Deutschland
4.1 DIGITAL RADIO im Ausland
4.2 Gibt es Alternativen zu DAB?
4.2.1 DVB-T
4.2.2 IBOC
4.2.3 DRM
4.3 Ergebnis und Prognose
Fazit
Die Diplomarbeit analysiert den Markteinführungsprozess von Digital Radio (DAB) in Deutschland, bewertet den aktuellen Entwicklungsstand und untersucht die Zukunftsperspektiven des Systems. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, ob Digital Radio den analogen UKW-Hörfunk in Deutschland ablösen kann.
1.2.2 Das Datenreduktionsverfahren MUSICAM
Bei der Umwandlung analoger Toninformationen in digitale Datenströme entstehen sehr große Datenmengen, die unbearbeitet nur mit aufwendigen und teuren Verfahren gesendet und empfangen werden könnten. Zudem machen es die beschränkt zur Verfügung stehenden Frequenzressourcen im Rundfunkbereich notwendig, die Programme so platzsparend wie möglich zu übertragen. Aus diesem Grund verfügt DAB über das Datenreduktionsverfahren MUSICAM (Masking Pattern Universal Subband Integrated Coding and Multiplexing), mit dem die Klangdaten vor der Übertragung komprimiert werden.
Das MUSICAM-Verfahren basiert auf Effekten der Psychoakustik. Dabei nutzt es im wesentlichen zwei Eigenschaften des menschlichen Gehörs. Zum einen werden Töne, die unterhalb einer bestimmten Mindestlautstärke liegen, vom menschlichen Ohr nicht mehr wahrgenommen. Diese Mindestlautstärke wird als „Ruhehörschwelle“ bezeichnet. Alle Töne, die unterhalb der Ruhehörschwelle liegen, müssen deshalb nicht mit übertragen werden. Zum anderen werden in einem Tonsignal die leiseren Anteile von den lauteren überlagert.
1 DAB - Das System hinter DIGITAL RADIO: Dieses Kapitel erläutert die technischen Grundlagen von DAB, einschließlich der Datenreduktion durch MUSICAM und der COFDM-Übertragungstechnik.
2 Die Einführung von DIGITAL RADIO in Deutschland: Hier werden der frequenztechnische Rahmen, die Pilotprojekte sowie die unterschiedlichen Interessenlagen der beteiligten Akteure beleuchtet.
3 Der Entwicklungsstand von DIGITAL RADIO in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert den Stand des Netzausbaus, die Hörerzahlen, die Wirkung von Marketingmaßnahmen sowie die medienpolitischen Herausforderungen.
4 Die Perspektiven für DIGITAL RADIO in Deutschland: Es werden der internationale Vergleich und alternative Technologien (DVB-T, IBOC, DRM) diskutiert, um eine Prognose zur Zukunft des digitalen Hörfunks abzugeben.
Digital Radio, DAB, UKW, Hörfunk, Markteinführung, Digitalisierung, Rundfunktechnik, Frequenzökonomie, Musikam, COFDM, Medienpolitik, Sendeleistung, Mehrwegeempfang, Netzabdeckung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Entwicklungsstand und den Perspektiven von Digital Radio (DAB) in Deutschland und untersucht dessen Chancen gegenüber dem analogen UKW-Hörfunk.
Zentrale Themen sind die technische Funktionsweise, der bisherige Markteinführungsprozess, wirtschaftliche Herausforderungen, medienpolitische Rahmenbedingungen sowie ein Vergleich mit alternativen digitalen Systemen.
Das Ziel ist es, den Markteinführungsprozess zu analysieren und zu bewerten, ob das System Digital Radio den UKW-Hörfunk in Deutschland tatsächlich ablösen kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse des aktuellen Markteinführungsprozesses, einer Auswertung von Pilotprojekten und der Betrachtung von medienökonomischen und technischen Rahmenbedingungen.
Der Hauptteil behandelt die technischen Systemgrundlagen, die Historie der Einführung, die aktuelle Situation bei Netzausbau und Nutzerzahlen sowie die Perspektiven durch alternative Standards wie DVB-T oder DRM.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Digital Radio, DAB, Digitalisierung, Hörfunklandschaft und medienpolitische Rahmenbedingungen charakterisieren.
Das L-Band wurde für regionale und lokale DAB-Versorgungen vorgesehen, erwies sich jedoch aufgrund hoher Sendekosten und Empfangsprobleme als problematisch, weshalb viele Bundesländer den Betrieb dort einstellten.
Hersteller zögern mit Investitionen in Empfangsgeräte wegen mangelnder Verbrauchernachfrage, während Sender zögern, in digitale Inhalte zu investieren, solange keine ausreichende Endgeräterate im Markt vorhanden ist.
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