Masterarbeit, 2023
68 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. GRUNDLAGEN ZUM MUSIKBUCH
2.1. Konzeptionelle und terminologische Begriffsbestimmung
2.2. Funktionen von Schulbüchern nach Hacker und Rogg
2.3. Aufgaben im Schulbuch
2.4. Musikbücher und Heterogenität
2.5. Erkenntnisse der Schulbuchverwendungsforschung
2.6. Wirkungsmacht von Musikbüchern
3. INKLUSIVER MUSIKUNTERRICHT
3.1. Schulischer Inklusionsbegriff und inklusive Werte
3.2. Inklusion im Fach Musik
4. MUSIKBÜCHER IM INKLUSIVEN UNTERRICHT
4.1. Drei Ebenen inklusiver Aspekte in Musikbüchern
4.2. Qualitätskriterien für Musikbücher für den inklusiven Unterricht
4.3. Möglichkeiten der Umsetzung
4.3.1. Ebene 1: Teilhabe aller Schüler*innen an den Musikbuchinhalten
4.3.2. Ebene 2: Barrierefreiheit in der Nutzung von Musikbüchern
4.3.3. Ebene 3: Wahrung und inhaltliche Spiegelung inklusiver Werte
5. FOKUSSIERTE UND VERGLEICHENDE SCHULBUCHANALYSE
5.1. Vorbereitendes
5.2. Ergebnisse
5.2.1. Ebene 1: Teilhabe aller Schüler*innen an den Musikbuchinhalten
5.2.2. Ebene 2: Barrierefreiheit in der Nutzung von Musikbüchern
5.2.3. Ebene 3: Wahrung und inhaltliche Spiegelung inklusiver Werte
6. FAZIT
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Eignung von Musikbüchern für den inklusiven Musikunterricht. Ziel ist es, Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung aufzuzeigen und zu analysieren, wie inklusive Aspekte in bestehenden Lehrwerken umgesetzt werden oder wo Defizite bestehen, um so fundierte Ansatzpunkte für eine inklusionsdidaktische Weiterentwicklung von Musikbüchern zu bieten.
2.2. Funktionen von Schulbüchern nach Hacker und Rogg
Nachdem im musikdidaktischen Diskurs die Schulbuchforschung lange unterrepräsentiert war (Rogg, 2017, S. 21 f.), setzt Rogg mit ihrer Dissertation „Aufgabenstellung – Zentrum der didaktischen Funktionen des Musikbuchs“ in ebendieser Forschungslücke an. Sie bezieht sich dabei auf Hartmut Hackers 1980 veröffentlichen Artikel mit dem Titel „Didaktische Funktionen des Mediums Schulbuch“ (Hacker, 1980) und beschreibt diese Funktionen vor dem Hintergrund aktueller Schulbücher. Darüber hinaus ergänzt sie diese im Hinblick auf Besonderheiten des Musikunterrichts „um eine fachwissenschaftliche und fachdidaktische Perspektive“ (Rogg, 2017, S. 58). Die sechs auf diese Weise von Hacker und Rogg entwickelten Funktionen Repräsentationsfunktion, Strukturierungsfunktion, Steuerungsfunktion, Übungs- und Kontrollfunktion, Motivierungsfunktion und Differenzierungsfunktion werden im Folgenden in ihren wesentlichen und für diese Arbeit besonders relevanten Aspekten vorgestellt.
Die Repräsentationsfunktion besteht in der Vergegenwärtigung der Unterrichtsgegenstände. Im Schulbuch werden diese „– und darin besteht seine Besonderheit im Unterschied etwa zu einem Lexikon – didaktisch aufbereitet“ (Rogg, 2017, S. 59). Hierbei unterscheidet Hacker zwischen realitätsnahen, sprachlichen und/oder visuellen (vgl. Scheller, 2010, S. 79) sowie didaktisierten Repräsentationen als „drei Arten der Repräsentation, die das Schulbuch leisten kann“ (Rogg, 2017, S. 59). Bei der realitätsnahen Repräsentation wird der Gegenstand selbst im Schulbuch abgedruckt. Dies ist beispielsweise bei literarischen Texten möglich, aber auch bei Notentexten, sofern die Partitur tatsächlich selbst der Gegenstand ist und nicht die Musik, deren Niederschrift sie darstellt. In diesem Zusammenhang sprechen Hacker und Rogg von einem Gegenstand „sprachlicher Natur“ (Rogg, 2017, S. 60).
1. EINLEITUNG: Die Einleitung rahmt die Arbeit in den bildungspolitischen Diskurs der schulischen Inklusion ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Eignung von Musikbüchern für heterogene Lerngruppen.
2. GRUNDLAGEN ZUM MUSIKBUCH: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Funktionen des Musikbuchs nach Hacker und Rogg sowie die Bedeutung von Aufgaben und den Umgang mit Heterogenität.
3. INKLUSIVER MUSIKUNTERRICHT: Hier wird der schulische Inklusionsbegriff definiert und auf die fachspezifischen Besonderheiten sowie die Chancen der Inklusion im Musikunterricht eingegangen.
4. MUSIKBÜCHER IM INKLUSIVEN UNTERRICHT: Dieses Kapitel leitet drei Ebenen für die Analyse inklusiver Musikbücher her und entwickelt Qualitätskriterien für die praktische Umsetzung.
5. FOKUSSIERTE UND VERGLEICHENDE SCHULBUCHANALYSE: Die Ergebnisse der Untersuchung der ausgewählten Musikbücher werden anhand der zuvor entwickelten Ebenen vergleichend dargestellt.
6. FAZIT: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen, reflektiert das Potenzial von Musikbüchern und gibt Ausblicke auf notwendige zukünftige Forschungen und Entwicklungen.
Inklusion, Musikbuch, Musikunterricht, Inklusionspädagogik, Schüler*innen, Differenzierung, Heterogenität, Barrierefreiheit, Aufgabenkultur, Teilhabe, Schulbuchanalyse, Inklusive Didaktik, Kompetenzerwerb, Schulsystem, Lernprozess.
Die Arbeit untersucht, welchen Beitrag Musikbücher zum Gelingen eines inklusiven Musikunterrichts leisten können und inwieweit aktuelle Lehrwerke bereits inklusive Anforderungen erfüllen.
Die Kernthemen sind die Schnittstelle von Inklusionspädagogik, Schulbuchforschung und Fachdidaktik Musik.
Die Forschungsfrage lautet, inwieweit Musikbücher inklusive Maßnahmen beinhalten, wie Möglichkeiten der Gestaltung inklusiver Musikbücher aussehen und ob existierende Bücher für den inklusiven Unterricht geeignet sind.
Es wird eine fokussierte und vergleichende Schulbuchanalyse durchgeführt, die auf Basis theoretischer Qualitätskriterien und eines Drei-Ebenen-Modells zwei Musikwerke untersucht.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Funktionen von Schulbüchern, Inklusionsbegriff) erläutert, daraus ein Modell für die Analyse abgeleitet und anschließend empirische Ergebnisse der Buchanalyse präsentiert.
Die Arbeit zeichnet sich durch einen engen Bezug zur aktuellen schulischen Inklusionsdebatte und eine systematische Verknüpfung von theoretischen Forderungen mit der praktischen Realität in Musikbüchern aus.
Ja, es werden zwei spezifische Lehrwerke für die fünfte und sechste Jahrgangsstufe, "Soundcheck 1" und "Rondo 5/6", vergleichend analysiert.
Differenzierung wird als wesentlicher Baustein inklusiver Arbeit identifiziert, wobei die Analyse zeigt, dass viele Lehrwerke Differenzierungsmöglichkeiten vor allem im Bereich der Aufgabenstellung und des Schwierigkeitsgrads benötigen.
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