Magisterarbeit, 2007
88 Seiten, Note: 2,0
Die vorliegende Arbeit analysiert die Texte Peter Handkes, die sich mit den Sezessionskriegen auf dem Balkan Ende des 20. Jahrhunderts auseinandersetzen. Sie untersucht die Sprache Handkes in Bezug auf die Unsagbarkeit des Krieges und die Schwierigkeit, die Ereignisse in Worte zu fassen. Ziel ist es, die literarischen Strategien zu analysieren, mit denen Handke dem Unsagbaren Ausdruck verleiht und die Komplexität des Konflikts erfahrbar macht.
Die Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel. Kapitel I bietet eine Einleitung und stellt die Forschungsfrage sowie die wichtigsten Werke Peter Handkes vor, die für die Analyse relevant sind. Kapitel II beleuchtet die theoretischen Grundlagen der Arbeit und diskutiert die Konzepte der Unsagbarkeit, der negativen Theologie und der Apophatik. Kapitel III analysiert die Forschungsgrundlagen und beleuchtet die Bedeutung des Jugoslawienkriegs für die literarische Auseinandersetzung. Kapitel IV bildet den Kern der Arbeit und untersucht die Strategien der Unsagbarkeit in Peter Handkes Prosa anhand seiner Jugoslawien-Texte. Kapitel V fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und bietet ein Resümee der wichtigsten Erkenntnisse.
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Unsagbarkeit, negative Theologie, Apophatik, Jugoslawienkrieg, Peter Handke, Sprache, Literatur, Metaphorik, Symbolismus, ästhetische und ethische Dimensionen.
Handke nutzt essayistische Reiseberichte und Theaterstücke, um sich von der medialen Berichterstattung abzugrenzen. Er wendet Strategien der „Unsagbarkeit“ an, um die Komplexität des Krieges jenseits politischer Parolen darzustellen.
Es ist eine sprachliche Strategie, bei der man über etwas spricht, indem man sagt, was es *nicht* ist. Handke nutzt dies, um das Unfassbare des Krieges durch Schweigen, Auslassungen und Metaphern zu umkreisen.
Der Balkan dient oft als „Irgendwo“ oder rhetorisch geformter Ort der Abwesenheit, an dem fundamentale Fragen von Moral, Politik und Religion visualisiert werden können.
Handke lehnt die schnellen, plakativen Bilder der Medienlandschaft ab und setzt stattdessen auf Kleinstbilder und „arabeske“ Erzählweisen, um der Realität gerechter zu werden.
Analysiert werden unter anderem „Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina“, „Unter Tränen fragend“ und „Rund um das große Tribunal“.
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