Diplomarbeit, 2009
119 Seiten, Note: 1,00
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Methode
2. Theoretische Aufbereitung
2.1. Mergers & Acquisitions
2.1.1. Einleitung
2.1.2. Begriffsbestimmungen
2.1.2.1. Private Equity/Buy-Out Gesellschaften
2.1.2.2. Venture Capital Gesellschaften
2.1.2.3. Leveraged Buy-Out
2.1.2.4. MBO/MBI Management Buy-Out oder Management Buy-In
2.1.3. Motive für M&A-Transaktionen
2.1.3.1. Die economies of Scale oder Scope Theorie
2.1.3.2. Finanzielle Synergien nutzen
2.1.3.3. Effizienzsteigerungen
2.1.3.4. Diversifikation
2.1.3.5. Fazit
2.1.4. Phasen einer M&A-Transaktion
2.1.4.1. Planungsphase
2.1.4.2. Transaktionsphase
2.1.4.3. Post Merger Integration
2.1.5. M&A-Statistik in Österreich
2.2. Börsenwert – wertorientiertes Controlling
2.2.1. Einleitung
2.2.2. Börsenwert
2.2.3. Kurs/Gewinn Verhältnis - KGV
2.2.4. Wertorientierte Ansätze
2.2.4.1. Shareholder Value Konzept nach Rappaport
2.2.4.2. EVA®-Modell nach Stern/Steward
2.2.4.3. CVA Konzept nach Lewis
2.2.4.4. Fazit
2.3. Bilanzkennzahlen
2.3.1. Anlagevermögen
2.3.2. Umlaufvermögen
2.3.3. Eigenkapital
2.3.4. Fremdkapital
2.4. Kritische Reflexion der Erfolgsmessung
3. Methode
3.1. Analyse der Jahresabschlüsse
3.1.1. Einleitung
3.1.2. Auswahl der Stichprobe
3.1.3. Zeitraum der Untersuchung
3.1.4. Definition Zukauf
3.1.4.1. Konsolidierungsart
3.1.4.2. Beteiligungserwerb
3.1.4.3. Zusammenfassung
3.2. Definition der Kennzahlen
3.2.1. Eigenkapitalquote
3.2.2. EBITDA-Quote
3.2.3. Nettoverschuldungsgrad
3.3. Berechnung der Kennzahlen
3.4. Statistisches Testverfahren
3.4.1. Einleitung
3.4.2. Deskriptive Statistik
3.4.2.1. Die Top Ten Unternehmenszukäufe
3.4.2.2. Darstellung nach Branchen
3.4.2.3. Verteilung nach Ländern
3.4.2.4. Analyse der Käufer
3.4.3. Analytische Statistik
3.4.3.1. Mittelwertvergleich
3.4.3.2. Testen der Haupthypothesen
3.5. Analytische Statistik Ermittlung der Einflussgrößen
3.5.1. Korrelationsanalyse
3.5.2. Überprüfung von Zusammenhangshypothesen
3.5.2.1. Einfluss Kaufpreis
3.5.2.2. Einfluss Unternehmensgröße
3.5.2.3. Einfluss Anzahl der Unternehmenszukäufe
3.5.2.4. Einfluss Geographie
3.5.2.5. Einfluss Kaufart
4. Ergebniszusammenfassung
4.1. Einleitung
4.2. Ergebniszusammenfassung der Haupthypothese
4.3. Übersicht ermittelte Einflussgrößen
4.4. Vergleich mit internationalen Studie
4.4.1. Zusammenfassung der Basis der KPMG-Studie
4.4.2. Ergebnis der KPMG-Studie
4.4.3. Vergleich KPMG-Studie und Ergebnisse Diplomarbeit
5. Diskussion
5.1. Zielabgleich
5.2. Erfahrungen des Autors
Die Diplomarbeit untersucht, ob international identifizierte Einflussgrößen auf den Erfolg von Mergers & Acquisitions (M&A) auch auf den österreichischen Markt, speziell für ATX-Unternehmen, übertragbar sind und ob M&A-Aktivitäten zu einer messbaren Steigerung von Unternehmenskennzahlen führen.
2.1.2. Begriffsbestimmungen
Der Begriff der Mergers & Acquisitions stellt im Kern eine wirtschaftswissenschaftliche Fragestellung mit den Schwerpunkten Strategisches Management, Organisations-, Kapitalmarkttheorie und Volkswirtschaftslehre dar. Ebenso sind juristische, soziologische und psychologische Aspekte zu berücksichtigen (vgl. Jansen 2008, S. 91).
Den Kauf oder Verkauf von Unternehmen, Unternehmensteilen und Unternehmensbeteiligungen bezeichnet man als M&A. M&A hat substanzielle organisatorische, kulturelle, personelle und finanzielle Konsequenzen. Dadurch ergeben sich meist tief greifende Veränderungen für alle Stakeholder der beteiligten Unternehmen (vgl. Borowicz/Förster 2008, S. 49).
Jansen unterscheidet im Buch „Mergers & Acquisitions“ zwischen einer Deutschen und einer angelsächsischen Begriffsbestimmung.
Im Deutschen wird der Begriff Merger (Fusion) und Acquisition (Übernahme) nicht einheitlich verwendet. Häufig spielt hier die Unterscheidung der rechtlichen Selbstständigkeit eine Rolle. Bleibt die rechtliche Selbstständigkeit bestehen, handelt es sich um eine Akquisition, während bei einer Fusion beide Gesellschaften ihre Rechtspersönlichkeit verlieren (vgl. Jansen 2008, S. 92).
Die angelsächsische Literatur unterscheidet M&A in 4 Teilbereiche (vgl. Copeland 1988 aus Jansen 2008, S. 93):
- takeovers – Expansion
- related issues of corporate restructing – Sell-Offs
- corporate control
- change in ownership structure
1. Einleitung: Stellt die Relevanz von M&A-Transaktionen dar und definiert das Ziel, internationale Erkenntnisse über Erfolgsfaktoren auf den österreichischen ATX-Markt anzuwenden.
2. Theoretische Aufbereitung: Vermittelt Grundlagen zu M&A-Strukturen, Motiven, Transaktionsphasen sowie wertorientierten Controlling-Ansätzen und relevanten Bilanzkennzahlen.
3. Methode: Beschreibt das Untersuchungsdesign, die Stichprobenauswahl der ATX-Unternehmen, die Definition von Zukäufen sowie die statistischen Verfahren zur Hypothesenprüfung.
4. Ergebniszusammenfassung: Fasst die statistischen Ergebnisse zur Haupthypothese zusammen und vergleicht diese mit der KPMG-Studie, wobei Gemeinsamkeiten und Abweichungen interpretiert werden.
5. Diskussion: Reflektiert kritisch den Zielerreichungsgrad der Arbeit, diskutiert methodische Herausforderungen und ordnet die Ergebnisse in den wirtschaftlichen Kontext ein.
Mergers & Acquisitions, M&A, ATX, Unternehmenskauf, Börsenwert, Marktkapitalisierung, Unternehmensbewertung, Bilanzkennzahlen, EBITDA, Eigenkapitalquote, Nettoverschuldungsgrad, Erfolgsmessung, Unternehmenssteuerung, Statistische Analyse, Controlling
Die Arbeit analysiert Mergers & Acquisitions (M&A) Transaktionen österreichischer ATX-Unternehmen im Zeitraum von 2002 bis 2008 und untersucht deren Auswirkung auf den Unternehmenserfolg.
Die zentralen Felder umfassen M&A-Prozesse, wertorientierte Unternehmenssteuerung (Shareholder Value), Bilanzkennzahlenanalyse sowie statistische Methoden zur Erfolgsmessung bei Unternehmensübernahmen.
Das Hauptziel ist zu ermitteln, ob internationale Erfolgsfaktoren für M&A-Deals, wie sie in einer KPMG-Studie definiert wurden, auch für den österreichischen Kapitalmarkt gelten.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Jahresabschlussanalyse (deskriptive Statistik) und statistischen Hypothesentests (t-Tests und Korrelationsanalysen) mittels SPSS.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der M&A-Themen und eine umfangreiche statistische Analyse der ATX-Stichprobe hinsichtlich Kaufpreis, Unternehmensgröße und Anzahl der Transaktionen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mergers & Acquisitions, ATX, Marktkapitalisierung, EBITDA, Unternehmensbewertung und statistische Erfolgsmessung charakterisiert.
Die Analyse zeigt, dass die Unternehmensgröße einen signifikanten Einfluss auf Kennzahlen wie die EBITDA-Quote hat und kleinere Unternehmen im Verhältnis zur ATX-Entwicklung teils erfolgreichere Zukäufe tätigen.
Der Autor vermutet, dass der Erfolg maßgeblich von einer effizienten Integration abhängt, stellt jedoch fest, dass diese "Softfacts" im Rahmen einer quantitativen Bilanzanalyse nur schwer zu erfassen sind.
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