Bachelorarbeit, 2009
40 Seiten, Note: 1,6
1. Einführung
1.1. Erläuterung der Fragestellung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Hintergrund: Der Treibhauseffekt
2.1. Der natürliche Treibhauseffekt
2.2. Der anthropogene Treibhauseffekt
3. Grundlage: Das Kyoto-Protokoll
3.1. Joint Implementation
3.2. Clean Development Mechanism
3.3. Emissionshandel
4. Der Emissionshandel in der Europäischen Union
4.1. Theorie des Emissionshandels
4.2. Rahmendaten des europäischen Emissionshandels
4.3. Emissionshandel in Deutschland
5. Bewertung des Emissionshandels
5.1. Ökologische Zielgenauigkeit des Emissionshandels
5.2. Ökonomische Effizienz des Emissionshandels
5.3. Umwelttechnologischer Fortschritt
5.4. Zusammenfassung
6. Vergleich zwischen der Versteigerung und der kostenlosen Vergabe von Zertifikaten
7. Der Post-Kyoto-Prozess
8. Fazit
Die Arbeit untersucht die ökonomische und ökologische Relevanz der kostenlosen Vergabe von CO2-Zertifikaten im Vergleich zu Auktionsverfahren und analysiert, ob diese Praxis als ökonomische Notwendigkeit oder umweltpolitischer Fehltritt zu bewerten ist.
4.1. Theorie des Emissionshandels
In der Theorie wird der Emissionshandel auch als „Mengenlösung“ bezeichnet und beruht auf dem Verursacherprinzip. Sie wurde von J. H. Dales im Jahre 1986 entwickelt und wird auch als „Zertifikatshandel, Emissionshandel“ oder auch „Handel mit Emissionsrechten“ bezeichnet. Für die Menge an Emissionen wird eine Obergrenze festgelegt, die nicht überschritten werden darf. Der Markt wird durch diese definierte Menge reguliert. Ein anderer Ansatz wäre die Preislösung, bei der für die Überschreitung einer festgelegten Menge eine Zahlung, beispielsweise eine Steuer, für jede weitere Einheit erhoben wird. Hier wird der Markt durch den Preis reguliert.
Der Handel mit Emissionen innerhalb der EU funktioniert nach dem „Cap and Trade“-Prinzip. „Cap“ bedeutet, dass die maximale Menge an Emissionen, die emittiert werden darf, festgelegt wird. Alle teilnehmenden Unternehmen erhalten ein Kontingent an Rechten, das sie verbrauchen dürfen. Die daraus resultierenden einzelnen Emissionsrechte dürfen bei Nichtverbauch an andere Unternehmen, die mit ihrem Kontingent nicht auskommen, verkauft werden. Es entsteht also ein Handel (englisch: trade). Der Preis wird durch den Markt bestimmt, da die Lizenzen international unter den Teilnehmern am Emissionshandel, die das Kyoto-Protokoll ratifiziert haben, meistbietend verkauft werden. Die einzelnen Nationen können im privaten Sektor eigene Handelssysteme einführen. Dies ist beispielsweise in der EU geschehen. Jeder Teilnehmer muss eine definierte Menge an Berechtigungen zurückhalten, um dem Verkauf ungedeckter Zertifikate zu vermeiden.
1. Einführung: Darstellung der aktuellen Debatte um die kostenlose Zuteilung von CO2-Zertifikaten und Erläuterung der Zielsetzung der Bachelorarbeit.
2. Hintergrund: Der Treibhauseffekt: Unterscheidung zwischen dem natürlichen und dem anthropogenen Treibhauseffekt sowie dessen Bedeutung für die globale Erwärmung.
3. Grundlage: Das Kyoto-Protokoll: Beschreibung der zentralen Klimaschutzinstrumente, insbesondere Joint Implementation, Clean Development Mechanism und Emissionshandel.
4. Der Emissionshandel in der Europäischen Union: Analyse des Cap-and-Trade-Prinzips sowie der spezifischen Umsetzung und Rahmenbedingungen in der EU und Deutschland.
5. Bewertung des Emissionshandels: Wissenschaftliche Beurteilung der ökologischen Zielgenauigkeit, ökonomischen Effizienz und Anreize für technologischen Fortschritt.
6. Vergleich zwischen der Versteigerung und der kostenlosen Vergabe von Zertifikaten: Gegenüberstellung der beiden Zuteilungsverfahren hinsichtlich Effizienz, politischer Durchsetzbarkeit und Anreizwirkungen.
7. Der Post-Kyoto-Prozess: Ausblick auf die politischen Bemühungen für eine klimapolitische Nachfolgeregelung nach 2012.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse mit einer Empfehlung zur modifizierten kostenlosen Zuteilung für die Praxis.
Emissionshandel, CO2-Zertifikate, Kyoto-Protokoll, Cap and Trade, Klimaschutz, Grandfathering, Benchmarking, Zertifikatspreis, Grenzvermeidungskosten, Umweltökonomie, Allokationsplan, Treibhauseffekt, Emissionsreduktion, EU-Emissionshandelsrichtlinie, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit analysiert die Praxis der kostenlosen Vergabe von CO2-Emissionszertifikaten und prüft, ob dieses Instrument ökonomisch sinnvoll oder ökologisch kontraproduktiv ist.
Zentral sind der Treibhauseffekt, die Mechanismen des Kyoto-Protokolls, der europäische Emissionshandel sowie ein Vergleich zwischen Zertifikatsversteigerung und kostenfreier Zuteilung.
Ziel ist es zu klären, welches Zuteilungsverfahren in Deutschland unter Berücksichtigung von Effizienz und politischer Umsetzbarkeit zu bevorzugen ist.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Rahmendaten und Verordnungen zum Emissionshandel basiert.
Der Hauptteil erörtert die Theorie des Emissionshandels, seine Anwendung innerhalb der EU und Deutschlands sowie eine umfassende Bewertung seiner ökologischen und ökonomischen Auswirkungen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere "Cap and Trade", "Grandfathering", "Benchmarking", "Emissionsrechte" und "Allokationsplan".
Kritiker sehen darin eine versteckte Subventionierung emissionsintensiver Unternehmen, die den Anreiz zu echten Investitionen in umweltfreundliche Technologien verzerren kann.
Die Politik muss einen Ausgleich zwischen ambitionierten Klimazielen und der Wettbewerbsfähigkeit heimischer Industriezweige finden, was oft in komplexen Ausnahmeregelungen mündet.
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