Wissenschaftlicher Aufsatz, 2010
16 Seiten
1. Einleitung
2. Überblick
3. Zur Terminologie: Was bedeutet „Integrative Pädagogik“?
4. Warum „Integration“?
5. Erforschte Wirkungen der Integration
6. Lösungsstrategien für Probleme bei der Integration (Literaturbeiträge)
6.1 Schüler mit Beeinträchtigungen im Lernen
6.1.1 Lösungsvorschläge aus der Literatur
6.2 Forschungsbeiträge zur Förderung von Schülern mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung
7. Erfordernisse (zukünftiger) Integrations-/Inklusionsforschung
8. Lösungsmöglichkeiten nach eigenen praktischen Erfahrungen
9. Besonderheiten bei der Umsetzung von Integration in der Schweiz
9.1 Besondere pädagogische Maßnahmen für Schüler mit Beeinträchtigungen und Behinderungen und integrativer Unterricht in der Schweiz
9.2 Neuordnung der Schuleingangsstufe
9.3 Neugestaltung des Finanzausgleichs
9.4 Das Kaskadenmodell: ein übersichtlicher und die Integration unterstützender Organisationsrahmen
10. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit gibt einen kompakten Überblick über den Stand der integrativen Pädagogik in der Schweiz. Das primäre Ziel ist es, theoretische Grundlagen, aktuelle Entwicklungstendenzen sowie Lösungsstrategien für Herausforderungen im integrativen Schulalltag zu beleuchten und das schweizerische Kaskadenmodell als Organisationsrahmen vorzustellen.
Lösungsmöglichkeiten nach eigenen praktischen Erfahrungen
Die in der Literatur beschriebenen Möglichkeiten eignen sich auch nach meinen praktischen Erfahrungen für die Arbeit in sehr heterogenen Gruppen. Sie sind jedoch nicht vollständig, denn es gibt noch weitere Einwirkungsmöglichkeiten. Ich denke hierbei vor allem an Instrumentarien wie Verhaltensprotokollbögen zur Förderung der Selbstreflexion, des Aufbaus von Selbststeuerung und der Unterstützung. Diese sollten mit Abmachungen (Verträgen) verbunden werden, die bei Erfüllung soziale Verstärker gewähren (z. B. eigene oder gemeinsame attraktive Aktivitäten außerhalb des Unterrichts) (vgl. EGGER-AGBONLAHOR und MIELAND).
Konkret handelt es sich dabei z. B. um Bögen, auf denen Schritte in Richtung aufzubauendes Verhalten festgehalten werden. Die Rückmeldung wird dem Schüler von der Lehrkraft in individuell vereinbarten und notwendigen Zeitabständen gegeben. Zielperspektive und eine gut realisierbare Zeiteinheit ist der einzelne Schultag. Die Vereinbarungen sowie die Rückmeldungen erfolgen – und dies erscheint mir besonders hervorhebenswert - im geschützten Rahmen, d. h. nicht vor der gesamten Klassengruppe und bei Bedarf auch einzeln.
Je nach individuellen Voraussetzungen und anzustrebendem Ziel werden die Erziehungsberechtigten gebeten, täglich durch Unterschrift mitzuteilen, dass sie von dem schulischen Verhalten Kenntnis genommen haben. Sie erhalten überdies die Möglichkeit, zu relevanten Aspekten des Verhaltens am Nachmittag oder Abend selbst Eintragungen vorzunehmen (Verhalten zuhause, z. B. Erledigung der Hausaufgaben). Diese Eintragungen werden wiederum am anderen Tag von der Lehrkraft abgezeichnet.
1. Einleitung: Einführung in die Zielsetzung, Integration in Europa sowie ein Überblick über die Struktur des Beitrags.
2. Überblick: Kurze Zusammenfassung der Themenfelder wie Terminologie, Begründungen, Forschungsergebnisse und Entwicklungsmodelle.
3. Zur Terminologie: Was bedeutet „Integrative Pädagogik“?: Definition von Integration und Abgrenzung zum Inklusionsbegriff unter Einbezug relevanter Wissenschaftler.
4. Warum „Integration“?: Darlegung der ethischen, rechtlichen und empirischen Begründungen für den integrativen Unterricht.
5. Erforschte Wirkungen der Integration: Darstellung wissenschaftlicher Untersuchungsergebnisse zu verschiedenen Wirkungsvariablen der Integration anhand eines Schemas.
6. Lösungsstrategien für Probleme bei der Integration (Literaturbeiträge): Diskussion sozialer Schwierigkeiten von Schülern mit Beeinträchtigungen und Ansätze zur Verbesserung des Klassenklimas.
7. Erfordernisse (zukünftiger) Integrations-/Inklusionsforschung: Benennung von Anforderungen an eine interdisziplinäre und methodisch innovative Forschung.
8. Lösungsmöglichkeiten nach eigenen praktischen Erfahrungen: Vorstellung praxisnaher Instrumente wie Verhaltensprotokolle und Verträge zur Unterstützung in heterogenen Gruppen.
9. Besonderheiten bei der Umsetzung von Integration in der Schweiz: Analyse der schweizerischen Situation hinsichtlich Sonderschulungen, Reformen der Eingangsstufe und des Finanzausgleichs.
10. Zusammenfassung: Resümee über die aktuelle Entwicklung der schulischen Integration und Ausblick auf das Kaskadenmodell.
Integrative Pädagogik, Integration, Inklusion, Schweiz, Sonderschulung, Lernschwierigkeiten, Kaskadenmodell, soziale Interaktion, Schulentwicklung, Förderbedarf, Regelklasse, Heilpädagogik, Bildungsreform, Schulische Eingangsstufe, Finanzausgleich.
Die Arbeit behandelt den aktuellen Status und die theoretischen Hintergründe der integrativen Pädagogik speziell im schweizerischen Bildungssystem.
Die Schwerpunkte liegen auf der Terminologie, wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, Lösungsansätzen für soziale Integrationsprobleme und organisationsstrukturellen Besonderheiten in der Schweiz.
Das Ziel ist die Vermittlung eines fundierten Überblicks über integrative Ansätze, um Entwicklungsprozesse und Herausforderungen im schweizerischen Schulwesen besser beurteilen zu können.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die theoretische Diskurse und empirische Forschungsergebnisse zusammenführt und um praktische Erfahrungen des Autors ergänzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begründung von Integration, die Analyse ihrer Wirkungen, die Vorstellung von Lösungsstrategien für soziale Barrieren sowie die Darstellung schweizspezifischer Modelle wie das Kaskadenmodell.
Wesentliche Begriffe sind integrative Pädagogik, Inklusion, Kaskadenmodell, soziale Entwurzelung, sonderpädagogischer Förderbedarf und Schulentwicklung.
Es ist ein übersichtliches Organisationsmodell für Basel, bei dem Ressourcen gestuft nach Grund- und Förderangeboten zugewiesen werden, um eine effiziente Integration zu ermöglichen.
Diese dienen in der Praxis als Instrumente zur Förderung der Selbstreflexion bei Schülern und unterstützen die Kommunikation zwischen Lehrkraft und Eltern, um ein einheitliches Erziehungsverhalten zu fördern.
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