Examensarbeit, 2009
72 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
TEIL I: FACHWISSENSCHAFTLICHE BETRACHTUNG
2. DER DEMOKRATIEBEGRIFF IM WANDEL DER ZEIT
3. DER SIEGESZUG DES INTERNETS
3.1. DIE ANFÄNGE
3.2. DIE IDEE FINDET VERBREITUNG
3.3. WEB 2.0: DAS INTERNET WIRD INTERAKTIVER
4. INFORMATIONEN IM INTERNET
4.1. DIE HERKÖMMLICHE INFORMATIONSBESCHAFFUNG
4.2. ONLINE-JOURNALISMUS VERSUS PRINTMEDIEN
4.2.1. Die Qualität der Online-Zeitungen
4.2.2. Blogs: Bürgerjournalismus versus prof. Journalismus
4.3. WIKIPEDIA VERSUS BROCKHAUS
4.4. YOUTUBE VERSUS FERNSEHEN
5. POLITISCHE KOMMUNIKATIONSPLATTFORMEN IM NETZ
5.1. SOZ. ONLINE-NETZWERK VS. KLASSISCHE SOZ. NETZWERKE
5.2. DOL2DAY VERSUS ROLLEN- / PLANSPIEL
5.3. ABGEORDNETENWATCH.DE VERSUS BRIEF AN POLITIKER
6. ONLINE-WAHLKAMPF VERSUS KLASSISCHER WAHLKAMPF
7. ELEKTRONISCHE PARTIZIPATION
7.1. E–VOTING VERSUS WAHLURNE
7.2. E–ACTIVISM VERSUS KLASSISCHER AKTIVISMUS
8. EXKURS: SOZIALE SCHERE DURCH DAS INTERNET?
9. SCHLUSSBETRACHTUNG
TEIL II: FACHDIDAKTISCHE BETRACHTUNG
10. EINLEITUNG
11. DIDAKTISCHE ANALYSE
11.1. DER BEUTELSBACHER KONSENS
11.2. WEITERE DIDAKTISCHE PRINZIPIEN
11.2.1. Die Schülerorientierung
11.2.2. Die Exemplarität
11.2.3. Die Problemorientierung
11.2.4. Die Handlungsorientierung
11.3. BEDEUTUNG „DEMOKRATIE“ UND „INTERNET“
11.3.1. Die Bedeutung der Demokratie für SuS
11.3.2. Die Bedeutung des Internets für Heranwachsende
11.4. BEZUG ZUM BILDUNGSPLAN
11.5. LERNZIELE
11.5.1. Richtziel
11.5.2. Grobziele
11.5.3. Feinziele
12. METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN UND ABLAUF
12.1. EINFÜHRUNG UND THEMENWAHL KARIKATUR
12.2. INTERNETRECHERCHE PARTNERARBEIT/KLEINGRUPPEN
12.3. KOMMUNIKATION VIA ABGEORDNETENWATCH.DE
12.4. PRÄSENTATION
13. SCHLUSSBEMERKUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Internets als modernen Kommunikationsapparat zur Stärkung der demokratischen Willensbildung und Partizipation, wobei ein kritischer Vergleich zu klassischen Medien und Methoden im Fokus steht.
4.2.1. Die Qualität der Online-Zeitungen
Doch bei aller Euphorie über diese unschlagbare Aktualität liegt die Mutmaßung nahe, die Qualität und die Länge der Artikel könnten dem hohen Tempo der „Cyberautobahn“ zum Opfer fallen. Beispielswiese meldeten viele Medien, so auch Spiegel Online 2006: „Bund Deutscher Juristen fordert Aussagen unter ›leichter Folter‹ – Offene Diskussion und Bruch von Tabus verlangt“. Die Information kam von der Internetseite www.bunddeutscherjuristen.org. Allerdings handelte es sich hierbei um eine Falschmeldung, verursacht durch einen unbekannten „Witzbold“, der auf dieser Seite die Meldung verbreitet hatte, dass Dr. Claus Grötz die Folter gefordert habe. Weder die Forderung nach dieser unmenschlichen Bestrafung, noch der Name des angeblichen Vorsitzenden des Bundes Deutscher Juristen entsprachen bei dieser Meldung der Wahrheit.
Die Hypothese der schlechteren Qualität war für Thorsten Quandt Anlass, 2005 eine Studie durchzuführen, die Zeitungen aus Papier und Druckerschwärze mit den Gazetten aus Bits und Bytes vergleicht. Analyseobjekte waren auf Seiten der Printmedien die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und die Süddeutsche, deren gedruckte Angebote mit den Angeboten ihrer Onlineauftritte und zusätzlich mit Spiegel Online, der Netzzeitung und den Stern Shortnews im Zeitraum eines Monats in den Bereichen „Beitragstypen und Multimedia-Angebote“, „Verfasser, Interaktion, Verlinkung“, „Themen und Akteure“ und „Berichterstattungstendenzen“ verglichen wurden. Insgesamt wurden 2.684 Artikel, davon 2.193 Online-Artikel, miteinander kollationiert. Bei der Untersuchung der durchschnittlichen Länge eines Artikels kann die Studie bereits das Urteil, das Internet biete nur kurze Informationen, widerlegen. Während die Süddeutsche Zeitung im Schnitt 241,8 und die Frankfurter Allgemeine 305,2 Wörter pro Artikel publizieren, bieten Sueddeutsche.de 568,7 Wörter, FAZ.NET 609,1 Wörter, Spiegel.de 611,3 Wörter und netzeitung.de 315,6 Wörter.
1. EINLEITUNG: Darstellung der Relevanz des Internets als "Kommunikationsapparat" für die Demokratie im 21. Jahrhundert.
2. DER DEMOKRATIEBEGRIFF IM WANDEL DER ZEIT: Historische Entwicklung des Demokratiebegriffs von der Antike bis zu modernen Theoretikern wie Locke, Rousseau und Kant.
3. DER SIEGESZUG DES INTERNETS: Kurzer Abriss über die technischen Anfänge des ARPA-Nets bis hin zur Entwicklung des World Wide Web und des Web 2.0.
4. INFORMATIONEN IM INTERNET: Analyse der Veränderungen in der Informationsbeschaffung durch den Vergleich von Online-Journalismus/Blogs/Wikipedia mit klassischen Medien.
5. POLITISCHE KOMMUNIKATIONSPLATTFORMEN IM NETZ: Untersuchung von Social Networks, Online-Simulationen und Plattformen wie abgeordnetenwatch.de.
6. ONLINE-WAHLKAMPF VERSUS KLASSISCHER WAHLKAMPF: Evaluierung der Wirksamkeit digitaler Kampagnen am Beispiel des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2008.
7. ELEKTRONISCHE PARTIZIPATION: Diskussion über E-Voting und E-Activism sowie deren Chancen und Risiken für die demokratische Mitbestimmung.
8. EXKURS: SOZIALE SCHERE DURCH DAS INTERNET?: Kurze Reflexion über die digitale Spaltung und notwendige Medienkompetenz.
9. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassendes Fazit über die Veränderungen und Herausforderungen der E-Demokratie.
10. EINLEITUNG: Einführung in die fachdidaktische Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema E-Demokratie für die Realschule.
11. DIDAKTISCHE ANALYSE: Herleitung didaktischer Prinzipien wie Schülerorientierung und Handlungsorientierung auf Basis des Beutelsbacher Konsenses.
12. METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN UND ABLAUF: Detaillierte Skizzierung eines Unterrichtsverlaufs inklusive Karikaturanalyse und Recherchearbeit.
13. SCHLUSSBEMERKUNG: Abschließende Betrachtung der Umsetzung des didaktischen Konzepts und der Zielerreichung im Politikunterricht.
E-Demokratie, Internet, Demokratie, Partizipation, Online-Journalismus, Blogs, Bürgerjournalismus, Wikipedia, politische Bildung, Medienkompetenz, E-Voting, E-Activism, Unterrichtsplanung, Beutelsbacher Konsens, soziale Schere.
Die Arbeit untersucht, ob das Internet die Demokratie verändern oder sogar verbessern kann, indem es als technischer Kommunikationsapparat dient, der den Austausch zwischen Bürgern und Politik erleichtert.
Im Zentrum stehen der Wandel der Informationsbeschaffung, die Rolle von Online-Medien, politische Partizipationsplattformen, der Online-Wahlkampf und die didaktische Umsetzung dieser Themen im Politikunterricht.
Das Hauptziel ist es, zu überprüfen, ob das Internet tatsächlich die von Berthold Brecht geforderte Funktion eines polydirektionalen Kommunikationsapparats erfüllt, und wie Schüler dies im Unterricht nutzen können.
Der Autor stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, Internetquellen, Statistiken und vergleichende Fallstudien (z.B. Wikipedia vs. Brockhaus), ergänzt durch fachdidaktische Überlegungen zur Unterrichtsplanung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Betrachtung des Internets als politisches Werkzeug und eine fachdidaktische Planung für den Realschulunterricht in Gemeinschaftskunde.
Zentrale Begriffe sind E-Demokratie, Partizipation, Bürgerjournalismus, Medienkompetenz und politische Urteilsbildung.
Die Arbeit betont, dass Wikipedia eine nicht zu unterschätzende Rolle in der politischen Willensbildung einnimmt, da es für Recherchen oft die erste Anlaufstelle ist, was eine kritische Betrachtung der Inhaltsqualität notwendig macht.
Die soziale Schere wird als Risiko identifiziert, da eine flächendeckende Internetnutzung nicht weltweit gewährleistet ist und zudem die notwendige Medienkompetenz nicht bei allen Bevölkerungsgruppen gleichermaßen vorhanden ist.
Durch einen Dreischritt aus "Sehen" (Recherche), "Beurteilen" (Urteilsbildung) und "Handeln" (z.B. durch Kommunikation auf abgeordnetenwatch.de) sollen Schüler lernen, ihre Rechte in einer Demokratie aktiv wahrzunehmen.
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