Bachelorarbeit, 2022
66 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Themeneingrenzung und Forschungsfrage
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Rahmen
2.1. Geschlechterrelevante Ansprache
2.1.1. Geschlechtergerechte Ansprache
2.1.2. Weitere Formen der Ansprache
2.1.2.1. Direkte Ansprache
2.1.2.2. Generisches Maskulinum
2.1.2.3. Vermeidungsstrategien / Geschlechtsneutrale Ausdrucksweisen
2.2. Die Psychologie des Kaufverhaltens
2.2.1. Emotion und Motivation
2.2.2. Intention
2.2.3. Die Kaufentscheidung
2.2.3.1. Die Psychologie der Kaufentscheidung
2.2.3.2. Die Phasen des Entscheidungsprozesses
2.3. Werbewirkung auf das Kaufverhalten
2.3.1. Psychologischer Aspekt
2.3.2. Ökonomischer Aspekt
2.3.3. Werbewirkungsebenen
2.3.3.1. Kognitive Ebene
2.3.3.2. Affektive Ebene
2.3.3.3. Konative Ebene
2.4. Geschlechterspezifisches Kaufverhalten
2.4.1. Männer als Konsumenten
2.4.2. Frauen als Konsumentinnen
2.5. Funktion und Nutzen von Plakatwerbung in Deutschland
2.5.1. Auf der gesellschaftlichen Ebene
2.5.2. Auf der ökonomischen Ebene
3. Entwicklung der Hypothesen
3.1. Hypothese 1
3.2. Hypothese 2
3.3. Hypothese 3
3.4. Hypothese 4
4. Empirischer Teil
4.1. Methodisches Vorgehen
4.1.1. Zielsetzung
4.1.2. Instrument
4.1.3. Stichprobe
4.1.4. Datenerhebung und -auswertung
4.2. Auswertung
4.3. Interpretation
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie sich geschlechtergerechte Sprache in der Außenkommunikation von Unternehmen auf das Kaufverhalten und die Markenwahrnehmung von Konsumentinnen und Konsumenten auswirkt, wobei Plakatwerbung als primäres Medium fokussiert wird. Dabei wird insbesondere analysiert, ob eine geschlechtersensible Ansprache einen messbaren Einfluss auf die Kaufintention hat.
2.1.1. Geschlechtergerechte Ansprache
Im Bereich der Kundenansprache haben Unternehmen nun ein breites Feld an Möglichkeiten, aus denen sie wählen können. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede, die beachtet werden sollten. Die unterschiedlichen Schreibweisen und Formen könnten unter Umständen zur Verwirrung oder Fehlkommunikation führen.
Laut Kotthoff lassen sich im Allgemeinen drei Typen in der geschlechtergerechten Sprache unterscheiden. Der erste Typ entstand durch feministische Bewegungen, die sich für die sprachliche Inklusion der Frau und gegen die Verwendung des generischen Maskulinums stark machten. Man hat die Möglichkeiten entweder beide Geschlechter zu nennen, eine neutrale, geschlechtsunabhängige Form zu nutzen oder ein Binnen-I zu verwenden. Das Binnen-I könnte wie folgt gebraucht werden: „KundIn“ oder „KonsumentIn“. Die Entstehung von Typ zwei war eine Reaktion der immer größer werdenden Gruppe des dritten Geschlechts. Sprachlich können diese durch Neutralformen, dem Genderstern oder dem Unterstrich einbezogen werden. Benutzt man den Genderstern, wird der im generischen Maskulinum formulierte „Kunde“ zu „Kund*in“, oder bei der Verwendung des Unterstriches wird „Konsument“ zu „Konsument_in“. Zuletzt hat sich unter anderem im Bereich der Medien eine neutralere Form herausgebildet, die des „flexiblen Genderns“. Bei diesem dritten Typen werden neben neutralen Varianten geschlechtersensible Formulierungen nur vereinzelt verwendet (105-06).
Wenn ein Betrieb also beabsichtigen sollte, neben Männern und Frauen, auch Personen anzusprechen, die sich keiner dieser beiden Kategorien zugehörig fühlen, könnte dies eine sinnvolle Argumentation für die Verwendung des Gendersterns oder dem Unterstrich sein. Ein Unternehmen könnte dadurch seine Chancen erhöhen, dass ein breites Publikum ihre Werbeanzeige wahrnimmt. Denn geschlechtergerechte Sprache bedeutet grundlegend, dass wenn immer mindestens eine nicht-männliche Person Empfänger_in einer Nachricht oder eines Textes sein kann, dies auch in der Sprache deutlich erkennbar gemacht werden soll. Die Verwendung des generischen Maskulinums wird bei diesem Konzept nach Möglichkeit vollkommen ausgeschlossen (F. Braun 5).
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Genderdebatte in der Sprache, stellt das Forschungsziel der Arbeit dar und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2. Theoretischer Rahmen: Vermittelt Grundlagen zur geschlechtergerechten Ansprache, zur Psychologie des Kaufverhaltens, zur Werbewirkung und zu geschlechterspezifischen Konsummustern.
3. Entwicklung der Hypothesen: Leitet auf Basis der theoretischen Erkenntnisse vier spezifische Hypothesen für die empirische Untersuchung ab.
4. Empirischer Teil: Erläutert das methodische Vorgehen der Online-Umfrage, präsentiert die Ergebnisse der Datenauswertung und interpretiert diese im Kontext der Hypothesen.
5. Fazit: Fasst die Kernergebnisse zusammen, diskutiert die Auswirkungen der Anspracheformen auf Unternehmen und gibt Handlungsempfehlungen.
Geschlechtergerechte Sprache, Generisches Maskulinum, Kaufverhalten, Plakatwerbung, Markenwahrnehmung, Werbewirkung, Konsumentenpsychologie, Gender Pay Gap, Marketingkommunikation, Kaufentscheidungsprozess, Gendern, Kundenansprache, Empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Verwendung von geschlechtergerechter Sprache gegenüber dem generischen Maskulinum in einer Plakatwerbung auf das Kaufverhalten und die Wahrnehmung des Unternehmens auswirkt.
Die zentralen Themen umfassen die Psychologie des Kaufentscheidungsprozesses, die Wirkungsweise von Plakatwerbung sowie die soziolinguistische Debatte um geschlechtersensible Sprache.
Ziel ist es zu klären, ob geschlechtergerechte Sprache einen messbaren Einfluss auf das Kaufverhalten hat und wie Unternehmen ihre Ansprache im Hinblick auf ihre Zielgruppe idealerweise gestalten sollten.
Die Arbeit verwendet einen quantitativen Forschungsansatz mittels einer internetbasierten Umfrage, in der Teilnehmer ein Edeka-Plakat in zwei verschiedenen Sprachversionen bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Werbewirkung und Kaufpsychologie sowie den empirischen Teil, der die erhobenen Daten statistisch auswertet und interpretiert.
Kernbegriffe sind geschlechtergerechte Sprache, Kaufverhalten, Markenwahrnehmung und Werbewirkung.
Interessanterweise belegen die Daten, dass Unternehmen, die geschlechtergerechte Sprache verwenden, in mehreren Attributen wie Kundenorientiertheit und Fortschrittlichkeit besser wahrgenommen werden, auch wenn die einzelnen Werbetexte teilweise kritischer bewertet wurden.
Die Studie zeigt auf, dass Frauen stärker auf geschlechtergerechte Ansprache reagieren und sich eher von ihr einbezogen fühlen, während Männer tendenziell eine präferenz für das generische Maskulinum zeigen.
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