Bachelorarbeit, 2021
50 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Der Vampir
2. Der Ursprung des Mythos
2.1 Der Vampirmythos in der slawischen Bevölkerung
2.2 Hexen und Vampire
3. Der moderne Mythos
3.1 Der Versuch einer wissenschaftlichen Erklärung
4. Gothic novel, Schauerroman und schwarze Romantik
4.1 Der Beginn der literarischen Vampirfigur
4.2. Die Entwicklung der literarischen Vampirfigur
4.3 Der gute Vampir zwischen Schutzengel und Demon Lover
5. Die Vampirdarstellung des Edward Cullens in Stephenie Meyers Biss zum Morgengrauen
5.1 Edward Cullen als der gute Vampir
5.2 Edward Cullen als der prototypische Demon Lover
6. Ein Vergleich des Prototypens zu der Vampirdarstellung des Adams in Tanja Heitmanns Morgenrot
6.1 Adam als Demon Lover?
7. Wie lässt sich der Erfolg des Demon Lovers begründen?
Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die literarische Evolution der Vampirfigur von einem scheußlichen, mythologischen Monster hin zum modernen, "guten" Vampir, wobei ein besonderer Fokus auf dem Motiv des "Demon Lover" liegt. Ziel der Arbeit ist es, die Gründe für den anhaltenden Vampirhype im 21. Jahrhundert zu identifizieren und die unterschiedlichen Darstellungsweisen anhand von Edward Cullen (Twilight) und Adam (Morgenrot) zu analysieren.
3. Der moderne Mythos
Eine exzessive Verbreitung des Vampirmythos gelang dabei erst im Zeitalter der Aufklärung. Im Zuge dessen war es „zur Erhellung des Geistes […] nötig, die alten Vorstellungen aufzugreifen, zu analysieren, sie quasi zu sezieren, um ihre [(des Vampirmythos)] ganze Nichtigkeit vor Augen zu führen.“ Dabei zeigt sich das Ergebnis „immer nur partiell, und die Argumente überzeugten nur diejenigen, die ohnehin die Auffassung hatten, es mit […] einer gestörten Phantasie [zu tun zu haben].“ Die Tatsache, dass Vampire allgegenwärtig den Menschen faszinieren wird nur allzu deutlich, wobei sie dennoch „zweifellos […] ,einen Makel auf der Folie wissenschaftlicher Gewißheit darstellten, die so fest gefügt schien, daß sie niemals von dem Ansturm des Unmöglichen befleckt werden könnten‘“.
Es zeigt sich nämlich, dass der „Ballast des Aberglaubens“ nicht so einfach zu verdrängen ist, wie es die Rationalisten befürwortet hätten. Vielmehr strukturieren Mythen „die Gedankenwelt, transportieren eine Botschaft der Hoffnung, des Trostes und der Gerechtigkeit, kurz, [sie] spielen eine wichtige gesellschaftliche Rolle.“
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den aktuellen Vampirhype im 21. Jahrhundert und stellt die Leitfrage nach der Entwicklung des Vampirs von der Schreckensfigur zum positiv konnotierten "guten" Vampir.
1. Der Vampir: Dieses Kapitel definiert den Vampir als mythologisches Wesen und wandelnden Leichnam, der sich in den Vorstellungen verschiedener Völker unterscheidet.
2. Der Ursprung des Mythos: Es wird die geographische Herkunft des Vampirglaubens, besonders im slawischen Raum, und die enge Verknüpfung mit Hexerei und Seuchen wie der Pest analysiert.
3. Der moderne Mythos: Dieses Kapitel thematisiert die Verbreitung des Mythos im Zeitalter der Aufklärung und kritisiert medizinische Erklärungsversuche wie die Porphyrie-Theorie.
4. Gothic novel, Schauerroman und schwarze Romantik: Die Untersuchung der literarischen Entstehung der Vampirfigur in der schwarzen Romantik sowie die Entwicklung des "Demon Lover"-Motivs stehen hier im Fokus.
5. Die Vampirdarstellung des Edward Cullens in Stephenie Meyers Biss zum Morgengrauen: Eine detaillierte Analyse von Edward Cullen als Prototyp des "guten" Vampirs und "Demon Lovers" in der zeitgenössischen Literatur.
6. Ein Vergleich des Prototypens zu der Vampirdarstellung des Adams in Tanja Heitmanns Morgenrot: Dieses Kapitel kontrastiert Adam mit Edward Cullen und beleuchtet die Unterschiede in ihrer Dämonen-Besessenheit und Entscheidungsfreiheit.
7. Wie lässt sich der Erfolg des Demon Lovers begründen?: Die abschließende Analyse erörtert die Gründe für die Faszination durch den Demon Lover und dessen Bedeutung in heutigen Medien.
Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Zivilisierung des Vampirs und seine neue Rolle als "Held" den Erfolg des Mythos langfristig begründen.
Vampir, Mythos, Demon Lover, Edward Cullen, Schwarze Romantik, Gothic Novel, Aufklärung, Porphyrie, Schutzengel, Literaturanalyse, Slawische Mythologie, Biss zum Morgengrauen, Morgenrot, Entdämonisierung, Romanfigur.
Die Arbeit untersucht die Wandlung der literarischen Vampirfigur von einem mythologischen, als "böse" wahrgenommenen Monster zu einer modernen, sympathischen und komplexen Figur, die oft als "Demon Lover" bezeichnet wird.
Zentrale Themen sind die historische Entstehung des Vampirmythos, der Einfluss literarischer Epochen wie der schwarzen Romantik und die Darstellung des modernen Vampirs als moralisch reflektiertes, liebesfähiges Subjekt.
Die Arbeit fragt danach, wie aus dem ursprünglich schrecklichen, toten Monster ein attraktiver "guter" Vampir werden konnte und welche Rolle das Motiv des "Demon Lover" dabei in der zeitgenössischen Literatur spielt.
Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, bei der vor allem die primärliterarischen Werke "Biss zum Morgengrauen" und "Morgenrot" mit sekundärliterarischen Theorien zur Vampirgeschichte und Soziologie verknüpft werden.
Der Hauptteil behandelt die historische Herleitung des Mythos, die Kritik an medizinischen Erklärungsansätzen, die Entwicklung in der Gothic Novel sowie den detaillierten Vergleich der Vampirprototypen Edward Cullen und Adam.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Vampir, Demon Lover, Schwarze Romantik, Entdämonisierung und Literaturanalyse beschreiben.
Während Edward Cullen seine Vampirtriebe als "aufgeklärter" Vampir aktiv und freiwillig unterdrückt, ist Adam durch einen inneren Dämon besessen, was ihn in einen ständigen Konflikt um seine eigene Entscheidungsfreiheit stürzt.
Der Begriff beschreibt eine spezifische literarische Figur, die gleichzeitig ein idealisierter Liebhaber/Ritter ist und eine dunkle, dämonische Seite besitzt – eine Rolle, die moderne Vampire als tragische Helden legitimiert.
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