Diplomarbeit, 2009
96 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1. Allgemeines zu AD(H)S
1.1 Begriffsbestimmung AD(H)S
1.1.1 Klassifikation nach DSM-IV
1.1.2 Klassifikation nach ICD-10
1.1.3 Vergleich der Klassifikation nach DSM-IV und ICD-10
1.1.4 Fazit für die Soziale Arbeit
1.2 Symptome von AD(H)S und Komorbidität
1.2.1 Verlauf und Auswirkungen von AD(H)S
1.2.2 Abgrenzung von AD(H)S mit und ohne Hyperaktivität
1.2.3 Fazit für die Soziale Arbeit
1.3 Ätiologie von AD(H)S
1.3.1 Fazit für die Soziale Arbeit
1.4 Diagnose von AD(H)S
1.4.1 Prävalenz
1.4.2 Fazit für die Soziale Arbeit
2. Behandlung von AD(H)S
2.1 Medikamentöse Behandlung von AD(H)S
2.1.1 Stimulanzien
2.2 Alternative Behandlungsmöglichkeiten von AD(H)S
2.2.1 Psychotherapie, insbesondere Verhaltenstherapeutische Psychotherapie
2.2.2 Ergotherapie
2.3 Multimodale Behandlung von AD(H)S als Möglichkeit einer Kooperation
2.4 Fazit für die Soziale Arbeit
3. Arbeitsweisen und Handlungsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit im Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung
3.1. Soziale Arbeit und Kinder mit AD(H)S
3.1.1 Arbeitsweisen eines Lehrers bei AD(H)S
3.1.2 Arbeitsweisen eines Sozialarbeiters bei AD(H)S
3.1.3 Fazit
3.2 Soziale Arbeit und Eltern von Kindern mit AD(H)S
3.2.1 Pädagogische Grundprinzipien
3.2.2 Plan- und Strukturarbeit
3.2.3 Handlungsmöglichkeiten im Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung
3.2.4 Fazit
3.3 Kooperationsmöglichkeiten eines Sozialarbeiters
3.3.1 Modell einer möglichen Kooperation
3.3.2 Aufgaben der einzelnen Personen bei einer Kooperation
3.3.3 Fazit
3.4 Präventionsmöglichkeiten von AD(H)S
3.4.1 Fazit
4. Schlussbetrachtung
Diese Diplomarbeit untersucht die Rolle und Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit bei der Begleitung von Kindern mit AD(H)S. Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Sozialarbeiter durch systemische Ansätze, Elternarbeit und Kooperation mit anderen Professionen zu einer verbesserten Lebensbewältigung der betroffenen Kinder beitragen können, wobei AD(H)S nicht als defizitorientiertes Problem, sondern als lebensweltliches Phänomen betrachtet wird.
1.2.2 Abgrenzung von AD(H)S mit und ohne Hyperaktivität
„Timo, 5 Jahre
Kaum ist Timo morgens aufgewacht, fallen ihm schon tausend Dinge ein, die er heute tun könnte. Sofort springt er auf und rast durch die Wohnung. Er hat am Vortag einen Piratenfilm gesehen und will sich ein Schiff bauen. Als er auf das Regal klettert, um sich ein Bettuch für das Segel zu holen, fällt das Regal mit Getöse um und weckt die anderen Familienmitglieder. Sofort geht der übliche Streit los. Jetzt ist nicht Schiffe bauen angesagt, sondern Anziehen, Frühstücken und Kindergarten. Das Anziehen dauert ewig, weil ihm alle paar Sekunden etwas anderes einfällt. Beim Frühstück geht ein Glas zu Bruch, als Timo aufspringt und, um Sarah, die heute Geburtstag hat, noch schnell ein Geschenk zu basteln. Der Weg zum Kindergarten ist eine Tortur: Timo ist schon oft, trotz strengster Ermahnungen, ohne links oder rechts zu schauen auf die Straße gerannt, weil er auf der anderen Straßenseite etwas wahnsinnig Spannendes entdeckt hat.
Als Timos Mutter die Tür des Kindergartens hinter sich schließen will, ist sie eigentlich für den Rest des Tages schon völlig erledigt. Die Erzieherin will aber noch mit ihr reden: Timo sei für die Gruppe eine große Belastung. Er könne keine fünf Minuten still sitzen und sich auf kein Spiel konzentrieren. Er rase ständig herum und störe die anderen Kinder. Timos Mutter ist verzweifelt: Es ist nicht das erste Mal, dass ihr dies gesagt wird, und langsam weiß sie wirklich nicht mehr weiter.“ (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 2007, S. 6)
1. Allgemeines zu AD(H)S: Dieses Kapitel erläutert die Definition, Klassifikationssysteme wie DSM-IV und ICD-10, die Symptomatik und Ätiologie von AD(H)S und bietet ein Fazit für die Soziale Arbeit.
2. Behandlung von AD(H)S: Der Abschnitt stellt medikamentöse und alternative Ansätze (Verhaltenstherapie, Ergotherapie) sowie das Konzept der multimodalen Behandlung vor.
3. Arbeitsweisen und Handlungsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit im Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung: Dieses Kapitel vertieft den Fokus auf die praktische Arbeit mit Kindern, Eltern und Kooperationspartnern und diskutiert Präventionsmöglichkeiten.
4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung einer ressourcenorientierten und interdisziplinären Herangehensweise der Sozialen Arbeit.
AD(H)S, Soziale Arbeit, Hilfen zur Erziehung, Verhaltenstherapie, Ergotherapie, Kooperation, Prävention, Systemischer Ansatz, Elterntraining, Symptome, Klassifikation, Lebensweltorientierung, Kindeswohl, Resilienz, Diagnostik.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle der Sozialen Arbeit bei der Unterstützung von Kindern mit AD(H)S und deren Familien in ambulanten Hilfe-Settings.
Die Arbeit behandelt medizinische Grundlagen, verschiedene Therapieformen, Strategien für den Erziehungsalltag sowie die Bedeutung von Kooperationen im professionellen Netzwerk.
Das Ziel ist es, Sozialarbeitern Handlungsoptionen aufzuzeigen, um Kindern mit AD(H)S durch eine ganzheitliche, ressourcenorientierte Unterstützung zu mehr Lebensbewältigung zu verhelfen.
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, um ein fachliches Fundament für die sozialpädagogische Praxis zu legen.
Der Hauptteil gliedert sich in ein theoretisches Verständnis der Störung, verschiedene Behandlungsansätze und einen umfangreichen Praxisteil zu Handlungsmöglichkeiten in der Erziehungshilfe und Schule.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Soziale Arbeit, AD(H)S, Kooperation, Multimodale Behandlung und ressourcenorientierte Beratung.
Mediziner konzentrieren sich auf Diagnostik und Störungsbilder, während Sozialarbeiter den Fokus auf das soziale Umfeld, die Lebensbewältigung und die Stärkung von Ressourcen legen.
Kooperation ist ein wesentlicher Pfeiler; eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern, Medizinern und Sozialarbeitern ist laut der Arbeit entscheidend für den Behandlungserfolg.
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