Bachelorarbeit, 2009
56 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Rechtsextremismus – Geschichtlicher Hintergrund und aktuelle Lage
2.1 Hauptmerkmal und Abgrenzung von Rechtsextremismus
2.2 Die Auswirkungen des Rechtsextremismus am Beispiel des Dritten Reiches
2.3 Rechtslage heute
2.4 Häufigkeit von Rechtsextremismus
2.5 Gewaltbereitschaft von Neonazis
3 Ursachen für Rechtsextremismus in der heutigen Zeit
3.1 Ursachen und soziales Umfeld
3.2 Musik als Einstieg in die rechte Szene
4 Aufklärung/Initiativen gegen Rechtsextremismus und die Rolle der sozialen Arbeit
4.1 Medienbeispiele gegen Rechts
4.2 Antifaschistische Aktion (Antifa)
4.3 Präventionsmöglichkeiten
4.4 Hilfe zum Ausstieg aus der rechten Szene
5 Ausblick und Diskussion
Diese Bachelor-Arbeit untersucht das Phänomen des Rechtsextremismus in Deutschland, beleuchtet dessen Ursachen sowie gesellschaftliche Einflüsse und analysiert präventive Ansätze sowie Möglichkeiten der sozialen Arbeit, um der Radikalisierung entgegenzuwirken.
2.1 Hauptmerkmal und Abgrenzung von Rechtsextremismus
Eine einheitliche Definition des Begriffes Rechtsextremismus gibt es nicht (Neureiter 1996, 7; Grumke 2007, 20 ).
Das Nomen Rechtsextremismus enthält zwei Komponenten. Einerseits den formalen Teil „Extremismus“ und andererseits den politischen Teil „rechts“. Der Begriff „rechts“ bezieht sich auf die Sitzordnung der Französischen Nationalversammlung im Jahr 1789, in der die unterschiedlichen politischen Gruppierungen links, rechts oder in der Mitte saßen. Die „rechten“ waren hier die eher konservativen Traditionalisten.
„Extremismus“ kommt von den lateinischen Worten „extremus“, dt.: äußerst, entferntest, aber auch ärgste, gefährlichste, schlechteste und „extremitas“, dt.: der äußerste Rand (Möller 1998, 188).
„Extremismus“ kann für politische Orientierungen, Ideologien und Aktivitäten stehen, die den demokratischen Verfassungsstaat ablehnen und durch eine autoritär geführte Volksgemeinschaft ersetzen wollen (Neureiter 1996, 8).
Das demokratische System wird von Links- und Rechtsextremisten abgelehnt (Schroeder 2004, 15). Beide Gruppierungen verfolgen dabei unterschiedliche Ziele.
Different wird der Begriff „radikal“ beschrieben. Er wird umgangssprachlich häufig benutzt, um eine Gruppierung vom demokratischen Spektrum abzugrenzen (Grumke 2007, 21). Extremisten werden oft als Linksradikale oder Rechtsradikale beschrieben. In der staatlichen Definition wird jedoch strikt zwischen verfassungsfeindlichen Extremisten und verfassungskritischen Radikalen unterschieden. Radikale haben das Ziel, an der „freiheitlich, demokratischen Grundordnung“ festzuhalten (Peltz 2006, 9).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Gewalt und Rechtsextremismus ein und stellt die Relevanz von Präventionsmöglichkeiten für die soziale Arbeit heraus.
2 Rechtsextremismus – Geschichtlicher Hintergrund und aktuelle Lage: Dieses Kapitel definiert den Begriff Rechtsextremismus, analysiert die historische Bedeutung des Dritten Reiches und untersucht die aktuelle Rechtslage sowie die Verbreitung rechtsextremer Einstellungen.
3 Ursachen für Rechtsextremismus in der heutigen Zeit: Hier werden die psychosozialen und gesellschaftlichen Hintergründe für den Einstieg in die rechte Szene beleuchtet, wobei besonderes Augenmerk auf das soziale Umfeld und die Funktion von Musik als Einstiegsdroge gelegt wird.
4 Aufklärung/Initiativen gegen Rechtsextremismus und die Rolle der sozialen Arbeit: Das Kapitel stellt verschiedene mediale und zivilgesellschaftliche Ansätze der Aufklärung vor und diskutiert die präventive sowie intervenierende Rolle der sozialen Arbeit.
5 Ausblick und Diskussion: Dieser Teil reflektiert die Verantwortung der Gesellschaft und betont die Bedeutung von Zivilcourage sowie die Notwendigkeit, durch pädagogische Ansätze und Aussteigerprogramme entgegenzuwirken.
Rechtsextremismus, Deutschland, Soziale Arbeit, Prävention, Neonazis, Ideologie, Radikalisierung, Politische Bildung, Aussteigerprogramme, Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit, Nationalsozialismus, Demokratie, Jugendkultur, Zivilcourage
Die Arbeit befasst sich mit dem Rechtsextremismus in Deutschland, seinen Ursachen und der Frage, wie die Gesellschaft und die soziale Arbeit diesem Phänomen entgegenwirken können.
Zu den Schwerpunkten gehören der geschichtliche Hintergrund, die rechtlichen Grundlagen, die Analyse von Ursachen für Radikalisierung sowie Ansätze zur Prävention und zum Ausstieg aus der rechten Szene.
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie die Gesellschaft, insbesondere durch die soziale Arbeit, präventiv gegen Rechtsextremismus vorgehen kann, um Jugendlichen Alternativen zur rechten Szene zu bieten.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, die Einbeziehung statistischer Daten (z.B. vom Verfassungsschutz) und die Auswertung von Bildungs- sowie Präventionskonzepten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Rechtsextremismus, die Analyse von Einstiegsmotiven (wie soziale Faktoren und Musik), die Darstellung von Aufklärungsinitiativen und die methodischen Ansätze der sozialen Arbeit.
Wichtige Begriffe sind Rechtsextremismus, Soziale Arbeit, Prävention, Radikalisierung, Aussteigerprogramme und Zivilcourage.
Die Autorin stuft Musik als eine Art „Einstiegsdroge“ ein, die durch ihre weite Verbreitung im Internet und ihren emotionalen Appell besonders junge Menschen für rechtsextreme Ideologien empfänglich macht.
Die soziale Arbeit wird als essenziell erachtet, um durch vertrauensvolle Beziehungen, Aufklärung und die Bereitstellung von Freiräumen Verhaltensänderungen zu fördern und Jugendlichen bei der Distanzierung von rechtsextremen Strukturen zu helfen.
Die Arbeit folgt der staatlichen Definition, nach der Extremisten das demokratische System ablehnen, während Radikale innerhalb dieses Systems Kritik üben und an der demokratischen Grundordnung festhalten wollen.
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