Bachelorarbeit, 2022
59 Seiten
I. Einleitung
II. Definition und geschichtliche Entwicklung des deutschen Programmkinos unter Betrachtung der französischen Kinokultur
III. Förderungsverbände für Programmkinos in Deutschland: Wie wird im Vergleich zu Frankreich gefördert und unterstützt?
IV. The Art of Programming: Programmidentität und Publikum
IV.I Auswertung der Umfrage an das deutsch- und französischsprachige Kinopublikum: Vorlieben und Gewohnheiten beim Kinobesuch und was diese für die (Programm-)Kinokultur bedeuten
IV.II Erfolgsmodell Programmkino: Wie kann Arthouse - Programm interessanter für das Publikum machen und die Zielgruppe erweitern?
V. Fazit: Zukunft und Chancen für das Programmkino
VI. Anhang: Auswertung einer Online-Umfrage an das Kinopublikum
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die aktuelle Situation und die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten des deutschen Programmkinos, wobei ein besonderer Fokus auf den strukturellen Vergleich mit der französischen Kinolandschaft und dem "Cinéma Art et Essai"-Modell liegt, um Strategien für eine nachhaltige Identitätsstärkung und Publikumsgewinnung zu identifizieren.
Die Bedeutung der Kinokultur in der Zeit des Wandels
Le premier objet d'étude « cinéphile », ce sont des pratiques culturelles, presque culturelles. On a souvent comparé la salle obscure à un temple, et il est vrai que la cinéphilie, même tenue dans les réseaux les plus laïcs, est empreinte d'une grande religiosité dans ces cérémonies.
In der vorliegenden Arbeit schreibe ich über deutsche Programmkinos und ihre Programmgestaltung und -identität in Bezug auf das französische „Cinéma Art et Essai“. Die Themenwahl ist inspiriert von meinem Auslandsstudium „Cinéma & Audiovisuel“ an der Pariser Université Sorbonne Nouvelle im Wintersemester 2021/2022 und dem unverwechselbaren Charakter eines kleinen, historischen Kinos im Quartier Latin, dem Studentenviertel im fünften Arrondissement.
„Jedes Land hat seine eigene Kultur, und das spürt man auch in der Art, wie sie Filme machen“. Die Wertschätzung und der Stellenwert des Kinos als „septième art“ in Frankreich sowie die zahlreichen französischen Programmkinos und ihre Förderung haben während meines Aufenthalts in Paris das Interesse an einer solchen Untersuchung geweckt. Besonders interessiert mich die Frage nach dem Engagement für gemeinsame Werte in einem Kontext, in dem die Definition von Programmkinos je nach Land und Kultur verschieden ist.
Die diesbezügliche Gestaltung und Vision von Strategien und Richtlinien ist unterschiedlich und wird in dieser Arbeit erläutert. Durch die fortschreitende Digitalisierung und die Corona-Pandemie befindet sich der Kinomarkt in einem enormen Veränderungsprozess, der für die meisten Einrichtungen eine große Herausforderung darstellt und evtl. sogar die Schließung bewirkt.
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert die Motivation sowie den Kontext der Arbeit, insbesondere den Einfluss französischer Kinopraktiken auf die deutsche Arthouse-Landschaft.
II. Definition und geschichtliche Entwicklung des deutschen Programmkinos unter Betrachtung der französischen Kinokultur: Das Kapitel definiert den Begriff "Programmkino" und beleuchtet die historischen Ursprünge der Arthouse-Bewegung sowie deren unterschiedliche Ausprägungen in den USA und Frankreich.
III. Förderungsverbände für Programmkinos in Deutschland: Wie wird im Vergleich zu Frankreich gefördert und unterstützt?: Es erfolgt ein strukturierter Vergleich der staatlichen Fördersysteme, wobei die Unterschiede in der Regulierung und Anerkennung von Arthouse-Kinos zwischen beiden Ländern herausgearbeitet werden.
IV. The Art of Programming: Programmidentität und Publikum: Dieses Kapitel analysiert, wie Kuration und die Gestaltung des Kinoprogramms die Identität von Kinos formen und präsentiert die Ergebnisse der empirischen Umfrage zum Kinobesucherverhalten.
V. Fazit: Zukunft und Chancen für das Programmkino: Das abschließende Fazit synthetisiert die gewonnenen Erkenntnisse und bietet Handlungsempfehlungen zur Zukunftssicherung der Kinokultur als soziales Bindeglied.
VI. Anhang: Auswertung einer Online-Umfrage an das Kinopublikum: Der Anhang dokumentiert die methodische Basis der Arbeit durch die detaillierte Darstellung und Auswertung des Fragebogens.
Arthouse-Kinos, Kinokultur, Filmförderung, Cinéma Art et Essai, Programmgestaltung, Audience Development, Publikumsbindung, Programmkino, Filmmarkt, Digitalisierung, Kino als Kulturort, Filmkultur, Kinopublikum, Identität, Programmidentität.
Die Arbeit behandelt die Identität und Kuration deutscher Programmkinos vor dem Hintergrund des französischen Vorbilds des „Cinéma Art et Essai“.
Der Fokus liegt auf den Bereichen Programmgestaltung (Kuration), staatliche Filmförderung, dem Vergleich der deutschen und französischen Kinokultur sowie der Publikumsbindung.
Ziel ist es, das heutige Programmkino als sozialen und kulturellen Ort in Zeiten digitaler Transformation zu stärken und Strategien aufzuzeigen, wie Kinos ihre Attraktivität für verschiedene Zielgruppen steigern können.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse und dem Vergleich der Fördersysteme wird eine empirische Primärerhebung in Form einer Online-Umfrage unter einem deutsch-französischsprachigen Kinopublikum durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, den Vergleich der Fördersysteme (z.B. Rolle der FFA vs. CNC) sowie die qualitative und quantitative Auswertung der Zuschauerpräferenzen.
Die wesentlichen Begriffe sind Arthouse, Filmförderung, Programmidenteit, Cinéma Art et Essai und Audience Development.
Frankreich gilt als das "Land der Kinos", in dem die staatliche Förderung und die Kriterien für "Art et Essai" besonders ausgeprägt sind. Das Modell dient daher idealerweise als Inspiration für strukturierte Verbesserungen in der deutschen Filmpolitik.
Die Pandemie wird als ein Katalysator für den digitalen Wandel gesehen, der bestehende Strukturen (wie den Besucherrückgang) weiter verschärft hat und die Notwendigkeit für neue, innovative Angebotsformen unterstreicht.
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