Bachelorarbeit, 2024
60 Seiten, Note: 2
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
1. VORWORT
2. WIDMUNG
3. EINLEITUNG
4. DEFINITION/BEGRIFFSERKLÄRUNGEN
Sprache
Simultaner Spracherwerb
Sukzessiver Spracherwerb
Code-Switching
Erstsprache
Muttersprache
Deutsch als Zweitsprache
Bildungssprache
Fremdsprache
Sprachförderung
5. SPRACHENTWICKLUNG
6. THEORIEN ZUM SPRACHERWERB
6.1 BEHAVIORISMUS
6.2 KOGNITIVISMUS
6.3 NATIVISMUS
7. SPRACHERWERB
7.1 SIMULTANER SPRACHERWERB
7.2 SUKZESSIVER SPRACHERWERB
8. MEHRSPRACHIGKEIT
8.1 FORMEN VON MEHRSPRACHIGKEIT
8.1.1 Doppelspracherwerb
8.1.2 Parallele und funktionale Mehrsprachigkeit
8.1.3 Balanciertes oder subtraktive Zweisprachigkeit
8.1.4 Vielfältige Prinzipien in der Mehrsprachenerziehung
8.2 SPRACHMISCHUNGEN BEI MEHRSPRACHIGEN KINDERN
8.2.1 Code-Switching
8.2.2 Transfer
8.3 KOGNITIVE VORTEILE VON MEHRSPRACHIGKEIT
8.4 KULTURELLE VIELFALT
9. DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE
9.1 HYPOTHESEN ZUM ZWEITSPRACHERWERB
9.1.1 Kontrastivhypothese
9.1.2 Identitätshypothese
9.1.3 Interlanguagehypothese
9.1.4 Interdependenz und Schwellenniveauhypothese
10. DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE IN DER GRUNDSCHULE
10.1 DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE IN ÖSTERREICHISCHEN SCHULEN
10.2 LEHRPLANZUSATZ „DEUTSCH FÜR SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER MIT NICHTDEUTSCHER MUTTERSPRACHE“
10.2.1 Lernziele laut dem Lehrplanzusatz
10.3 MIKA-D
10.4 DEUTSCHFÖRDERKLASSEN/DEUTSCHFÖRDERUNTERRICHT
11. DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE UNTERRICHTEN
11.1 HERAUSFORDERUNGEN FÜR LEHRKRÄFTE
11.2 OPTIMALE SPRACHFÖRDERUNG: STRATEGIEN ZUR ENTWICKLUNG MÜNDLICHER DEUTSCHKOMPETENZEN ALS ZWEITSPRACHE IN DER GRUNDSCHULE
11.3 SPRACHSENSIBLER UNTERRICHT
11.4 ERSTSPRACHENUNTERRICHT
11.4.1 Vorteile des Erstsprachenunterrichts
11.4.2 Organisation
11.5 SCAFFOLDING
11.6 LERNSZENARIEN
11.7 EUROPÄISCHES SPRACHENPORTFOLIO
12. EINFLUSS DER MEHRSPRACHIGKEIT AUF DIE SPRACHENTWICKLUNG
12.1 EINFLUSSFAKTOREN
12.1.1 Sprech- und Sprachangebot
12.1.2 Alter beim Erwerbsbeginn
12.1.3 Erstsprache
12.1.4 Sozialpsychologische Faktoren
12.1.5 Familiärer Bildungshintergrund
12.1.6 Bildungspolitische und schulische Faktoren
12.2 FRÜHER ZWEITSPRACHERWERB
13. SPRACHLICHE HERAUSFORDERUNGEN: DEUTSCHLERNEN FÜR KINDER MIT TÜRKISCH ALS ERSTSPRACHE IN DER GRUNDSCHULE
13.1.1 Verwendung von Modalverben im Türkischen
13.1.2 Stellung der Verben im Satz
13.1.3 Grammatisches Geschlecht
13.1.4 Pluralbildung
14. FAZIT
15. LITERATURVERZEICHNIS
Die vorliegende Arbeit untersucht den Schriftspracherwerb von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache im Kontext österreichischer Grundschulen, wobei die persönlichen Erfahrungen der Autorin als zweisprachige Mutter und Deutschlernende einfließen. Das Ziel ist es, Herausforderungen aufzuzeigen und pädagogische Ansätze zur Unterstützung dieser Kinder zu entwickeln sowie einen umfassenden Einblick in den Prozess des Zweitspracherwerbs zu bieten.
3 Einleitung
„Die Aneignung von Sprache bedeutet, dass ein Kind Sprache als Handlungsmittel erwirbt und Sprechen so zu einer eigenen, gesellschaftlich hinreichenden Handlungsressource für sich entwickelt.“ (Jeuk, 2018, S. 56)
Die sprachliche Entwicklung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache im schulischen Kontext gewinnt vor dem Hintergrund der faszinierenden Diversität unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Besonders im Grundschulbereich stehen Lehrende vor der anspruchsvollen Aufgabe, Kinder optimal beim Erwerb ihrer Schriftsprache zu unterstützen. Diese Herausforderung wird in Österreich, speziell an österreichischen Volksschulen, besonders deutlich, wenn es darum geht, Schülerinnen und Schüler mit einer anderen Erstsprache als Deutsch bestmöglich im Regelunterricht im Zweitspracherwerb zu fördern.
Die zentralen Themen dieser Bachelorarbeit umfassen einen umfassenden Überblick über Deutsch als Zweitsprache, den Prozess des Zweitspracherwerbs, insbesondere im frühen Stadium, die Einflussfaktoren der Erstsprache sowie die spezifischen Herausforderungen, vor die Kinder gestellt werden, die Deutsch als Zweitsprache erlernen, insbesondere wenn Türkisch ihre Erstsprache ist. Ein weiterer Fokus liegt auf den methodisch-didaktischen Fördermaßnahmen für den Schriftspracherwerb.
1. VORWORT: Die Autorin begründet ihre Wahl des Themas durch ihre persönliche Biografie als zweisprachige Mutter und Lernerin von Deutsch als Zweitsprache im Grundschulalter.
5. SPRACHENTWICKLUNG: Dieses Kapitel erläutert die Phasen der Sprachentwicklung vom Kleinkindalter bis zum Schuleintritt.
6. THEORIEN ZUM SPRACHERWERB: Es werden zentrale wissenschaftliche Ansätze wie Behaviorismus, Kognitivismus und Nativismus gegenübergestellt.
7. SPRACHERWERB: Hier erfolgt eine detaillierte Erläuterung des simultanen und sukzessiven Spracherwerbs.
8. MEHRSPRACHIGKEIT: Das Kapitel befasst sich mit den verschiedenen Formen und kognitiven Vorteilen der Mehrsprachigkeit.
10. DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE IN DER GRUNDSCHULE: Hier wird der österreichische Lehrplanzusatz sowie die Rolle der MIKA-D-Tests und Deutschförderklassen erörtert.
11. DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE UNTERRICHTEN: Es werden praktische Strategien wie Scaffolding, sprachsensibler Unterricht und der Einsatz des europäischen Sprachenportfolios dargestellt.
12. EINFLUSS DER MEHRSPRACHIGKEIT AUF DIE SPRACHENTWICKLUNG: Dieses Kapitel beleuchtet Einflussfaktoren auf den Zweitspracherwerb und die Wechselwirkung zwischen Erst- und Zweitsprache.
13. SPRACHLICHE HERAUSFORDERUNGEN: DEUTSCHLERNEN FÜR KINDER MIT TÜRKISCH ALS ERSTSPRACHE IN DER GRUNDSCHULE: Eine spezifische Analyse der Unterschiede in Grammatik, Syntax und Artikulation zwischen dem Türkischen und dem Deutschen.
Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Schriftspracherwerb, Mehrsprachigkeit, Erstsprache, Spracherwerbstheorien, Interlanguage, Grundschule, Sprachförderung, Kontrastivhypothese, Scaffolding, Türkisch, Sprachdiagnose, Lernziele.
Die Arbeit befasst sich mit dem Schriftspracherwerb von Kindern, die Deutsch als Zweitsprache (DaZ) in der Grundschule lernen.
Die Arbeit behandelt Spracherwerbstheorien, spezifische Herausforderungen von DaZ-Kindern, methodisch-didaktische Förderstrategien und das österreichische Förderinstrumentarium wie MIKA-D.
Das Ziel ist, Einblicke in Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb zu gewähren und pädagogische Förderansätze zur Optimierung dieses Prozesses aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Analyse von Fachliteratur, Zeitschriften und offiziellen Bildungsinformationen des Ministeriums.
Detailliert diskutiert werden der simultane und sukzessive Spracherwerb, theoretische Lernmodelle, der Einfluss der Erstsprache sowie Praxiskonzepte für den Unterricht.
Kernbegriffe sind DaZ, Erstsprache, Schriftspracherwerb, MIKA-D, Mehrsprachigkeit, Scaffolding und interkulturelles Lernen.
MIKA-D ist ein standardisiertes Testverfahren in Österreich, um Sprachkompetenzen von Kindern mit nicht-deutscher Erstsprache bei Schuleintritt zu ermitteln.
Besonders die Unterschiede im grammatikalischen Geschlecht, der Pluralbildung, der Satzstellung (SOP im Türkischen vs. SPO im Deutschen) und der Vokalharmonie stellen spezifische Hürden dar.
Es dient dazu, Sprachfortschritte zu dokumentieren, zu reflektieren und die Lernenden zu einem selbstgesteuerten bzw. autonomen Lernen anzuleiten.
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