Bachelorarbeit, 2024
54 Seiten, Note: 2
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
1 Einleitung
2 Begrifflichkeiten
2.1 Sprache
2.2 Mehrsprachigkeit
2.3 Erstsprache
2.4 Muttersprache
2.5 Zweitsprache
3 Spracherwerb
3.1 Erstspracherwerb
3.2 Zweitspracherwerb
3.3 Spracherwerbshypothesen
3.3.1 Kontrastivhypothese
3.3.2 Identitätshypothese
3.3.3 Interlanguage-Hypothese
3.4 Einflussfaktoren auf den Zweitspracherwerb
3.5 Die Bedeutung der Erstsprache beim Zweitspracherwerb
3.5.1 Interferenz
3.5.2 Code-Mixing
3.5.3 Code-Switching
3.6 Förderung des Zweitspracherwerbs
4 Kontrastive Betrachtung Deutsch – Türkisch
4.1 Allgemeine Sprachinformation – Deutsch
4.2 Allgemeine Sprachinformation – Türkisch
4.3 Das Geschlecht (Genus)
4.4 Die Fälle (Kasus)
4.5 Die Zahl (Numerus) Plural
4.6 Nominalgruppen
5 Herausforderungen für türkischsprachige Schüler*innen
6 Sprachfördermethoden für den Erwerb des Artikelsystems
6.1 Genus
6.2 Genera in Verbindung mit den Fällen
6.3 Plural
6.3.1 Praktische Ansätze zur Vermittlung von Artikeln
6.3.2 Sprachförderung mit mehrsprachigen Bildwörterbüchern
6.3.3 Sprachförderung mit lernunterstützenden Apps
6.3.4 Sprachförderung mit Musik
6.3.5 Sprachförderung mit Spielen
7 Sprachförderung in den MINT-Fächern
7.1 Mathematik
7.2 Die Bedeutung der Sprache in der Mathematik
7.3 Praktische Förderung des Artikelsystems in Mathematik
7.3.1 Gestaltung eines Lapbooks
7.3.2 Geometrische Körper falten
7.4 Naturwissenschaften (Sachunterricht)
7.5 Die Bedeutung der sprachlichen Kompetenz in den Naturwissenschaften
7.6 Praktische Förderung des Artikelsystems in Sachunterricht
7.6.1 Durchführung eines Experiments
7.6.2 Beschreibung eines Versuchs
7.6.3 Gestaltung eines Lapbooks
7.6.4 Beobachtung und Beschreibung eines Wimmelbilds
Diese Bachelorarbeit untersucht gezielte Fördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit der Herkunftssprache Türkisch beim Erwerb des komplexen deutschen Artikelsystems in der Primarstufe, um den Lernprozess effektiv zu unterstützen.
6.2 Genera in Verbindung mit den Fällen
Im Sprachgebrauch verschmelzen Genus, Kasus und Numerus zu einer Form. Allerdings verfügt die deutsche Sprache nicht über ausreichend verschiedene Formen, um alle Kombinationen von Genus, Kasus und Numerus adäquat wiederzugeben. DaZ-Lernende neigen dazu, für die Fälle Regelsysteme zu entwickeln, wobei Unsicherheiten im Genus oft zu Fallfehlern führen. Im regulären Deutschunterricht werden Genera wenig thematisiert, daher liegt es im Fokus des DaZ-Unterrichts, eine gezielte Förderung in diesem Bereich zu bieten. Die Komplexität der deutschen Sprache führt dazu, dass DaZ-Lernende sich Regeln für die Fälle aneignen, jedoch oft die Genera nicht ausreichend berücksichtigen. Fallfehler sind meist auf Unsicherheiten mit den Genera zurückzuführen, da die Fälle im Gegensatz dazu nach festen Regeln gebildet werden. Im DaZ-Unterricht ist es daher wichtig, die Aufmerksamkeit auf die Genera zu lenken und gleichzeitig die Regeln für die Fälle zu vermitteln. Der Erwerb der Fälle erfolgt durch verschiedene Phasen, wobei zunächst grobe Unterscheidungen zwischen Nominativ, Akkusativ und Dativ auftreten. DaZ-Lernende können in der Anfangsphase die verschiedenen Formen vorübergehend mit einer gewissen Beliebigkeit setzen. Mit steigender Deutschkompetenz entwickeln sie zunehmende Sicherheit in den Fällen, wobei die Reihenfolge Nominativ - Akkusativ - Dativ - Genitiv empfohlen wird. Die gezielte Arbeit an den Fällen sollte die Klärung von Auslösern und die Kenntnis der Formen für die drei Genera einschließen. Die Reihenfolge des DaZ-Erwerbs der Fälle ist Nominativ, Akkusativ, Dativ und schließlich Genitiv (vgl. Schlatter et al., 2016, S.95 ff.).
1 Einleitung: Beschreibt die Bedeutung von Mehrsprachigkeit und das Ziel, Fördermaßnahmen für den Erwerb des deutschen Artikelsystems bei türkischsprachigen Kindern zu identifizieren.
2 Begrifflichkeiten: Definition grundlegender linguistischer Begriffe wie Sprache, Erst- und Zweitsprache sowie Mehrsprachigkeit für den weiteren Kontext der Arbeit.
3 Spracherwerb: Erläutert Theorien des Erst- und Zweitspracherwerbs, Einflussfaktoren auf Lernende sowie Hypothesen zur Interferenz.
4 Kontrastive Betrachtung Deutsch – Türkisch: Vergleicht sprachliche Strukturen, insbesondere Artikel, Kasus und Genera, die für türkischsprachige Schüler*innen besondere Lernherausforderungen darstellen.
5 Herausforderungen für türkischsprachige Schüler*innen: Konkretisiert die Schwierigkeiten beim Erwerb der deutschen Grammatik unter Berücksichtigung der türkischen Sprachstruktur.
6 Sprachfördermethoden für den Erwerb des Artikelsystems: Stellt praktische Methoden und Unterrichtskonzepte zur gezielten Förderung des Artikelerwerbs vor.
7 Sprachförderung in den MINT-Fächern: Zeigt Möglichkeiten auf, Sprachförderung in MINT-Fächer wie Mathematik und Naturwissenschaften zu integrieren und damit einen alltagsnahen Lernkontext zu schaffen.
8 Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Wirksamkeit der vorgestellten, praxisorientierten Förderansätze.
9 Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Quellen und die wissenschaftliche Basis der Arbeit auf.
Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Artikelerwerb, Primarstufe, Türkisch, Sprachförderung, Kontrastive Linguistik, Mehrsprachigkeit, MINT-Fächer, Grammatikvermittlung, Sprachunterricht, Primarpädagogik, Interferenz, Zweitspracherwerb.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Herausforderungen und Fördermöglichkeiten beim Erwerb des deutschen Artikelsystems für Kinder mit der Erstsprache Türkisch im Grundschulalter.
Zentrale Themen sind der Spracherwerb an sich, die kontrastive Analyse von Deutsch und Türkisch, die Analyse von typischen Fehlerquellen sowie didaktische Methoden zur gezielten Sprachförderung.
Ziel ist es, spezifische Herausforderungen zu identifizieren und innovative, praktikable Förderansätze für den Deutschunterricht in der Primarstufe zu entwickeln, um Kindern den Einstieg in das deutsche Artikelsystem zu erleichtern.
Es handelt sich um eine theoretische Bachelorarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und dem Vergleich linguistischer Strukturen (kontrastive Analyse) sowie auf didaktischen Ansätzen basiert.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Unterschieden zwischen der türkischen und deutschen Sprache, der Bedeutung der Erstsprache, der Identifizierung von Fehlerquellen und der Vorstellung konkreter Unterrichtsmethoden (z.B. Lapbooks, Spiele, MINT-Integration).
Zu den prägenden Begriffen gehören DaZ (Deutsch als Zweitsprache), Artikelerwerb, türkische Herkunftssprache, Sprachförderung, Primarstufe und kontrastive Sprachbetrachtung.
Da das Türkische über kein vergleichbares Artikelsystem verfügt, entstehen beim Erlernen des Deutschen typische Interferenzfehler, die durch gezielte Förderung und kontrastive Bewusstmachung adressiert werden müssen.
Durch die Integration von Sprachübungen in den Sachunterricht oder Mathematikunterricht (z.B. durch Experimente oder das Erstellen von Lapbooks) wird Sprache in situativ bedeutsamen Kontexten gelernt, was die Motivation und das Verständnis nachhaltig fördert.
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