Bachelorarbeit, 2022
149 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung
2 Einordnung von KI im Kontext der Wirtschaftsprüfung
2.1 Künstliche Intelligenz – Begriffsklärung
2.2 Teilgebiete der KI
2.2.1 Maschinelles Lernen
2.2.2 Künstliche Neuronale Netze & Deep Learning
2.2.3 Expertensysteme
2.3 Mögliche Einsatzbereiche für KI in der Abschlussprüfung
2.3.1 Prüfungsplanung
2.3.2 Prüfungsdurchführung
2.3.3 Prüfungsabschluss
3 Forschungsdesign und Methodik
4 Ergebnisse aus den Experteninterviews
4.1 KI-Anwendungen in der Wirtschaftsprüfung (FF 1)
4.1.1 Aktuelle Einsatzgebiete von KI in der Abschlussprüfung
4.1.2 Zukünftige Einsatzgebiete von KI in der Abschlussprüfung
4.1.3 Auswirkungen der KI auf die Prüfungsmethodik
4.1.4 Nicht geeignete Prüfungsprozesse für den Einsatz von KI
4.2 KI-Methoden bei der Prüfungsbeurteilung (FF 2)
4.3 Herausforderungen für die Prüfungspraxis (FF 3)
4.3.1 Ausbildung
4.3.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.3.3 Datenmenge & Datenqualität
4.4 Schlussbemerkung
5 Diskussion
6 Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den aktuellen Stand und die zukünftigen Potenziale von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Abschlussprüfung. Das primäre Ziel ist es, Einsatzbereiche, Methoden und Herausforderungen aus der Perspektive von Experten zu identifizieren, um Empfehlungen für den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer abzuleiten.
2.2.1 Maschinelles Lernen
Einer der wichtigsten Teilbereiche der KI im Accounting ist das Maschinelle Lernen, da es bisher noch nicht mögliches Automatisierungspotenzial von intellektuellen Tätigkeiten eröffnet. Bei Verfahren des ML lernt ein Algorithmus anhand vorhandener Trainingsdaten, wiederkehrende Charakteristika bzw. Muster in Dokumenten zu erkennen. Dabei trifft der Algorithmus zukünftig selbstständig, auf einem angelernten Regelwerk basierend Entscheidungen, ohne auf jeden Einzelfall vorprogrammiert zu sein.
In praxi ist allerdings bei den Trainingsdaten für das ML auf deren Güte zu achten. Falls es zu einer Eingabe von falschen oder nicht repräsentativen Daten kommt, kann der Algorithmus sich in einer auf falschen Fakten basierenden Endlosschleife wiederfinden. Daher sind Kontrollen der ML-Algorithmen in der praktischen Anwendung notwendig. Eine weitere Problematik für den praktischen Einsatz ist die oftmals mangelnde Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse von ML-Systemen („Black-Box“).
In der Literatur wird das ML regelmäßig noch tiefergehend untergliedert. Marsland (2011) schlägt hierfür unter anderem eine Aufteilung folgende Lernverfahren vor:
Überwachtes Lernen: Ein ausgewählter Trainingsdatensatz mit Beispielen und den dazugehörigen richtigen Ergebnissen liegt vor und der Algorithmus lernt auf Basis dieser Datenmenge auf zukünftige Eingaben korrekt zu reagieren. Dabei wird das ML-System während des Prozesses überwacht und mithilfe von einem Testdatensatz evaluiert und gegebenenfalls angepasst.
Unüberwachtes Lernen: Es liegen keinen wahren Output-Daten zu dem Trainingsdatensatz vor. Der ML-Algorithmus versucht hierbei Gemeinsamkeiten zwischen den Eingabewerten festzustellen und diese dann zu kategorisieren.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Relevanz der Digitalisierung für den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer und leitet die Relevanz von KI als zentrales Innovationsthema ab.
2 Einordnung von KI im Kontext der Wirtschaftsprüfung: Es werden die theoretischen Grundlagen von KI, ihre Teilgebiete sowie spezifische Anwendungsgebiete innerhalb der drei Prüfungsphasen dargestellt.
3 Forschungsdesign und Methodik: Der Autor beschreibt das qualitative Forschungsdesign mittels fünf explorativer Experteninterviews zur Beantwortung der Forschungsfragen.
4 Ergebnisse aus den Experteninterviews: Die Experten geben Auskunft über den aktuellen Status der KI-Implementierung, identifizieren künftige Anwendungsfelder und diskutieren zentrale Herausforderungen.
5 Diskussion: Dieses Kapitel vergleicht die gewonnenen empirischen Ergebnisse kritisch mit der vorhandenen Forschungsliteratur und zieht Schlussfolgerungen für die Prüfungspraxis.
6 Thesenförmige Zusammenfassung: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse der Arbeit in acht prägnanten Thesen zusammengefasst.
Künstliche Intelligenz, Wirtschaftsprüfung, Jahresabschlussprüfung, Maschinelles Lernen, Künstliche Neuronale Netze, Expertensysteme, Datenqualität, Digitalisierung, Prozessautomatisierung, Prüfungsbeurteilung, Datenanalyse, Experteninterviews, Anhangprüfung, Risikobeurteilung, Abschlussprüfungspraxis
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Rahmen der Abschlussprüfung und der damit verbundenen Transformation des Berufsbildes des Wirtschaftsprüfers.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von KI-Methoden wie Machine Learning und Deep Learning, deren praktische Einsatzmöglichkeiten in den verschiedenen Prüfungsstadien sowie die damit verbundenen methodischen und rechtlichen Anforderungen.
Ziel ist es, den aktuellen Stand und das zukünftige Potenzial von KI in der Abschlussprüfung durch Literaturrecherche und Expertenbefragungen zu identifizieren und daraus Empfehlungen für die Prüfungspraxis zu formulieren.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer Literaturanalyse sowie fünf explorativen Experteninterviews mit Vertretern aus Wirtschaftsprüfungsgesellschaften basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einordnung von KI in der Wirtschaftsprüfung, eine detaillierte Auswertung der Experteninterviews zu KI-Anwendungen und Herausforderungen sowie eine anschließende Diskussion der Ergebnisse.
Zu den prägenden Begriffen zählen Künstliche Intelligenz, Abschlussprüfung, Maschinelles Lernen, Datenqualität und Prozessautomatisierung.
Wie die Experteninterviews verdeutlichen, gibt es zwar für viele Phasen erste technologische Lösungsansätze, aber eine flächendeckende "Basistechnologie" stellt KI im Status quo noch nicht dar.
Die Qualität und Menge der Trainingsdaten wird als Schlüsselvariable eingestuft; sie ist entscheidend dafür, dass KI-Modelle nachvollziehbare und korrekte Ergebnisse liefern, ohne in Fehlbeurteilungen zu resultieren.
Laut den Experten ist das menschliche Urteilsvermögen, insbesondere bei komplexen Sachverhalten, notwendigen Abwägungen und der Interpretation von Kontext, derzeit durch Algorithmen nicht vollständig abzubilden.
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