Masterarbeit, 2021
88 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Praktische Relevanz
1.2 Wissenschaftliche Relevanz
1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Konzeptionelle Grundlagen
2.1 Homeoffice
2.2 Vorurteile
2.2.1 Definition, begriffliche Abgrenzung und Entstehungsprozess
2.2.2 Ursachen und Funktionen von Vorurteilen
2.2.3 Formen von Vorurteilen im Homeoffice
3. Theoretische Grundlagen
3.1 Die Kontakthypothese
3.2 Prinzipal-Agent-Theorie
3.3 Impressionsmanagement
4. Stand der Forschung
4.1 Studien zu Vorurteilen im Homeoffice
4.2 Forschungslücke
5. Empirischer Teil
5.1 Herleitung des Untersuchungsmodells und der Forschungsfragen
5.2 Methode
5.2.1 Datenerhebung und -aufbereitung
5.2.2 Stichprobe
5.2.3 Vorgehen zur Datenanalyse
5.3 Ergebnisse
5.3.1 Formen von Vorurteilen im Homeoffice
5.3.2 Wahrnehmung der Vorurteile im Homeoffice
5.3.3 Ursachen von Vorurteilen im Homeoffice
5.3.4 Faktoren der Ausbreitung von Vorurteilen im Homeoffice
5.3.5 Auswirkungen der Vorurteile auf die Arbeit von Homeoffice-Mitarbeitenden und Führungskräften
5.3.6 Auswirkungen von Vorurteilen auf die Homeoffice-Regelung
5.3.7 Präventionsmöglichkeiten von Vorurteilen im Homeoffice
5.3.8 Langfristige Handlungsmöglichkeiten
6. Handlungsempfehlungen
6.1 Für Unternehmen
6.2 Für Führungskräfte
6.3 Für Mitarbeitende und Betroffene
7. Diskussion
7.1 Zusammenfassung
7.2 Wissenschaftliche Implikationen
7.3 Praktische Implikationen
7.4 Limitation der Arbeit
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Entstehungs-, Wirkungs- und Entwicklungsfaktoren von Vorurteilen im Homeoffice-Kontext zu identifizieren, um fundierte Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeitende abzuleiten.
2.2.3 Formen von Vorurteilen im Homeoffice
Vorurteile lassen sich in verschiedene Formen unterteilen. Explizite Vorurteile werden vom Menschen bewusst wahrgenommen und machen sich beispielsweise durch verbale Aussagen bemerkbar. Implizite Vorurteile hingegen, treten unterbewusst auf und werden durch verschiedene Reize angeregt. Sie lassen sich beispielsweise durch die Körpersprache erkennen. Beide Formen von Vorurteilen können sich überlappen, allerdings auch voneinander abweichen. (Schindler & Bartsch, 2019, S. 6)
Betrachtet man nun die motivationale Seite von Vorurteilen, lassen sich extrinsisch motivierte Vorurteile und intrinsisch motivierte Vorurteile unterscheiden. In der Begriffsdefinition der Bundeszentrale für politische Bildung wurde bereits angemerkt, dass Vorurteile sich aus sozialen Urteilen ergeben. So kommt es auch, dass extrinsische Vorurteile maßgeblich von außen beeinflusst sind, primär durch soziale Normen, denen der Mensch sich fügt. Intrinsisch motivierte Vorurteile dagegen setzen sich aus individuellen Werten zusammen. Die Übergänge zwischen beiden sind häufig nicht trennscharf, befinden sie sich allerdings im Widerspruch zueinander, so können sie Reaktanz beim Menschen auslösen. (Schindler & Bartsch, 2019, S. 6-7)
Normen und Werte, die für Vorurteile sind, sind beispielsweise: „politische oder religiöse Überzeugungen und allgemeine Vorstellungen über die soziale Welt (z. B. über die Gerechtigkeit des Status quo, über die Verantwortung für individuelle Lebensumstände und die Bewertung von Gleichheit vs. Hierarchie)“. (Schindler & Bartsch, 2019, S. 7)
In der Literatur werden verschiedene Vorurteile, mehr oder weniger direkt, als solche tituliert. Nachfolgend soll ein Überblick über jene Vorurteile gegeben werden, die im Zusammenhang mit dem Homeoffice genannt wurden. Die Vorurteile lassen sich dabei nicht trennscharf auflisten, da es Verflechtungen zwischen verschiedenen Kategorien gibt.
Geschlechter und Vorurteile: Unsere heutige Arbeitswelt ist einer enormen Vergeschlechtlichung unterlegen. Dies lasse sich laut Carstensen (2020) beispielsweise an der Betitelung „Männer- und Frauenberufe“ erkennen, die mit „ungleichen Bewertungen hinsichtlich gesellschaftlicher Anerkennung und Bezahlung (einhergehen)“. (Carstensen, 2020, S. 196) Aus diesen Zuschreibungen, die gerade im technischen Bereich noch stark männerdominiert sind,
1. Einleitung: Diese Arbeit beleuchtet die Relevanz von Vorurteilen im Kontext der zunehmenden Nutzung des Homeoffice und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Untersuchung.
2. Konzeptionelle Grundlagen: Es werden zentrale Begrifflichkeiten rund um Homeoffice und Vorurteile definiert sowie deren Abgrenzung und Entstehungsprozesse näher erläutert.
3. Theoretische Grundlagen: Die Untersuchung stützt sich auf die Kontakthypothese, die Prinzipal-Agent-Theorie und das Impressionsmanagement, um das Phänomen der Vorurteile wissenschaftlich einzuordnen.
4. Stand der Forschung: Dieser Abschnitt analysiert die aktuelle Studienlage, zeigt die limitierte Forschung zu Vorurteilen im Homeoffice auf und begründet so die Forschungslücke.
5. Empirischer Teil: Detaillierte Darlegung der qualitativen Inhaltsanalyse, der 12 geführten Interviews, der Ergebnisse zu Vorurteilsformen, deren Wahrnehmung, Ursachen, Auswirkung und Prävention.
6. Handlungsempfehlungen: Ableitung praxisnaher Empfehlungen für Unternehmen, Führungskräfte sowie Mitarbeitende, um Vorurteilen nachhaltig vorzubeugen und entgegenzuwirken.
7. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Ableitung wissenschaftlicher und praktischer Implikationen sowie Erläuterung der Limitationen der vorliegenden Arbeit.
Homeoffice, Vorurteile, soziale Normen, Führungskräfte, Mitarbeiter, subjektive Wahrnehmung, Kommunikation, Vertrauen, Kontrollmechanismen, Unternehmenskultur, Arbeitszufriedenheit, Impressonsmanagement, Kontakthypothese, Prinzipal-Agent-Theorie, Homeoffice-Regelungen
Die Masterarbeit befasst sich mit der Entstehung, Wirkung und Entwicklung von Vorurteilen im Kontext der Arbeit im Homeoffice.
Die Untersuchung deckt die Formen von Vorurteilen, deren Ursachen, die emotionalen Auswirkungen bei verschiedenen Akteuren und Strategien zur Vorbeugung ab.
Das Hauptziel ist es, ein besseres Verständnis für das Zusammenspiel von Homeoffice und Vorurteilen zu entwickeln, um daraus fundierte Präventions- und Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.
Es wurde eine inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse auf Basis von zwölf teilstrukturierten Leitfadeninterviews durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in konzeptionelle Grundlagen, theoretische Einbettung, Stand der Forschung sowie den empirischen Teil inklusive Ergebnisauswertung und Handlungsempfehlungen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Homeoffice, Vorurteile, Führungskultur, Vertrauen, Kontrolle sowie psychologische Aspekte der Wahrnehmung im virtuellen Arbeitskontext.
Die Ergebnisse zeigen, dass die mediale Aufmerksamkeit während der Pandemie neue Vorurteilsstrukturen oder Erwartungshaltungen geschürt hat, die das soziale Miteinander im Homeoffice komplexer gestalteten.
Führungskräfte fungieren laut der Arbeit als wichtige Akteure, da sie oft unter Stress und dem Gefühl von Kontrollverlust leiden, was zu einer verstärkten Anwendung von Kontrollmechanismen gegenüber Mitarbeitenden führen kann.
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