Masterarbeit, 2022
83 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Exegese
2.1 Der Begriff „Gleichnis“
2.2 Exegesestelle: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15, 11-32)
2.3 Analyse des Textes
2.3.1 Abgrenzung und Kontext
2.3.2 Ausformulierte Gliederung des Textes
2.3.3 Abgrenzung von Tradition und Redaktion
2.3.4 Gattungsbestimmung der vorlukanischen Überlieferung
2.3.5 Begriffsbestimmung
2.4 Interpretation
2.4.1 Die Interpretation der vorlukanischen Überlieferung
2.4.2 Die Interpretation deslukanischen Textes
2.4.3 Die Interpretation des Textes im theologischen Gesamtrahmen des Lk
2.4.4 Anwendung der Erkenntnisse auf die heutige Zeit
3 Geplante Unterrichtseinheit
3.1 Bedingungsanalyse
3.2 Der Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung
3.3 Tabelle der geplanten Unterrichtseinheit
3.4 Didaktischer Kommentar zu der geplanten Unterrichtseinheit
3.5 Tabelle der geplanten Unterrichtsstunde
3.6 Didaktisch-methodischer Kommentar zur Unterrichtsstunde
4 Abschließendes Fazit
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Exegese und didaktischen Aufbereitung des Gleichnisses vom verlorenen Sohn (Lk 15, 11-32) für eine Inklusionsklasse im zweiten Jahrgang der Grundschule. Dabei wird untersucht, wie dieses biblische Gleichnis die Thematik von Umkehr, Vergebung und Gottes barmherzige Liebe vermitteln kann, insbesondere unter Berücksichtigung von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung.
2.2 Exegesestelle: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15, 11-32)
11 Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne.
12 Und der jüngere Sohn zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie.
13 Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen.
14 Als er aber alles verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben
15 und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten.
16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm.
17 Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger!
1 Einleitung: Die Einleitung benennt das Thema, die Relevanz des Gleichnisses im Lehrplan sowie den Aufbau der Arbeit in einen exegetischen und einen unterrichtspraktischen Teil.
2 Exegese: Dieses Kapitel liefert eine wissenschaftliche Auslegung des Textes, angefangen bei der Begriffsdefinition „Gleichnis“ bis hin zur theologischen Interpretation der Perikope.
3 Geplante Unterrichtseinheit: Hier wird ein konkretes didaktisches Konzept für den Religionsunterricht an einer Grundschule entwickelt, inklusive Bedingungsanalyse und methodischer Kommentierung.
4 Abschließendes Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die anhaltende Aktualität der biblischen Botschaft.
Gleichnis vom verlorenen Sohn, Exegese, Religionspädagogik, Unterrichtsentwurf, Inklusion, Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung, Barmherzigkeit, Vergebung, Lukasevangelium, Grundschule, Rollenspiel, Erzähltasche, Religionsdidaktik.
Die Arbeit verknüpft eine fachwissenschaftliche Exegese des Gleichnisses vom verlorenen Sohn mit einem konkreten, inklusiven Unterrichtsentwurf für die Grundschule.
Die Schwerpunkte liegen auf der biblischen Textauslegung, der Inklusionsdidaktik und der spezifischen Förderung von Kindern mit emotionalem und sozialem Förderbedarf.
Das Ziel ist es, Kindern die biblische Zusage der bedingungslosen Liebe Gottes erfahrbar zu machen, auch wenn sie Fehler gemacht haben.
Es erfolgt eine historisch-kritische Analyse des Gleichnisses, die Kontext, Tradition, Redaktion und Gattungsbestimmung umfasst.
Der didaktische Teil enthält eine Bedingungsanalyse der Lerngruppe, eine tabellarische Strukturierung der Unterrichtseinheit sowie ausführliche didaktisch-methodische Kommentare.
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Symbolik, Gotteserfahrung, Vergebung, Gemeinschaft und die methodische Arbeit mit Erzähltaschen und Bodenbildern.
Die Arbeit zeigt, wie der jüngere Sohn durch Umkehr zur Einsicht gelangt, während der ältere Sohn zwar treu bleibt, aber an seiner Neid- und Rechtfertigungshaltung gegenüber dem Vater scheitert.
Rituale wie das Anzünden der Religionskerze geben den Kindern mit emotionalem Förderbedarf Struktur, Sicherheit und Orientierung im Unterrichtsalltag.
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