Bachelorarbeit, 2010
28 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Frage, ob die gesetzliche Verpflichtung von Kindern und Jugendlichen zur Teilnahme am Ethik-Unterricht, wie sie derzeit in Berlin besteht, philosophisch und pädagogisch gerechtfertigt ist. Die Arbeit analysiert die Problematik der Verpflichtung und untersucht, inwiefern der Staat Eingriffe in die individuelle Freiheit seiner Bürger legitimieren kann. Dabei werden Argumente für und gegen die Schulpflicht sowie für und gegen die Verpflichtung zum Ethik-Unterricht diskutiert.
Die Einleitung stellt die Fragestellung der Arbeit vor und erläutert den Hintergrund der Debatte um die Verpflichtung zum Ethik-Unterricht. Sie beleuchtet die Problematik des Religionsunterrichts in einer säkularen Gesellschaft und die daraus resultierende Einführung des Ethik-Unterrichts als Ersatzfach. Die Einleitung führt die Leitfrage der Arbeit ein: Dürfen wir Kinder und Jugendliche zum Ethik-Unterricht verpflichten?
Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Begriff der Pflicht und untersucht, inwiefern der Staat die Verpflichtung seiner Bürger legitimieren kann. Es werden Argumente für und gegen staatliche Eingriffe in die individuelle Freiheit des Menschen diskutiert.
Das dritte Kapitel widmet sich der Schulpflicht. Es werden Gründe für das Bewahren der Schulpflicht sowie Kritik an der Schulaufsicht, der Schulpflicht und an der Schule im Allgemeinen vorgestellt.
Das vierte Kapitel untersucht die Frage, zu welchem Unterricht wir Kinder und Jugendliche verpflichten dürfen. Es werden Kriterien für einen Bildungskanon erörtert und die Frage nach der Legitimität der Verpflichtung zu bestimmten Unterrichtsfächern diskutiert.
Das fünfte Kapitel befasst sich mit dem Ethik-Unterricht und seiner besonderen Rolle als meinungs- und wertebildendes Schulfach in einer pluralistischen Gesellschaft. Es werden Argumente für und gegen die Verpflichtung zum Ethik-Unterricht präsentiert.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Verpflichtung zum Ethik-Unterricht, die individuelle Freiheit, die Schulpflicht, die Allgemeinbildung, der Bildungskanon, die Pluralistische Gesellschaft, die Säkularisierung, der Religionsunterricht, die Bekenntnisfreiheit und die pädagogische und philosophische Begründung des Ethik-Unterrichts.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen staatlichem Erziehungsauftrag und individueller Freiheit, wobei sowohl Argumente für die Pflicht als auch für die Freiwilligkeit abgewogen werden.
Ethik-Unterricht dient als meinungs- und wertebildendes Fach, das in einer säkularen Gesellschaft ein gemeinsames Wertefundament jenseits des Religionsunterrichts vermitteln soll.
Der Staat legitimiert die Schulpflicht und den Bildungskanon oft durch das Ziel, mündige Bürger heranzubilden, die am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Die Arbeit diskutiert, welche Inhalte zur Allgemeinbildung gehören sollten und ob wertebildende Fächer wie Ethik zwingend Teil dieses Kanons sein dürfen.
Ja, die Arbeit beleuchtet auch kritische Stimmen zur Schulaufsicht und zur Schulpflicht, die für mehr elterliche und individuelle Freiheit plädieren.
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